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		<title>Oasentour Western Egypt - derAaron</title>
		<link>http://blogabond.com/TripView.aspx?TripID=6710</link>
		<description>Fahrradtour von Kairo über verscheidene Oasen nach Luxor</description>
		<dc:language>en-US</dc:language>
		<dc:creator></dc:creator>
		<copyright>Copyright © 2026, derAaron</copyright>
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					<title><![CDATA[erfrischend, ueberaschend]]></title>
					<description><![CDATA[Ziemlich matt aber glücklich, wieder da zu sein kehrte ich wieder bei den Brüdern ein. Sie hießen mich wieder herzlich willkommen und fragten mich wie es war. Toll natürlich!<p style='clear:both;'/>Mittags ging ich ein paar Mitbringsel im hiesigen Stadtteil besorgen und war sehr überrascht von den fairen Preisen. Ich musste nicht lange herum handeln sondern bekam gleich den Normalpreis. Ein belebendes, erfrischendes Erlebnis, wenn man gerade aus einer Touristenstadt wie Luxor kommt und ein Mal mehr ein Beweis, dass das marktschreierische Anpreisen von Waren zu Wucherpreisen nichts mit der arabischen Mentalität an sich zu Tun hat. Es tritt nur dort auf wo regelmäßig Touristen verkehren. Hier in Rod el Farag, wo fast nur Ägypter und die italienischen Brüder von Don Bosco unterwegs sind, versucht man sich nicht zu ,,bescheißen``. Es gibt einfach ehrliche Preise und kein großes Theater.<p style='clear:both;'/>Nachmittags besuchte ich das ägyptische Museum. Das war sehr interessant aber auch sehr anstrengend. Unzählig viele Fundstücke sind in chronologischer Reihenfolge ausgestellt, so dass man durch die verschiedenen Epochen der Pharaonengeschichte geht. Leider ist die Aufbereitung und der Zustand dieser erbärmlich. Viele Besucher fassen die Jahrtausende alten Monumente an so dass sie schon richtig abgegriffen sind und Informationen zu den Exponaten sind auch nicht überall zu finden. Wirklich schade.<p style='clear:both;'/>Am besten war eine Sonderausstellung anlässlich des Jubiläums der spanischen Archäologiegeschichte in Ägypten aufbereitet. Mit großen Tafeln, wie ich es von Museen zu Hause kenne. Da wurde mir bewusst, dass ein Museum mehr ist, als ein gut sortiertes Lager. Mit einem Führer lassen sich natürlich die Wissenslücken schließen. Aber es sollte doch auch so gehen.<p style='clear:both;'/>Da das Abendessen bei Don Bosco ausfiel, denn die Brüder waren auswärts, drehte ich noch eine kleine Runde durch Rod el Farag um mir ein Fallafel-Sandwitch zu besorgen. Es dauerte nicht lang, bis ich fündig wurde. Und da es so köstlich war, ging ich nochmal zu dem Geschäft um mir ein weiteres zu besorgen. Meine erneute Anwesenheit erfreute den Geschäftsführer wohl so sehr, dass er mich spontan auf das zweite Sandwitch einlud, mir noch einen Nachschlag an Pommes auftat und eine Fanta hinstellte. Doch alles ohne mir eine lange Geschichte ans Knie zu binden, sondern einfach nur mit etwas Smalltalk. Unglaublich diese Gastfreundschaft!<p style='clear:both;'/>Danach wollte ich noch ne Runde Domino spielen und ging dazu in eine Bar, bestellte Tee und Pfeife, doch niemand hatte Lust auf Domino. Meine Stuhlnachbarn konzentrierten sich lieber auf den Fernseher, in dem ein Film mit Omar Scharif lief. Also suchte ich mir eine andere Bar, nachdem beides aufgebraucht war.<p style='clear:both;'/>Wenig hundert Meter weiter wurde ich fündig und spielte mit großem Ehrgeiz gegen einen dicken, älteren Herrn. Auch die anderen Anwesenden zeigten sich begeistert über meine Assimilationsbemühungen. Beim üblichen Smalltalk lud mich noch einer meiner Tischnachbarn zum Tee ein.<p style='clear:both;'/>Das erste Spiel verlor ich, doch das zweite führten wir Kopf an Kopf, bis ich mit 9 Punkten (von 100) Vorprung gewann. Sie fragten mich ob ich morgen und übermorgen wiederkommen würde. Meine Antwort: ,,Inschallah``, das heißt, ,,Wenn Gott will`` und bedeutet so viel wie ,,mal sehen``.]]></description>
					<author><![CDATA[derAaron]]></author>
					<category><![CDATA[Cairo, Egypt]]></category>
					<pubDate>Wed, 13 May 2009 00:00:00 GMT</pubDate> 
					<link>http://www.blogabond.com/TripView.aspx?tripID=6710</link>
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					<title><![CDATA[ein geschenkter Tag]]></title>
					<description><![CDATA[Eigentlich hatte ich ja vor heute nach Kairo zurück zu fahren. Es blieb mir noch die Wahl zwischen Bus und Zug, so dass ich mich für die bequemer Variante auf weniger Rädern entschied: der Bus. Da dieser aber erst Abends halb 7 abfuhr, hatte ich noch einen Tag mehr ich Luxor, als ich gerechnet hatte. Mein Pensum an Besihtigungen war aber bereits gut gefüllt. Deshalb entschied ich mich für einen ganz ruhigen Tagesbeginn im Schatten einer Palme vor dem Luxortempel.<p style='clear:both;'/>Da ich vorher bereits alles gepackt hatte, war es inzwischen schon Mittag und der Schatten sehr klein. Es dauerte nicht lange bis ich Gesellschaft bekam. Wir wurden sogar ein richtiges Grüppchen aus ganz verschiedenen Leuten: ein Maisverkäufer, eine ägyptische Touristin, ein ziviler Polizist, ein uniformierter und eine Straßenfegerin. Für Luxorer Verhältnisse vergeichsweise unaufdringlich tauschten wir die üblichen Infos aus. Name, Alter, Familienstand, Mobiltelefonmarke. Das Funkgerät der Polizisten plapperte gelegentlich etwas und der Maisverkäufer zeigte mir, wie man geschickt die Körner aus ihrer Hülse befreit. Die Straßenfegerin besorgte ihm unterdessen Wasser für seine Körner, die er als Snack an Touristen und Ägypter verkauft. Und wir alle rückten immer mal langsam dem kleinen Schatten der Palme nach. Es war sehr angenehm und entspannend. Keiner wollte mir unbedingt was verkaufen, nein, wir saßen einfach nur so da.<p style='clear:both;'/>Anschließend ging ich den Touristenbazar erkunden und erlebte genau das Gegenteil. Ständig hielt mir jemand seine Ware in den Weg. Da ich aber nichts kaufen wollte und genau das erwartet hatte, nahm ich's mit Humor. Schließlich fand ich doch etwas Interassantes: ein Musikgeschäft. Ich ließ mir ein paar CD's anspielen, verhandelte, doch kamen wir nicht überein. Bei Dingen, deren Wert ich nicht kenne kaufe ih in der regel auch nicht gleich beim ersten Verkäufer, sondern höre mir erstmal verschiedene Preisangebote an.<p style='clear:both;'/>Bei dritten Laden erstand ich dann ein Doppelalbum für \pounds E 20 statt der \pounds E 65, mit der der Verkäufer eröffnet hatte. Jedoch konnte ich wohl ganz gut mit meinem bisschen Arabisch Kompetenz vorgauckeln, so dass der Preis sofort auf \pounds E 25 fiel. Als ich gehen wollte, wurden wir uns dann bei \pounds E 20 einig. Natürlich sind auch diese CD's keine Originale. Es gibt anscheinend nur Kopien hier.<p style='clear:both;'/>Den Rest der Zeit verbummelte ich am Nil sitzend. Auch hier ich nicht lange allein. ,,Hamdi``, der Touristen verschiedene Ausflüge per Felluka anbietet, gesellte sich zu mir, zunächst sichtbare Verkaufsabsicht. Wir sprachen über alles Mögliche und vorallem auch über der Verhalten der Verkäufer gegenüber Touristen. Er teilte meine Ansicht zwar, aber da er auf Provisionsbasis arbeitet, kann er nicht warten, bis mal ein Tourist an sein Boot klopft und mitfahren will. Ein Dilemma. Ich schlug ihm vor, für eine Firma zu arbeiten, die direkt die Trips an Touristen vermittelt. Es sei aber schwer da rein zu kommen, meinte er.<p style='clear:both;'/>Irgendwann versuchte er natürlich auch mich zu einer Bootstour zu überzeugen aber ich hatte weder genug Zeit noch Interesse. Dann versuchte er es mit Haschisch, konterte aber das sei nur Spaß gewesen, als er mein Desinteresse vernahm.<p style='clear:both;'/>Rechtzeitig kehrte ich ins Hotel zurück, belud das Rad, verabchiedete mich vom Chef und von Norberto und fuhr zum Bus. Zu den \pounds E 100 für den Bus kamen nochmal \pounds E 50 fürs Fahrrad und \pounds E 5 für die Taschen. Der Bus war leider auf 18 Grad klimatisiert was mich schon ein bisschen frieren ließ. Hatte ja nur kurze Hose und T-Shirt an. Das hatte schließich die ganzen letzten 2 Wochen gereicht.<p style='clear:both;'/>Zum Glück war der Bus aber nicht voll, so dass in einen gemütlichen Doppelsitz zum schlafen hatte.<p style='clear:both;'/>Mit unendlich vielen Stopps fuhren wir den ersten Teil der Strecke, so dass wir für 60km 2,5 Stunden brauchten. Danach verließen wir den Nil in Richtung Rotes Meer und kamen etwas schneller voran. Wenn der Bus jedoch mal an einer Raststätte hielt, dann immer gleich 45 Minuten. So was undeutsches! Ich habe noch nie eine Busfahrt mit so langen Pausen erlebt.<p style='clear:both;'/>Nach 13 Stunden und 15 Minuten erreichten wir schließlich Kairo. Obwohl man mir eigentlich 10-11 Stunden Fahrzeit gesagt hatte, war ich trotzdem ganz glücklich über die Verspätung, da ich so zu einer guten Frühstückszeit bei Don Bosco ankam.<br>]]></description>
					<author><![CDATA[derAaron]]></author>
					<category><![CDATA[Cairo, Egypt]]></category>
					<pubDate>Tue, 12 May 2009 00:00:00 GMT</pubDate> 
					<link>http://www.blogabond.com/TripView.aspx?tripID=6710</link>
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					<title><![CDATA[Bummeln in Luxor]]></title>
					<description><![CDATA[Der Tag begann mit dem Hotelfrühstück, das sogar richtig gut ist. Mit Cornflakes, Milch und einem Eierkuchen.<p style='clear:both;'/>Als erstes ließ ich mir einen internationalen Studentenausweis anfertigen. Der ist teuer als alle 3 Übernachtungen in meinem Hotel zusammen, halbiert aber die Eintrittspreise für die Museen und Ausgrabungsstätten.<p style='clear:both;'/>Danach versuchte ich im Bahnhof ein Ticket für den Zug nach Kairo zu kaufen. Das ist aber erst am Reisetag möglich. Also muss ich früh um 8 da stehen, da der Zug halb 10 fährt. Hoffentlich bekomme ich auch eins. Ansonsten werde ich mit dem Bus fahren, der aber erst abends abfährt und mitten in der Nacht wollte ich nicht wieder in Kairo ankommen. Vielleicht finde ich ja noch einen Bus, der auch Tagsüber fährt.<p style='clear:both;'/>Zum Auftakt meiner touristischen Unternehmungen schaute ich mir eine Moschee an, die halb in den Luxortempel hineingebaut ist. Schon auf dem Weg dorthin lief und rief mir ein Typ hinterher, ich dürfte da nicht rein. Als er mich eingeholt hatte machte er jedoch eine kleine Führung mit mir. An deren Ende schnappte er sich einen der Bauarbeiter in Galabia, die dort zu Gange waren und sagte, das sei der Imam und ich solle ihm was für die Waisenkinder geben. Naja, \pounds E 2 hab ich locker gemacht, doch die Waisenkinder werden nie etwas davon sehen.<p style='clear:both;'/>Bei meinem Bummel an der Nilpromenade und über verschiedene Märkte wurde ich ständig von Leuten angequatscht, die mir alles mögliche von Haschisch bis Fellukatrip  verkaufen wollten. Außerdem interessierten sie sich ständig für meine Nationalität, wo ich hin gehe, was ich suche. Nach einer Weile hatte ich dann meine Standardantworten: Ich komme aus dem Sudan. Ich gehe gerade aus oder bin auf dem Weg in den Himmel. Und wenn einer besonders Aufdringlich wird mit einem Angebot, für das ich mich überhaupt nicht interessiere, versuche ich ihm genauso energisch eine Zitrone zu verkaufen. Zum Touristenpreis versteht sich. Was für ein Spaß!<p style='clear:both;'/>Den neuen Studentenausweis probierte ich gleich mal im Mumifikationsmuseeum aus. Alles OK. Das Büro, wo ich den bekommen habe, sah auch recht offiziell aus. Außerdem haben sie sich auch meinen Schülerausweis von der Berufsschule kopiert.<p style='clear:both;'/>Am späten Nachmittag gesellte ich mich beim Ruf des Imams zu den Betenden in die Kirche und beobachtete neugierig ihren Gottesdienst. Im Anschluss wurde ich auch von einigen angesprochen, die dachten, ich würde eine Kirche suchen und sie beschrieben mir den Weg.<p style='clear:both;'/>Abends irrte ich durch mein Viertel um irgendwo Shisha und Tee zum Normalpreis zu bekommen, aber in einigen Bars wollte man vom 2,5 fachen dessen nicht abrücken. Also suchte ich weiter bis ich fündig wurde. Nur Domino gab's leider nicht.]]></description>
					<author><![CDATA[derAaron]]></author>
					<category><![CDATA[Luxor, Egypt]]></category>
					<pubDate>Sun, 10 May 2009 00:00:00 GMT</pubDate> 
					<link>http://www.blogabond.com/TripView.aspx?tripID=6710</link>
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					<title><![CDATA[Theben]]></title>
					<description><![CDATA[Für heute war Sightseeing am Westufer des Nil angesagt. Dort wo die meisten alten Tempel, Monumente und Gräber zu finden sind. Um flexibel zu sein und weil es fast eine Sache der Ehre ist, schnappte ich mir dafür mein Fahrrad. Zu Fuß wären die Distanzen zu groß.<p style='clear:both;'/>Doch noch bevor ich überhaupt in der Nähe des Nil war, wurde ich, an der Ampel stehend, von einem Minibus von hinten geprellt, so dass mir das Rad unter dem Hintern verrutschte. Dem Rad war zum Glück nichts weiter passiert. Ich entbrannte jedoch in großem Zorn und das nochmal um so mehr als der Minibusfahrer nicht das geringste Bedauern zeigte. Ich schlug im aufs Auto und brüllte ihn auf Deutsch und Englisch an, was das solle und dass er sich wenigstens entschuldigen könnte. Daraufhin kam ein Passant hinzu der sich aus tiefem Herzen für das Verhalten in Englisch entschuldigte, jedoch wollte ich die Entschuldigung nicht von ihm sondern vom Busfahrer. Mir blieb keine Wahl, ich musste die Entschuldigung annehmen, mich beruhigen und die Mundwinkel wieder nach oben zaubern. Schließlich bin ich hier um mich zu freuen, nicht um mich zu ärgern.<p style='clear:both;'/>Da es in Luxor keine Brücke zur anderen Uferseite gibt, ging ich zur Fähre, die auch alle Ägypter benutzen. Auf dem Weg wurden mir private Überfahrten für bis zu \pounds E 10 angeboten. Am Ticketverkauf für die Fähre wollte man jedoch nur \pounds E 1 von mir. Als ich aber sah, dass die Ägypter nur \pounds E 0,25 bezahlen, beschwerte ich mich über den ,,hohen`` Preis von \pounds E 1. Die Begründung war, dass sie ja Ägypter seien. So behauptete ich kurzerhand auch Ägypter zu sein, ,,Ana masri!``, und bekam den noch kleineren Preis.<p style='clear:both;'/>Bei den Memnonkolossen traf ich Norberto, einen Spanier, den ich bereits in meinem Hotel kennengelernt hatte. Er hatte sich ein Fahrradgeliehen und eine ähnliche Route vor wie ich. Also schlossen wir uns zusammen und radelten ins Tal der Königinnen. Auch hier funktionierte der neue Studentenausweis wie geschmiert.<p style='clear:both;'/>Die Gräber sind ähnlich der im Tal der Könige: Mehr oder weniger lange Gänge, die zu Grabkammern führen. Die Wände sind reich mit Darstellungen aus der Mythologie der alten Ägypter verziert und an der Decke prangen Sonne, Mond und Sterne. Die Wärter waren sehr eifrig im Erklären, obwohl ich gar nicht gefragt hatte. Ihr letztes Wort war immer ,,Bagschisch``.<p style='clear:both;'/>Auf dem Weg zum Tal der Könige besuchten wir den Tempel von Ramses III. Leider machte ich den Fehler mein Rad in die Mittagssonne, die fast im Zenit steht, zu legen. Als wir zurück kamen und ich mein Fahrrad abschließen wollte, begann plötzlich ein immer stärker werdendes Zischen am Vorderrad. Und ich hatte natürlich gerade mal kein Flickzeug dabei. Verdammt!<p style='clear:both;'/>Also schob ich ein Stück, während ich mich von Norberto verabschiedete, da er ohnehin nicht ins Tal der Könige wollte, welches ich als nächstes angepeilt hatte. Mit einem Minibus fuhr ich ins nächste Dorf, wo es viele Fahrradverleihe gibt. Einer flickte mir das Vorderrad auf ägyptische Weise mit einem Stück Gummi.<p style='clear:both;'/>Danach machte ich mich wieder auf den Weg ins Tal der Könige. Unterweg las ich wieder Norberto auf, der es sich zumindest mal von weitem anschauen wollte, da ihm der Eintrittspreis ohne Studentenausweis zu teuer war. Der war, für 3 Gräber, in der Tat noch \pounds E 10 höher als beim letzten Mal vor 2 Jahren. Also trennten wir uns wieder als wir ankamen.<p style='clear:both;'/>Ich hatte nur eine Stunde Zeit um schnell ein paar Gräber zu besichtigen. Mehr braucht man aber eigentlich auch nicht. Ich suchte mir an der Info die längsten aus, merkte mir die Nummern und machte mch daran sie zu erkunden. Leider war von den 3 Gräbern vor eins geöffnet, so dass ich mir für die anderen beiden schnell was anderes suchen musste. Mit Verlassen des letzten Grabes begannen auch schon  sämtliche Touristenpolizisten, Grabwärter etc. in den Feierabend zu marschieren so dass ich mitgehen musste.<p style='clear:both;'/>An der Fähre spielte ich nochmal das gleiche Spiel. ,,Ana masri!`` und bezahlte den ägyptischen Preis. Um mir noch etwas zu Essen zu besorgen, entschied ich mich, nochmal über den Markt zu fahren. Geriet aber mitten im Getümmel in einen Stau aus Pferdekutschen, die Pauschaltouristen bequem durchs Getümmel befördern und sämtliches Leben auf der engen Marktstraße lahmlegen. Kein Wunder, dass einen als Touristen hier viele Ägypter mit ihrem Angequatsche nerven. Vielleicht ist das ja ihre Rache für derartige Belästigungen.<p style='clear:both;'/>Abends spielte ich mit Norberto ein paar Runden Domino und ging ne Pfeife mit ihm rauchen. Danach ging schlenderte ich noch etwas herum und kehrte nochmals bei Tee und Pfeife in einer winzigen Bar ein, in der ich der einzige Gast war. Also spielte ich mit dem Wirt Domino.]]></description>
					<author><![CDATA[derAaron]]></author>
					<category><![CDATA[Luxor, Egypt]]></category>
					<pubDate>Mon, 11 May 2009 00:00:00 GMT</pubDate> 
					<link>http://www.blogabond.com/TripView.aspx?tripID=6710</link>
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					<title><![CDATA[Am falschen Ende gespart]]></title>
					<description><![CDATA[<br>Im Hotel sortierte ich mein Gepäck so um, dass ich alle Wertsachen in meinem Ruckssack habe und Einzelteil wie Helm und Lenkertasche einen Platz in einer der anderen Taschen fanden. Das war wichtig für die Busfahrt, da ich ja weit entfernt von meinen Taschen sitzen würde.<p style='clear:both;'/>Halb 11 verabschiedete ich mich im Hotel vom Rezeptionisten und dem Polizisten, der meinetwegen schon die ganze Nacht da herum saß.<p style='clear:both;'/>Auch an der Bushaltestelle tauchte wenig später ein Polizist auf, der auf mich acht gab. Wie nervig. Auch auf der Busfahrt musste der Fahrer an jedem Checkpoint sagen, dass er einen ,,Allmani`` an Bord hat.<p style='clear:both;'/>In Asyut erkundigte ich mich nach einem Bus nach Luxor: ,,ma fisch`` (,,gibts nicht``), nur Minibus Nach einstündiger Warterei am Schalter im Bahnhof, eine ähnliche Antwort: ,,voll, erst morgen wieder`` Daraufhin fragte ich nochmal im Busbahnhof nach den Minibussen, doch die fuhren ganz woanders ab. Ein Polizist schrieb mir arabisch die Haltstelle auf einen Zettel mit dem ich mich Stück für Stück dem Abfahrplatz näherte.<p style='clear:both;'/>Dort angekommen war ich sofort der Mittelpunkt lautstarker Preisverhandlungen. Die Stadionsprecherstimmen der Fahrer schmerzten meine Ohren so sehr, dass ich die öfter anhielt sich zu beruhigen. Nach langem hin und her nahm ich ein geteiltes Taxi nach Nag Hammadi, von wo aus ich einen Bus nach Luxor bekommen könnte. Leider mussten wir noch eine ganze Weile warten, bis genügend Leute mit im Taxi saßen. Unterdessen kam noch eine alte Frau ans Fenster und bettelte dermaßen penetrant (inklusiv antatschen auch im Gesicht), dass ich ihr schon aus Prinzip nichts geben konnte. Irgendwann fuhr der Peugeot 206, der sicherlich älter als ich ist, endlich los.<p style='clear:both;'/>Erst jetzt stellte ich fest, dass es ein Fehler war, sich ´mit vorn hinzusetzen, denn so wurde ich direkter Zeuge unserer Achterbahnfahrt über die Landstraßen. Statt zu bremsen wird eher gehupt und solange rechts und links noch 5cm Platz sind ist auch das Überholen mit Gegenverkehr kein Problem. Ach ja, angeschnallt wurde sich auf dem Fahrer oder Beifahrersitz nur, wenn wir mal durch eine Polizeikontrolle kamen. aber auch dann hätte der Gurt nichts genützt, denn der Gurtstraffer funktionierte ebensowenig wie Tacho, Uhr, Kilometerzähler, Fensterheber etc.. Das halb geöffnete Fenster neben mir verrutschte irgendwann so, dass für quer im Rahmen hing. Von da an rührte ich es nicht mehr an.<p style='clear:both;'/>Nach halber Strecke fing das Auto an zu stocken, so dass wir richtig durchgeschüttelt wurden. Anscheinend gab's ein Problem mit der Schaltung. Daraufhin hielten wir kurz, der Fahrer schaute sich mal den Motor an und es ging weiter.<p style='clear:both;'/>In Nag Hammadi wurde ich am Minibusbahnhof von sehr eloquenten Fahrern und Mittelsmännern überfallen, die sich fast darum stritten, wo ich mitfahren sollte. Allerdings ging's nur nach Qena, nicht nach Luxor, wie man mir in Asyut versichert hatte. Also hätte ich auch gleich in Asut ein Auto nach Qena nehmen können.<p style='clear:both;'/>Wie immer handelte ich den Preis aus bevor meine Taschen aufgeladen wurden, doch als ich im Bus saß stellte sich heraus, dass der Feilscher gar nicht der Fahrer war und der Fahrer wollte das doppelte haben. Als wir noch heftig um den Preis feilschten, machte sich sein Kompanjon bereits daran, das Gepäck wieder abzuladen, also gab ich nach. Was für ein Stress! Mir sind bestimmt einige graue Haare gewachsen.<p style='clear:both;'/>Auf der Fahrt nach Qena ging die Sonne unter und bot so einen herrlichen Blick auf die warm bestrahlten Korn und Zuckerrohrfelder am Straßenrand. Doch mit Einsetzen der Dunkelheit verdreifachte sich auch der Gurselfaktor der Fahrt, denn Ägyper schalten beim fahren dauerhaft, wenn überhaupt, nur das Standlicht an. Oft auch gar keins. Nur wenn ein Auto entgegen kommt, wird mal aufgeblendet um sich bemerkbar zu machen. Dass diese Taktik aber nicht ganz auf geht, wenn beide kein Licht anhaben oder mal ein unbeleuchteter Eselkarren am Rand fährt hat wohl noch niemand bedacht. Und wenn man sich mit Lichthupe bemerkbar macht, dann meist auch noch gleich mit Fernlicht, so dass die an die Dunkelheit gewöhnten Augen dermaßen geblendet werden, dass man eine Sekunde lang gar nichts mehr sieht. -- Und ich dachte Fahrradfahren wäre hier ein Abenteuer!<p style='clear:both;'/>Am Minibusbahnhf in Qena ging es etwas ruhiger zu, so dass ich relativ schnell einen Minibus nach Luxor fand. Der Preis war zwar Wucher, aber das war mir inzwischen egal. Ich hatte das Feilschen und das beim-Auto-fahren-ums-Leben-fürchten so satt, dass ich einfach nur nach Luxor wollte. Egal zu welchem Preis!<p style='clear:both;'/>Auch auf dem letzten Stück passierten wir viele Polizeicheckpoints doch nie lenkte sich die Aufmerksamkeit der Polizisten irgendwie auf mich. Das war schon seit Asyut so. -- Merkwürdig, war es nicht gerade die Strecke auf der 2007 die Polizei so einen Stress gemacht hatte, dass ich mich nur im Konvoi oder mit Eskorte bewegen durfte. Und jetzt wollte sie nicht mal meine Nationalität, wie die Polizisten in der Wüste, wissen.<p style='clear:both;'/>Am Ortseingang Luxors hielt der Bus, ich belud wiederum mein Rad und radelte das letzte Stück zu einem Hotel das mir Uwe, der Motorradfahrer, empfohlen hatte. Was für ein Tag. 12 Stunden Bus-, Taxi- und Minibusfahrt für insgesamt \pounds E 81. Das nächste Mal würde ich definitiv das Taxi durch die Wüste nehmen, auch wenn es drei Mal so viel kostet. Da hab ich eindeutig mal am falschen Ende gespart!]]></description>
					<author><![CDATA[derAaron]]></author>
					<category><![CDATA[Luxor, Egypt]]></category>
					<pubDate>Sat, 09 May 2009 00:00:00 GMT</pubDate> 
					<link>http://www.blogabond.com/TripView.aspx?tripID=6710</link>
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				<item>
					<title><![CDATA[Tag 9]]></title>
					<description><![CDATA[Den Hund hörte ich zwar auch in der Nacht noch einmal heulen, doch entdeckt hat er mich zum Glück nicht. Gut für uns beide! Ich hatte sogar einen Fantastischen 10,5 Stunden Schlaf nach dem harten Tag.<p style='clear:both;'/>Beim frühstücken verputzte ich den letzten Rest Marmelade auf einem meiner zwei Brötchen. Das andere war leider angeschimmelt. Inzwischen waren auch die anderen Vorräte, also Nudeln und Konserven so sehr aufgebraucht, dass das Fahrrad zur Schieflage neigte. Deshalb musste ich erstmal ein paar Dinge auf die andere Seite packen, damit es wieder gerade steht.<p style='clear:both;'/>Der Wind kam wie erwartet von vorn. Die letzten 35km nach Kharga waren deshalb sehr anstrengend. Die Landschaft war bis auf ein Kurriosum sehr öd und langweilig: Geröll und Hochspannungsleitungen soweit das Auge schauen konnte. An einer Stelle jedoch war die Straße komplett unter einer zig Meter hohen Sanddüne begraben, so dass man eine Unleitung gebaut hatte, die inzwischen auch schon vom Sand begraben war. So dass ich auf der Umleitung von der Umleitung den riesigen Sandberg umfuhr. An manchen Stellen schauten sogar noch die reste von Telegraphenmasten aus dem Sand. Ein skurriles Bild!<p style='clear:both;'/>Ungefähr auf der Hälfte der Strecke überholte mich ein Hamburger Motorradllerpärchen und hielt auf einen Schwatz. Sie hatten ihr Bike nach Alexandria verschiffen lassen und sind nun unterwegs nach Hause. Da ihnen bereits ´zumm zweiten Mal dass Zelt abhanden gekommen war, bot ich ihnen meins an. Sie hätten es jedoch erst in Luxor haben können. Zu diesem Zeitpunkt war ich mir nämlich noch nicht sicher, ob ich von Baris mit dem Fahrrad oder dem Bus nach Luxor fahre. Im letzteren Fall hätte ich es nochmal gebraucht. Das passte aber leider nicht in ihren Reiseplan.<p style='clear:both;'/>Nachdem ich auch die letzten Kilometer vor Kharga den Wind bezwungen hatte, war ich mir aber sicher, solche weitere 200km bis nach Luxor nicht mit dem Fahrrad fahren zu wollen. Also werde ich in Baris am Südzipfel der Oase die Tour beenden und den Bus nehmen. Es gäbe auf der Strecke eh nicht viel zu sehen versicherten mir alle Reisenden, die diesen Weg entlang kamen.<p style='clear:both;'/>Kurz vor Kharga fielen mir ein paar Palmenholzstöcke auf die am Wegesrand lagen. Ich hilt sie für geeignet Hunde zu bekämpfen und sägte mir einen zurecht. Nur einen Kilometer später hatte dieser auch schon Premiere. Kurz vorm Polizeicheckpoint kläfften auch schon 10 fiese Köter nach mir. Ich hielt meinen Knüppel kampfbereit hoch über mich, was die Hunde offenbar beeindruckte, so dass sie es beim Kläffen beließen.<p style='clear:both;'/>In Kharga erfragte ich bei verschiedenen Polizisten den Weg zum El Waha Hotel und bekam Wegbeschreibungen mit engegengesetzten Richtungen. Erst bei der Post fand ich jemanden, der mir wirklich helfen konnte, indem er mich mit seinem Moped dorthin lotste.<p style='clear:both;'/>Im Hotel machte ich mich kurz frisch und bereit den Hibis-Tempel zu erkunden. An der Rezeption sagte man mir, dass ich mit einem Taxi für \pounds E0,5  dorthin kommen würde. Ein Taxi zu finden war in der, zur Mittagszeit ausgestorbenen, Stadt nicht schwer. Ich hatte fast den Eindruck, dass hier nur Taxen verkehrten. Der erste Fahrer druckste beim Preis ein wenig rum. Erst als wir fuhren, wollte der \pounds E 5 von mir. Das entsprach natürlich gar nicht meinen Vorstellungen. Also ließ ich ihn halten und stieg gleich wieder aus. Danach fragte ich das nächste Taxi, das bernächste und auch das überübernächste Taxi nach dem Preis. Da dies, wie auch die anderen alle, \pounds E 5 verlangten, fuhr ich halt mit. Sicher meinte der Mann von der Rezeption mit ,,Taxi`` die Minibusse.<p style='clear:both;'/>Am Ibis-Tempel angekommen, erklärte man mir am Eingang, dass der Tempel wegen Bauarbeiten geschlossen sei. Ich drufte lediglich aus der Ferne ein Bild machen und fuhr mit dem gleichen Taxi wieder zurück. Frustriert widmete ich mich erstmal bei Tee und Shisha meinem Reiseführer.<p style='clear:both;'/>Zum Mittagessen besuchte ich ein sehr sauberes Restaurant. Beim Erfragen des Preises verwechselte ich jedoch tallatin mit tallata. Und nahm an das Essen würde nur \pounds E 3 kosten. ein nicht unüblicher Preis. Als jedoch die ganzen Speisen aufgetischt wurden, wurde mir langsam klar, dass es auf jeden Fall mehr als \pounds E 3 kosten würde. So bezahlte blieb mir am Ende nichts weiter übrig als den ausgemachten Preis zu zahlen, obwohl er ungefähr 3 Mal so hoch war wie für einen Ägypter.<p style='clear:both;'/>Abends waren die Straßen wieder viel belebter und viel mehr Geschäfte geöffnet. Schon wenige Meter nach dem ich das Hotel verlassen hatte, bemerkte ich dass mich jemand verfolgt. Dieser stellte sich auch kurz später vor: Rattan von der Polizei war in Zivil beauftragt mein Leib und Leben, im ach so gefährlichen Kharga, zu schützen. Doch da ich mich heute schon genug geärgert hatte, versuchte ich nicht ihn abzuschütteln sondern spielte mit ihm einige Runden Domino. Er war gut! Später kam noch ein Freund vorbei, gegen den ich im Domino auch mal eine Chance hatte. Wir verstanden uns gut.]]></description>
					<author><![CDATA[derAaron]]></author>
					<category><![CDATA[Al Kharijah, Egypt]]></category>
					<pubDate>Thu, 07 May 2009 00:00:00 GMT</pubDate> 
					<link>http://www.blogabond.com/TripView.aspx?tripID=6710</link>
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				<item>
					<title><![CDATA[Tag 10]]></title>
					<description><![CDATA[Sehr langsam und ruhig ließ ich den letzten Tag angehen. Denn dank Wetterbericht war ich des Rückenwindes gewiss. Erst halb 10 startete ich mit einem Schub, den man sich nicht als Gegenwind wünschen würde. Nicht mal als Seitenwind! Der Himmel war wieder bedeckt und die Luft schmeckte wieder nach Sand. Es war ein ähnlicher Sturm, wie an dem Tag, an dem ich mit dem LKW mitgefahren war.<p style='clear:both;'/>Mit unglaublichen 30 bis 40km/h fegte ich über den Großteil der Strecke. Die Kilometerschilder nach Baris, die alle 5 Kilometer aufgestellt sind, zählten in einem unglaublich schnellen Takt nach unten. Ein echter Countdown. Ich hatte fast das Gefühl in dem Sand mit zu schweben, der in Bodennähe wie Wasser über die Straße floss. Nur als ich anhielt spürte ich, wie unangenehm dieser Wind auch sein kann. Vor allem wenn der Sand wie hunderte kleine Nadelstiche auf meine Waden einhagelte.<p style='clear:both;'/>Dort wo die Straße nach Luxor abgeht, wurde ich wieder von den Polizisten am Checkpoint angehalten und, zum letzten Mal auf dem Rad, nach Nationalität, Ziel und Hotel befragt. Wie immer nannte ich als Hotel ,,Oasis Hotel``, doch die Poizisten wussten, dass es kein solches in Baris gibt. Also ließ ich mir ein anderes vorschlagen. Meine Telefonnummer wollten sie auch, aber ich hab ja kein Handy ;).<p style='clear:both;'/>Kurz später tauchte am, vom Sand dunstigen Horizont wieder Grün auf und ich war endlich da! Gleich am Ortseingang befand sich ein Hotel das ich nach dem Preis befragte. Da ich aber gern etwas näher am Zentrum ,,wohne`` vertröstete ich den Inhaber und fuhr noch weiter. Allerdings stellte sich die, in meiner Karte fett eingetragene, Zielstadt als kleines verlassenes Wüstennest heraus. In dem es keinen Grund gab noch länger zu bleiben. Fast alle Geschäfte hatten wegen des Freitags geschossen und ein weiteres Hotel fand ich auch nicht.<p style='clear:both;'/>So beschloss ich erstmal bei einem Tee meine Weiterfahrt, ohne Fahrrad, nach Luxor zu planen. Dabei erfuhr ich, dass ich höchstens für \Eur{30} bis \Eur{50} mit einem Taxi dorthin kommen könnte. Busse gibt es nicht direkt.<p style='clear:both;'/>Die günstigere Alternative sei mit einem Minibus nach Kharga zu fahren und von dort einen Bus nach Luxor zu nehmen. Das dauert eben nur länger und da ich mehr Zeit als Geld habe, entschied ich mich für diese Variante.<p style='clear:both;'/>Eine Stunde später kam auch der besagte Minibus und wir luden mein Fahrrad und Gepäck aufs Dach. Kurz vor der Abfahrt, als ich schon im Wagen saß, kam ein Junge ans Fenster und bettelte nach einem Stift. Asl der Bus losfuhr und ich ihm bereits zu verstehen gegeben hatte, dass er von mir nichts bekommt, griff er nach meiner Armbanduhr, konnte aber nichts ausrichten.<p style='clear:both;'/>Daraufhin gings gegen den Wind zurück nach Kharga. Dort erguhr ich allerdings, dass ich wiederum nur mit einem Taxi direkt nach Luxor käme, weshalb ich mich dann für Plan C entschied: Den Bus nach Asyut nehmen, was viel weiter Nilabwärts liegt, und von dort mit Zug oder Bus nach Luxor. Das ist alles noch viel preiswerter als 330km Taxi fahren. Zeitlich ist es auch kein Problem, da ich ohnehin erst morgen nach Luxor aufbrechen wollte. Doch zunächst werde ich noch eine Nacht in Kharga im gleichen Hotel wie gestern verbringen.<p style='clear:both;'/>Der Mann an der Rezeption wunderte sich zwar sehr mich wiederzusehen und mir kommt es auch total komisch vor, wieder hier zu sein, aber es ist die beste Lösung um nicht irgendwann im Dunkeln in Luxor zu stehen.<p style='clear:both;'/>Ich nahm wieder das gleiche Zimmer und stellte fest, dass das Wasser, wie bereits am Morgen, immer noch nicht ging. Der Mülleimer war nicht geleert und das Klo nicht gespült. War ja kein Wasser da. Nur das Bett war gemacht. Das Hotel ist also nicht wirklich empfehlenswert.<p style='clear:both;'/>Doch nun musste ich ja mal wieder duschen. Also sagte ich an der Rezeption wegen des Wassers bescheid, woraufhin der Mann aufs Dach kletterte und versuchte etwas zu bewirken. Half aber nichts. Die Lösung des Problem war schließlich, dass ich ein Zimmer in der dritten, statt vierten Etage bezog.<p style='clear:both;'/>In meinem Reiseführer stand zwar, dass es nicht besonders sauber sei und dass nur die oberste Etage Ausländern angeboten würde, aber nun wusste ich auch warum das so war: Das Zimmer war einfach noch einen Tick dreckiger. Da lagen noch Zigarettenkippen auf dem Boden und im Abfluss des Bades noch ein benutztes Kondom. WÜRG! Zum Glück bin ich hier nur zum Übernachten. Außerdem ist es mit \pounds E 25 (ca. \Eur{3,50}) dafür wenigstens billig.<p style='clear:both;'/>Damit morgen alles klappt, wollte ich mir schon mal das Busticket am Busbahnhof besorgen. Auf dem Weg irrte ich wieder mal, verschiedenen Wegbescheibungen folgend, kilometerweit  durch die Stadt. Erst ein Dattelverkäufer konnte mir wirklich helfen, indem er kurzer Hand seinen offenen Laden unbehelligt ließ und mich auf seinem Moped zum Busbahnhof fuhr. Ohne Helm versteht sich. Man kann hier manchmal richtige Überaschungen erleben!<p style='clear:both;'/>Als das Ticket gekauft war, gings zum Barbier um endlich die Wolle am Kinn loszuwerden, die seit Beginn der Reise die Tage zählte. Fachmännisch wurde mein Kinn glatt wie ein Babypopo und die Ohren und Augenbrauen mit Zwirn bezupft. Nur der typisch ägyptische Oberlippenbart blieb zum Spaß. Damit fällt man hier gar nicht auf! den Abend verbrachte ich wieder bei Shisha und Domino. Diesmal hab ich sogar ganz wacker geschlagen. Es ist ein echtes Strategiespiel!]]></description>
					<author><![CDATA[derAaron]]></author>
					<category><![CDATA[Baris, Egypt]]></category>
					<pubDate>Fri, 08 May 2009 00:00:00 GMT</pubDate> 
					<link>http://www.blogabond.com/TripView.aspx?tripID=6710</link>
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				</item>
			
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					<title><![CDATA[Tag 8]]></title>
					<description><![CDATA[Der Tag begann schon mal super: Gerade als ich aufsatteln wollte, stellte ich einen Platten am Vorderrad fest. Also musste ich schnell noch den Schlauch wechseln und, was daran am meisten nervt, aufpumpen. Doch es war wirklich an der Zeit mal wieder weiter zu fahren, denn inzwischen erkannten mich die Leute auf der Straße und riefen mich ,,Haroun!``. Da ich hier oft nach meinem Namen gefragt werde, sage ich immer die arabische Variante statt ,,Aaron`` da diese leichter verständlich ist.<p style='clear:both;'/>Danach ging's, begleitet  von einem Lüftchen aus 10 Uhr Richtung, durch einige weitere Dörfer der Oase und an Feldern entlang wieder in die Wüste. Glücklicherweise änderte der Straßenverlauf die Windrichtung in Rückenwind, da dieser bereits eine ordentliche Briese geworden war.<p style='clear:both;'/>Die Landschaft in der Wüste war einmalig! Wie große Maulwurfshügel ragten aus der Geröllebene, spitze Felsen empor. Dazwischen hindurch schlängelte sich meine Straße.<p style='clear:both;'/>Irgendwann später unterwegs stellte ich fest, dass ich mir zwar die Beine mit Sonnencreme bestrichen hatte, diese aber nicht verrieben hatte, so dass die Oberschenkel schon ganz schön rot waren. Zum Glück verbarg sich wenig später die Sonne für den Rest des Tages hinter Wolken.<p style='clear:both;'/>Ungewöhnlich früh erreichte ich die 100km Marke, an der ich eigentlich die 190km Strecke nach Kharga unterbrechen wollte um zu übernachten. Da ich aber noch den ganzen Nachmittag zum Radeln Zeit hatte, fuhr ich noch etwas weiter. Zwar nicht mit Rücken- sondern mit Seitenwind, aber so verkürzt sich die Strecke für morgen. Die restliche Zeit kann ich ja mir die Sehenswürdigkeiten anschauen.<p style='clear:both;'/>Als ich schon nach einem geeigneten Platz für mein Nachtlager Ausschau hielt, wurde plötzlich die Straße zur Baustelle und der Belag zu Schotter. Wäre das nicht schon genug gewesen, tauchte auch noch ein Polizeiauto hinter mir auf und bat mir an mich mitzunehmen. Die ganze Schotterstrecke lang wichen sie mir nicht von der Seite. So war es natürlich unmöglich irgendwo ein ruhiges Plätzchen zu beziehen. Das wäre der Polizei viel zu unsicher. Die wollten ja schon 100km vor Kharga am Checkpoint wissen, welches Hotel ich nehme.<p style='clear:both;'/>Zum Glück ließen sie mich am Ende der Baustelle wieder allein. Daraufhin fand ich einen guten Platz hinter einem Hügel an der Straße. Direkt hinter dem Zelt geht ein Bahngleis vorbei, dass zu einer Mine führt. Es sieht aber unbenutzt aus.<br>]]></description>
					<author><![CDATA[derAaron]]></author>
					<category><![CDATA[Al Kharijah, Egypt]]></category>
					<pubDate>Wed, 06 May 2009 00:00:00 GMT</pubDate> 
					<link>http://www.blogabond.com/TripView.aspx?tripID=6710</link>
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					<title><![CDATA[Dakhla 2]]></title>
					<description><![CDATA[Nach der langen Nacht schlief ich genüßlich aus, frühstückte vor meinem Bungalow mit einer Tasse selbstgemachtem Nescafé und einer halben Melone.<p style='clear:both;'/>Wenig später kam ein anderer Gast vorbei, der schon von mir und dem Fahrrad gehört hatte. Maik ist deutscher Backpacker und auf einem Nahosttripp. Wir unterhielten uns ein Wenig, ich gab im Tipps für seine Besichtigungen und ließ den Tag, nein Mittag inzwischen, ruhig im Hotel angehen. Besorgte ein Paar Postkarten, Marken und so einige andere Dinge.<p style='clear:both;'/>Gegen 2 brach ich auf das Museum zu erkunden, welches ich auf einer Karte vermerkt fand. Leider war niemand dort. Der Hotelbesitzer, der neben an ein Hotel betreibt, sagte das Museum würde um 5 öffnen. Unterdessen schaute ich mir die Altstadt von Mut an, die sich in einem ähnlichen Zustand wie die von Qalamun befand.<p style='clear:both;'/>Nach 5 machte ich mich auf den Weg zum Museum, erfuhr aber schon auf dem Weg, dass es definitiv nicht geöffnet hätte. Islam, der mir dies mitteilte rief daraufhin Mr. Ibrahim, den Museumsleiter, an um zu erfragen, wann er vom Feld zurück sei: Gegen 8.<p style='clear:both;'/>Inzwischen trudelte Maik von seiner Tour wieder ein und kam um 8 mit ins Museum. Dort waren viele Dinge des täglichen Gebrauchs für das traditionelle leben in der Oase ausgestellt. Dies fokussiert sich vor allem auf Landwirtschaft. Alles war sehr hübsch hergerichtet.<p style='clear:both;'/>Danach wartete ich mit Maik in einem Café auf den Bus, mit dem er in der Nacht nach Assyut fuhr. Anschließend spielte ich noch ne Runde Domino mit einem Lehrer, der mich ganz schön alt aussehen ließ.]]></description>
					<author><![CDATA[derAaron]]></author>
					<category><![CDATA[Mut, Egypt]]></category>
					<pubDate>Tue, 05 May 2009 00:00:00 GMT</pubDate> 
					<link>http://www.blogabond.com/TripView.aspx?tripID=6710</link>
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					<title><![CDATA[Dakhla 1]]></title>
					<description><![CDATA[Sehr gemächlich ging ich den heutigen Tag mit dem Hotelfrühstück im Freien an. Danach fuhr ich mit dem Minibus, den üblichen öffentlichen Verkehrsmittel, nach Qalamun. Inklusive Kindern und Fahrern waren wir 20 Leute! Mein Hotelier empfahl mir dort die Altstadt und den alten Friedhof anzuschauen.<p style='clear:both;'/>In der Tat ist beides sehr sehenswert. Zunächst machte ich einen Spaziergang über den Friedhof. Dieser besteht aus zig Gräbern  aus Lehmziegeln bis hin zu richtigen Gruften. Da er am Rand des Dorfes liegt, wird er zunehmend vom Sand eingenommen, so dass einige Gräber schon teilweise bis ganz vom Sand verschluckt sind. Auch die Errosion hat einige Bauten schon teilweise zerstört. Dadurch beherbergten sie schon Kubikmeter des Sandes. Von einer Gruft schaute sogar nur noch das Dach aus dem Sand.<p style='clear:both;'/>Einen großen Scheck bekam ich als ich in das Loch im Dach eines, schon fast ganz vom Sand verschluckten, Grabes schaute: Da lagen drei Menschenschädel einfach so herum. Da wurde mir auch gleich klar, dass die anderen Knochen die ganz in der Nähe im Sand lagen, keineswegs Tierknochen sind.Doch was hatte ich erwartet? Ist das nicht ein Friedhof? Nur gewöhnlich ist einem so ein Anblick fürs Museum vorbehalten. Krass!<p style='clear:both;'/>Ebenso eindrucksvoll war mein Rundgang durch die Altstadt, in der es aussah, wie ich mir Dresden 1945 nach dem Bombardement. Die meisten Lehmhäuser sind eingestürzt und nur noch meterhohe Mauern übrig. Ab und zu war zwar noch ein intaktes, bewohntes Haus dazwischen, doch die allermeisten Bewohner wohnen in neuen Häuser, die rings herum um das Trümmerfeld errichtet sind. Dennoch prägen die Ruinen auf der Spitze des Hügels das Stadtbild.<p style='clear:both;'/>Auf dem Rückweg wollte ich die ,,Magic Spring``, eine Quelle in der Wüste, besuchen. Das versuchte ich dem Minibusfahrer auch so gut wie möglich zu erklären, aber da ich nicht genau wusste, wo er mich absetzen müsste und auch kein Schild am Straßenrand einen Hinweis lieferte, verpasste ich die Stelle und fuhr zunächst mit zurück nach Mut. Da es nur eine Strecke von ca. 15km war und die Fahrt nur ein Pfund (ca. 14 ct) kostete, machte ich mich nach einer Verschnaufpause in Mut, gleich nochmal auf den Weg mit einem Minibus. Lustigerweise erwischte ich wieder genau den gleichen Minibus, mit dem ich das letzte Mal hinzu gefahren war. Das verwunderte den Fahrer. Da ich bei der Rückfahrt die Strecke genau beobachtet hatte, war ich nun sicher, an welcher Stelle er mich absetzen müsste und machte es ihm klar, als wir heran fuhren. Von dort war es nur noch ein längerer Fußmarsch über eine Düne bis zur Quelle.<p style='clear:both;'/>Diese übertraf meine Erwartungen. Mitten in einer Landschaft auf Wüste, Feldern und einem See, hatten dort zwei Deutsche ein kleines Restaurant an der Quelle errichtet. Ich interessierte mich jedoch nur fürs baden. Sofort stieg ich in diesen natürlichen Whirlpool. Vom Rand aus geht es ein paar Meter lang hüfttief in Richtung Mitte, bis ich plötzlich im Sand versank und durch einen starken Wasserstrom samt einiger Gasblasen nach oben gespült wurde. Viele viele Male wiederholte ich dieses fantastische Erlebnis im Treibsand und ließ mich durch die Gasblasen wie in einem richtigen Whirlpool treiben. Drei Stunden verbrachte ich im körperwarmen Wasser.<p style='clear:both;'/>Mit dabei war ein französisches Paar und ihre Guides, Fahrer etc., mit denen sie auf einer zweiwöchigen Oasentour per Geländewagen sind. Sie haben sogar ein zweites Auto mit Security dabei. Dafür kostete sie der Spaß aber auch 10 mal so viel wie mich am Tag. Sehr nett unterhielt ich mich mit dem Mann auf Englisch. Seine Frau sprach nur französisch, so dass er ihr übersetzte.<p style='clear:both;'/>Völlig verschrumpelt und mit orangen Füßen, vom eisenhaltigen Wasser, verließ ich gegen halb 5 die Quelle. Etwa zur gleichen Zeit brachen auch die Franzosen auf, weshalb sie mich mit bis zur Hauptstraße nahmen. Dort schlugen sie jedoch eine andere Richtung ein. Wenig später nahm mich ein Pickup auf der Ladefläche mit.Diese teilte ich mit 7 sehr gesprächigen Ägyptern, die mich unablässig ausfragten. Darunter auch ob ich nicht Whiskey für sie hätte. Alkohol ist nämlich in Ägypten sehr schwer zu bekommen, da Muslime keinen Trinken, Whiskey erst recht nicht.<p style='clear:both;'/>Da der Pickup aber nicht ganz in die Stadt Mut hinein fuhr, setzten sie mich am Stadtrand ab. Eigentlich war ich schon auf einen längeren Fußmarsch eingestellt, da kam ein Traktor um die Ecke, der mich kurzerhand mitnahm. Hasan, der Fahrer, fuhr mich sogar bis vor's Hotel, da es auf seiner Strecke lag. Was für ein Erlebnis! Im Hotel erkundete ich noch etwas das WLAN und verbrachte den Abend ähnlich wie den vorherigen.]]></description>
					<author><![CDATA[derAaron]]></author>
					<category><![CDATA[Mut, Egypt]]></category>
					<pubDate>Mon, 04 May 2009 00:00:00 GMT</pubDate> 
					<link>http://www.blogabond.com/TripView.aspx?tripID=6710</link>
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				<item>
					<title><![CDATA["Scheitern" bzw. "Sieg der Vernunft"]]></title>
					<description><![CDATA[Entgegen meiner Befürchtung, nicht schlafen zu können wurde der Fernseher schon um 10 ausgeschaltet und vom Freistitz nach drinnen geräumt. So konnte ich angenehm schlafen. Gegen drei Uhr erwachte ich und bemerkte, dass es komplett windstill war.Voller Vorfreude drehte ich mich nochmal auf die andere Seite und wurde um 5 vom Wecker geweckt.<p style='clear:both;'/>Im icht meiner Taschenlampe frühstückte ich und packte die ersten Sachen. Als es langsam hell wurde, baute ich das Zelt ab, verstaute alles und war mit Sonnenaufgang abfahrbeit. In absoluter Windstille genoss ich die ersten 40 Kilometer. Es war zwar diesig, aber nicht so bewölkt, wie Tags zuvor. Zunächst passierte ich ein großes Anbaugebiet mit modernster Bewässerung über eine riesige Sprühanllage, danach bestimmten endlose Sandflächen links, wie rechts das Bild. Einige Tauben und Wachteln bezwitscherten den Sonntagmorgen mitten im Nirgendwo.<p style='clear:both;'/>Doch ich musste mich 'ranhalten, der Wind würde bestimmt wieder aufkommen. An der Maserung des Sandes und den Verwehungen am Straßenrand ließ sich die Hauptwindrichtung ablesen und die verhieß nichts Gutes. Wenig später war es dann auch soweit. Binnen einiger Minuten zog ein stürmischer Gegenwind herauf und senkte rapide meine Durchschnittsgeschwindigkeit von 20km/h auf 7km/h. Da wurde jeder Kilometer 3 Mal länger und die psychische Belastung wurde enorm.<p style='clear:both;'/>Anfangs noch fest entschlossen, das duchzuziehen, denn genug Zeit hatte ich ja, brach mein Wille schon nach einer Stunde. Unter diesen Umständen, mit allen Pausen hätte ich es auch bis zum Abend nicht schaffen können. Nun musste also nur noch ein passendes Auto her, das mich mitnehmen könnte. So wartete ich zunäst 45 Minuten im Sand sitzend und entschloss mich dann erstmal weiter zu radeln, bis was im Rückspiegel auftauchen würde. Doch das das dauerte noch eine weitere Stunde. Es waren zwei leere LKW mit Anhänger, von denen mich einer einlud.<p style='clear:both;'/>Machmud und Said waren meine Fahrer, die mich aus dieser Hölle erlösten. Wie warm es wirklich war, merkte ich erst in der Fahrerkabine ihres Mercedes Benz, als durchs offene Fenster die Fönwarme Luft hinein stieß. Es war als schaute man in eine geöffnete Backröhre. Der Truck war sehr gut in Schluß bis auf dass der Tacho nicht mehr ging. Draußen änderte sich kaum etwas, nur dass der Wind nun schon so viel Sand auf die Straße geweht hatte, dass wir über die Minidüne wie über einen Straßenhügel zur Verkehrsberuhigung gefahren sein. Nach 150km waren wir dann in Mut in der Dakhlaoase.Dort suchte ich sofort  das Hote auf, das mir Uwe empfohlen hatte.<p style='clear:both;'/>Es hat sehr schöne saubere Räume und nettes Personal. Am Eingang sitzen zwei von der Tourismuspolizei. Auf deren Begleitung ich bei der Anmeldung schriftlich verzichten musste.<p style='clear:both;'/>Nachmittags verließ ich das Hotel nur für einen kleinen Spaziergang und blieb ansonsten bis zum Abend in meinem Zimmer, da es so heiß war. Abends fand ich noch einen Falaffelladen, spielte mit Einheimischen Domino und lernte so ne ganze Menge Leute kennen.]]></description>
					<author><![CDATA[derAaron]]></author>
					<category><![CDATA[Mut, Egypt]]></category>
					<pubDate>Sun, 03 May 2009 00:00:00 GMT</pubDate> 
					<link>http://www.blogabond.com/TripView.aspx?tripID=6710</link>
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				</item>
			
				<item>
					<title><![CDATA[Tag 6]]></title>
					<description><![CDATA[Die ersten 40 Kilometer führten mich durch eine wunderschöne Landschaft im Wechsel zwischen Ödland, Dörfern und saftig grünen Feldern. Überall wurde ich aufs freundlichste begrüßt und mein Gruß lächelnd erwidert. Es war ein Genuß!<br>Als die Oase endete ging es wieder ins gewohnte karge Gelb/Grau, doch eins war diesmal anders: Die Sonne verbrag sich den ganzen Tag hinter einer dicken Wolkendecke, was mir das Radeln sehr erleichterte - Zumindest bis starker Wind ufzog und die Straße nach links in den Wind abbog.<p style='clear:both;'/>Bei 10km/h kämpfte ich gegen den Sturm aus 10 Uhr. Immer weniger Autos passierten mich, so dass ich bis zu einer halben Stunde ganz allein war in diesem Kampf. Doch dann kam eine Landrover mit ein paar Weißnasen aus der Gegenrichtung, hielt plötzlich und ich dachte schon sie wollte mich fragen, ab ich z. B. Wasser gebrauchen könnte, doch nein: Ohne Kommentar setzten sie zurück hielten ein paar Meter vor mir und lauerten mir mit einer Kamera auf. Hätte ich nicht noch albern gewunken und ,,Hallo`` gerufen, wären sie wohl auch Kommentarlos wieder weitergefahren.<p style='clear:both;'/>Als eine der überdachten Raststätten in Sicht kam, hielt ich für eine ausgiebige Mittagspause in der ich ein Nickerchen im Windschatten der Bank machte. Wieder erwacht stellte ich enttäuscht fest, dass der Wind keineswegs nachgelassen oder die Richtung geändert hatte, so dass ich mit gleicher Qual weiter treten musste. Erst eine Rechtskurve erlöste mich von dem Leid.<p style='clear:both;'/>Durch felsige Wüstenlandschaft ging es hügelig bergauf bis auf 300m und danach direkt wieder runter auf 150. Doch diesmal hatte ih den Wind im Rücken und rollte schnell die letzten Kilometer bis zur nächsten Oase. Fast angekommen, bemerkte ich Luftverlust am Vorderrad und musste 3km vor dem Ziel nochmal den Schlauch wechseln.<p style='clear:both;'/>In der Oase fragte ich am Checkpoint nach einem Hotel und durfte weil's keins gab neben einer kleinen Bar zelten, an der die Reisebusse auf Durchreise anhalten. Da man ja im Bus schlecht beten kann, gibt's auch einen großen Teppich hier, der als Freiluftmoschee dient. Abends stellt e leider der Besitzer noch einen Fernseher draußen auf, was mir wohl eine Herausforderung beim einschlafen sein wird.<br>]]></description>
					<author><![CDATA[derAaron]]></author>
					<category><![CDATA[Mut, Egypt]]></category>
					<pubDate>Sat, 02 May 2009 00:00:00 GMT</pubDate> 
					<link>http://www.blogabond.com/TripView.aspx?tripID=6710</link>
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				</item>
			
				<item>
					<title><![CDATA[Tag 5]]></title>
					<description><![CDATA[Tatsächlich pochten mitten in der Nacht Regentropfen auf das nackte Dach meines Innenzeltes. Schreckhaft sprang ich auf und spannte das Überzelt drüber. Doch kaum war das Überzelt drauf, war die ,,Sensation`` auch schon vorbei. Hoch geschätzt waren es vielleicht 100 Tropfen auf das ganze Zelt. Doch immerhin waren die Spuren noch auf dem Ledersattel am nächsten Morgen sichtbar.<p style='clear:both;'/>Der Weg zurück zur Straße war nicht so einfach zu finden, da mit Weg hier eine festgefahrene Autospur gemeint ist. Leider fand ich die, die ich gestern benutzt hatte nicht mehr, so dass ich eine andere Spur nehmen musste. Diese war aber deutlich sandiger -- und damit beschwerlicher als der Hinweg.<p style='clear:both;'/>Der Wind unterstützte mich heute nicht so sehr wie gestern, sondern machte mir eher noch von der Seite her das Leben schwer. Manchmal blieb er auch ganz aus, oder drehte spontan. Eine ähnliche Überraschung kam mir auch schon auf den ersten Kilometern entgegen: Uwe, Norweger aus der Schweiz, tauchte plötzlich aus der Gegenrichtung auf und wir hielten beide auf ein Schwätzchen. Er war vor einem Jahr in Zürich losgefahren und über Osteuropa und den Nahen Osten hierher gekommen. In nächster Zeit wird er auch wieder Richtung Heimat rollen. Wir tauschten Übernachtungstipps und andere Hinweise aus und sprachen von unseren Reisen.<p style='clear:both;'/>Er hatte ebenfalls in der Weißen Wüste übernachtet und konnte meine Beobachtung bestätigen: ,,Es fielen ca. 5 Tropfen.`` Ich habe es also wirklich erlebt: Regen in der Wüste!<p style='clear:both;'/>Der restliche Weg nach Farafra war sehr sehr warm und durch den fehlenden Rückenwind sehr anstrengend. Bei einem Mittagspäuschen an einer Raststätte im Schatten sammelte ich nochmal alle Kräfte um nach Farafra zu fahren.<p style='clear:both;'/>Am Ende der Weißen Wüste war wieder ein Checkpoint, wo ich wieder gefragt wurde, ob ich in der Wüste geschlafen hätte? Natürlich nicht! In Farafra sah ich die ersten Dromedare auf dieser Reise und fand ein sehr verschlafenes Wüstennest vor. Das lag zum einen an der Mittagszeit und daran, dass Freitag war, der heilige Tag der Muslime. Ungewöhnlich zeitig bezog ich ein Hotelzimmer und ließ bei Shisha und Tee an der Hauptstraße den Nachmittag vergehen. Danach machte ich noch ein paar Besorgungen für die nächsten drei Wüstentage.<br>]]></description>
					<author><![CDATA[derAaron]]></author>
					<category><![CDATA[Qasr al Farafirah, Egypt]]></category>
					<pubDate>Fri, 01 May 2009 00:00:00 GMT</pubDate> 
					<link>http://www.blogabond.com/TripView.aspx?tripID=6710</link>
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				<item>
					<title><![CDATA[Tag 4]]></title>
					<description><![CDATA[In der Nacht ging es mir nochmal richtig schlecht. Durchfall und Bauchkrämpfe wie auch schon in der Nacht zuvor. Meine Mutter und Tourärztin hatte mir dagegen ein Antbiotikum verordnet, das ich dabei hatte. Doch von der Wirkung war noch nichts zu spüren.<p style='clear:both;'/>Am heutigen Morgen fragte ich mich dann ernsthaft, ob ich schon bereit sei, weiter zu radeln unter diesen Umständen. Mit einer knappen Mehrheit entschieden sich meine grauen Zellen dann aber doch die nächste Strecke in Angriff zu nehmen.<p style='clear:both;'/>Die ersten Kilometer fuhr ich durch das langsam erwachende Bawiti. Unachtsam und mit offener Lenkertasche fuhr ich über eine Bodenwelle, wie es sie häufig zur Verkehrsberuhigung in Ägypten gibt, und dabei hüpfe mir die Videokamer aus der Tasche auf die Straße. Verdammt! Eingepackt war sie nämlich nur in einer Socke. Doch zum Glück funktioniere noch alles wie gewohnt.<p style='clear:both;'/>Der starke Rückenwind schob mich fast von selbst durch die schwarze Wüste. Dort stehen riesige Felsen, die mit schwarzem Geröll bedeckt sind. Ganz anderes als an den Tagen zuvor gab es mal wieder richtig was zu sehen.<p style='clear:both;'/>An einer Raststätte zwischen Schwarzer und Weißer Wüste legte ich mich zur Mittagszeit eine Stunde auf die Bank um mich in ihrem Winschatten zu entspannen, denn der Wind bließ inzwischen noch stärker. Ein paar Hügel später war ich dann endlich am Eingang zum Nationalpark Weiße Wüste. Der Polizist am Checkpoint fragte mich nach der Nationalität und ob ich in der Wüste schlafen würde oder nach Farafra weiterfahren würde, was die nächste Oase ist. Um Schwierigkeiten zu entgehen, sagte ich sicherheitshalber, dass ich nach Farafra fahre.<p style='clear:both;'/>Nachdem ich die ersten Felsen der Weißen Wüste gesehen hatte, wollte ich auch wirklich nicht dort übernachten, denn die Wüste war dort alles andere als spektakulär. Ein paar Felsen rechts und links, und das war's. daraufhin freundete ich mich mit dem Gedanken an, mich wieder irgendwo bei der Ambulanz oder Ähnlichem einzuquartieren. Erst ca. 25km später entdeckte ich die eigentliche Weiße Wüste: Bizarre riesige Felsen aus Muschelkalk - eine monumentale Landschaft.<p style='clear:both;'/>Um einen schönen Zeltplatz zu finden musste ich aber noch 1-2km über Piste bis zum ersten Felsen fahren. Kaum war ich dort angekommen, kamen mir die Holländer entgegen, die mir vor 3 Tagen eine Sonnencreme spendiert hatten. Sie berichteten mir sogar, dass sie mich noch weitere 2 Male auf der Straße gesehen hätten.<p style='clear:both;'/>Ich verzichtete aber darauf, mit bei ihnen zu Campen, da ich schon jetzt verdammt weit von der Straße weg war und der ganze Weg ja morgen von neuem zu bewältigen ist.<p style='clear:both;'/>In einer relativ Windstillen Ecke stellte ich mein Zelt auf kochte mir Nudeln mit Thunfisch und beobachtete, wie sich Regenwolken am Himmel bildeten. Sollte es noch regnen, was eine Sensation wäre, müsste ich noch das Überzelt aufbauen.<br>]]></description>
					<author><![CDATA[derAaron]]></author>
					<category><![CDATA[Qasr al Farafirah, Egypt]]></category>
					<pubDate>Thu, 30 Apr 2009 00:00:00 GMT</pubDate> 
					<link>http://www.blogabond.com/TripView.aspx?tripID=6710</link>
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				<item>
					<title><![CDATA[Bawiti]]></title>
					<description><![CDATA[Eigentlich wollte ich ja ausschlafen, doch unerwartet wachte ich zur gewohnten Zeit, gegen 7 Uhr, auf. Sogleich bemerkte ich auch einen fatalen Fehler, den ich wohl gestern schon gemacht hatte, als ich zum kochen kein gefiltertes Wasser, sondern warmes Wasser aus der Leitung nahm. Bauchschmerzen und Durchfall waren das Resultat. Mit Medikamenten behalf ich mir so gut es ging, schließlich hatte ich ja noch was vor.<p style='clear:both;'/>Nach einem sehr ruhigen Vormittag, machte ich mich gegen 12 Uhr auf um Bawiti zu erkunden, verschiedene Dinge einzukaufen und die goldenen Mumien zu besuchen.<p style='clear:both;'/>Die außergewöhnlich große Hitze überraschte mich, schließlich war ich ja auch zu gleichen Tageszeit auch schon unterwegs gewesen. Aber so erdrückend hatte ich sie bisher noch nicht empfunden, vielleicht hat das auch was mit der geringen Höhe hier zu tun.<p style='clear:both;'/>Im Touristenbüro erklärte mir ein Angestellter den Weg zum Museum und zu den Gräbern, in denen man die Mumien gefunden hatte. Doch zunächst besorgte ich mir neues Klopapier, Guthaben fürs Handy und etwas Gemüse fürs Abendessen. Dabei half mir das arabisch, dass ich von einer libanesischen Freundin und Massimo in Kairo gelernt hatte, sogut dass ich ohne Kommunikationsprobleme alles bestellen, verhandeln oder bezahlen konnte. Vielleicht war das auch der Grund dafür, dass heute viel seltener ,,Touristenpreise`` von mir verlangt wurden.<p style='clear:both;'/>Was das Internet betraf, hatte ich Glück, denn das Internetcafé hatte gerade vor zwei Tagen DSL bekommen. Nachdem ich eine Stunde verschiedene Dinge erledigt hatte, fragte mich der Besitzer des Ladens, wo er online Filme, die noch im Kino laufen, im Internet gucken könne. Und da es für ihn zum nächsten Kino 368 Kilometer sind, hatte ich auch kein schlechtes Gewissen ihm dabei zu helfen.<p style='clear:both;'/>Inzwischen waren draußen Wolken aufgezogen und die Hitze erträglicher. Im Museum schaute ich mir die ca.10 Mumien an, durfte aber leider nicht filmen. Das Museum funktionierte etwas anders, als Museen normalerweise funktionieren. Man zahlte nicht Eintritt und ging hinein, sondern ich kaufte ein Ticket im Tickethäuschen und musste dann damit zum Museum gehen, das eher einer Lagerhalle glich. Dort führte mich ein Angestellter in die Halle mit den Mumien, die er erstmal aufschließen musste. Da fühlte ich mich ein wenig als würde mir etwas streng Geheimes gezeigt.<p style='clear:both;'/>Auf arabisch versuchte er mir zu jeder Mumie etwas zu erklären, aber dafür waren meine Kenntnisse noch zu rudimentär. Nichtsdestotrotz waren die goldenen Mumien sehr eindrucksvoll. Auf ihre Köpfe und Oberkörper sind mit Gips oder ähnlichem die Gesichter und Konturen der Verstorbenen modelliert, vergoldet und reich verziert.<p style='clear:both;'/>Direkt im Anschluss radelte ich zu den Gräber wo diese Mumien 1937 gefunden wurden. Der Wächter der dort die Tickets, normalerweise entwertet, schlief aber felsenfest. Auch lautes Ansprechen auf Arabisch, Englisch und Deutsch half nicht weiter, als dass er sich mal auf die andere Seite drehte. An ihm rütteln wollte ich aber auch nicht. So dass ich seine mentale Abwesenheit als Einwilligung nahm, die Gräber auf eigene Faust zu erkunden und dabei natürlich auch zu filmen.<p style='clear:both;'/>Vorsichtig wie Indiana Jones betrat ich die Gruft und musste erstmal den Lichtschalter suchen. Sehr eindrucksvoll ist die Ausmalung der Hauptkammer, von der mehrere Grabkammer abgehen - quasi der Flur. Das zweite Grab war deutlich schlichter verziert.<p style='clear:both;'/>Draußen, als ich mein Fahrrad schon wieder abgeschlossen hatte kam plötzlich an Angestellter des Museums, aber nicht der der schlief, auf mich zu um das Ticket zu sehen und mir die Gräber zu zeigen. Um Ungereimtheiten vorzubeugen ging ich also nochmals mit und ließ mir von ihm die Malereien erklären. Filmen hätte 1000 Pfund (ca. 150 Euro) oder Bagschisch gekostet. Als er die Führung beendet hatte durfte ich aber trotzdem noch ein paar Einstellungen drehen.<p style='clear:both;'/>Inzwischen war es der Luft in meinem Vorderrad zu warm geworden, so dass sie sich mit einem Knall verabschiedet hatte. Ein alter Ficken, hatte dem Druck nicht mehr standgehalten, wie ich abends herausfand. Also schob ich zurück, kaufte die letzten Dinge ein, flickte und besuchte nochmal die Bar von gestern.<br>]]></description>
					<author><![CDATA[derAaron]]></author>
					<category><![CDATA[Al Qasr, Egypt]]></category>
					<pubDate>Wed, 29 Apr 2009 00:00:00 GMT</pubDate> 
					<link>http://www.blogabond.com/TripView.aspx?tripID=6710</link>
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					<title><![CDATA[Tag 3]]></title>
					<description><![CDATA[Mit groكem Druck im Verdauungstrakt erwachte ich. Ungewiss, ob ich es noch lange aushalten würde, schnappte ich mir meine Klopapierrolle und suchte mir ein nettes Plنtzchen, wنhrend bei den Achmeds noch alles ruhig war. Anschlieكend versorgte ich mich mit ein paar Tabletten gegen der Durchfall und meinem Frühstück. Wنhrend ich meine Sachen zusammenpackte kamen die beiden langsam in die Gنnge. Zum Abschied gab mir Achmed, der Soldat, noch eine Gurke mit auf den Weg.<p style='clear:both;'/>Dank Rückenwind rollte ich die ersten Kilometer fest ganz von allein. Es waren sogar über lنngere Zeit auch mehr als 30 km/h drin. Nach ein bis zwei Stunden stand ich an der ersten landschaftlichen Verنnderung seit Kairo: Die Straكe schlنngelte sich durch ein Tal mit beeindruckenden Felsformationen. Rechts und links Sand und ab und zu ein Fels, würdig in einer Marlboro-Werbung mitzuspielen.<p style='clear:both;'/>Der Nachteil dieser schِnen Landschaft war allerdings, dass ich gelegentlich auch mal gegen den Wind fahren musste und es zunehmend hügeliger wurde. Um mich von diesen Strapazen zu erholen, machte ich Halt an einer Art Raststنtte. Fast so wie die Autobahnparkplنtze in Deutschland. Eine kleine Ausfahrt und eine Bank mit groكem Dach und jeder Menge Müll. Aber der Schatten war mir wichtiger als ein sauberes Ambiente.<p style='clear:both;'/>An ebendieser Raststنtte hatten es sich auch schon ein paar Straكenarbeiter gemütlich gemacht, die dort einen Seitenstreifen an die Straكe dran asphaltierten. Sie luden mich zum Tee ein und wir kamen ins Gesprنch. Die Gesprنche mit den ؤgyptern, die ich so auf dem Weg treffe, werden immer einfacher verstنndlich für mich, da sie alle die gleichen Dinge wissen wollen: Herkunftsland, Ziel, Handynummer, ob ich allein radle, ob ich verheiratet bin und wenn sie die Kamera oder das Handy gesehen haben, was diese gekostet haben. Gerade bei den Fragen nach dem Wert der einzenen Ausrüstungsgegenstنnde, drukse ich lieber herum und tue so als würde ich nicht verstehen, was sie wissen wollen.<p style='clear:both;'/>Wenig spنter erreichte ich einen Polizeicheckpoint am Beginn einer mit saftig grünen Bنumen gesنumten Allee. Unglaublich war das Gefühl endlich wieder im Schatten zu radeln, die Frische zu spüren und meinen Kopf in, aus einem Rohr sprudelndes, Wasser zu halten. Doch wie ich kurz darauf feststellte, war das noch lange nicht die ersehnte Oase. Bis dahin musste ich noch 30 Kilometer Mondlandschaft mit Seitenwind bewنltigen.<p style='clear:both;'/>Sehr erschِpft erreichte ich die Bahariaoase. Da ich einen Tag weniger als eingeplant, bis hierher brauchte, werde ich morgen erst einmal pausieren, meine müden Knochen entspannen und das hiesige Museeum besuchen.<p style='clear:both;'/>Am Checkpoint des Ortseingangs bestenden zwei Leute von der Touristenpolizei darauf, mich zu einem Hotel zu bringen. Da ich aber keins gebuchte hatte, bat ich sie mich zu einem günstigen zu bringen. So hatte ich das auch schon bei meiner letzten Radreise in ؤgypten gemacht - da spart man sich den Reiseführer.<p style='clear:both;'/>Nach dem Abendessen ging ich nochmal an die Hauptstraكe in eine kleine Bar um eine Shisha zu rauchen. Auf arabisch erkundigte ich mich nach dem Preis, der von der Dame, die bediente erstmal beim Familienoberhaupt nachgefragt wurde. Wie ich erwarte, war der gleich bei 300\% des ـblichen. Mit etwas Verhandlungsgeschick bekam ich aber dann doch die Pfeife für ein Pfund. Auch beim einkaufen hatte ich schon bemerkt, dass die Preise für Lebensmittel hier wieder von der Herkunft des Kنufers abhingen. Trotzdem war die Familie, die die Bar betrieb, und gerade auch der einzige Gast war, sehr freundlich. Sie zeigten mir wie man Domino spielt und ich konnte ein paar Runden mitspielen.<br>]]></description>
					<author><![CDATA[derAaron]]></author>
					<category><![CDATA[Al Qasr, Egypt]]></category>
					<pubDate>Tue, 28 Apr 2009 00:00:00 GMT</pubDate> 
					<link>http://www.blogabond.com/TripView.aspx?tripID=6710</link>
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					<title><![CDATA[Tag 2]]></title>
					<description><![CDATA[Gomer, einer der Sanitنter hatte mir die Kilometermarken für die nنchsten Krankenstationen in mein Heft geschrieben. So konnte ich nun ein bisschen besser mein Stopps und ـbernachtungen planen.<p style='clear:both;'/>Schon wenige Kilometer nach dem Start verfolgte mich wieder ein Rudel Hunde. Die ca. 7 Vierbeiner witterten mich sehr früh, wodurch mein Vorsprung gefنhrlich knapp wurde. Doch zum Glück kam, als ich die Straكe erreichte, mir ein LKW entgegen, der mir die Hunde vom Leib hupte und dabei sogar einen überfuhr - ich sah ihn noch fliegen. Ziemlich schockiert davon setzte ich meinen Weg durch den ,,riesigen Sandkasten`` fort.<p style='clear:both;'/>Wie mir Gomer verhergesagt hatte, erreichte ich die nنchste Krankenstation nach 47 Kilometern. Auch die Zweite war genau an der richtigen Kilometermarke. Dort gab es sogar einen kleinen Laden u. a. mit Datteln und Bohnen. Beides natürlich maكlos überteuert, denn die Konkurenz war 200km in jede Richtung entfernt.<p style='clear:both;'/>Nach einer Weile kam ein Bus mit Hollنndern an und wir kamen ins Gesprنch. Sie waren ebenfalls nach Bahariya unterwegs um dort in der Weiكen Wüste zu wandern. Da mein Sonnencreme dramatisch schnell zur Neige geht, fragte ich sie, ob sie eine Tube für mich übrig hنtten, denn zu kaufen gibt es die frühestens in Luxor wieder. Glücklicherweise überlieكen sie mir eine.<p style='clear:both;'/>Nach weiteren 40 Kilometern sollte die nنchste Krankenstation, welche ich als ـbernachtungsmِglichkeit in Betracht zog, kommen. Seit der letzten Hundebegegnung hab ich so schnell nicht mehr vor in der Wildnis zu zelten.<p style='clear:both;'/>Doch da hatte sich Gomer wohl vertan, denn an erwarteter Stelle war nichts als Sand. So blieb mir keine andere Wahl, als weiter zu radeln, bis ich was geeignetes finde. Weitere 20 Kilometer spنter war sie endlich da, die Krankenstation. Doch statt Erleichterung, machte sich Adrenalin in mir breit, da sofort wieder zwei Hunde angeklefft kamen.<p style='clear:both;'/>Diese lenkten aber auch die Aufmerksamkeit der Besitzer auf mich, welche mich herzlich aufnahmen. Bei Achmed und Achmed habe ich im Hof mein Zelt aufgeschlagen. Achmed, Soldat bei der نgyptischen Armee, lud mich auch gleich zum Tee ein. Auch Hühnchen boten sie mir zu essen an, doch ich lehnte dankend ab und zog meine Nudeln vor.<p style='clear:both;'/>]]></description>
					<author><![CDATA[derAaron]]></author>
					<category><![CDATA[Al Qasr, Egypt]]></category>
					<pubDate>Mon, 27 Apr 2009 00:00:00 GMT</pubDate> 
					<link>http://www.blogabond.com/TripView.aspx?tripID=6710</link>
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					<title><![CDATA[Tag 1]]></title>
					<description><![CDATA[Da gerade Sonntag war, begann mein erster Fahrradtag mit der heiligen Messe. Nichts desto trotz machte sich die Versuchung in mir breit, die Tour abzublasen - schlieكlich hatte ich noch nie eine Tour mit einer derartigen Herausforderung begonnen: 4 Tage bis zum ersten Ort. Dazu kamen Bequemlichkeit und die Angst vor der Langeweile in der eintِnigen Landschaft. <p style='clear:both;'/>Schlieكlich raffte ich mich aber doch auf, wie hنtte ich es auch zu Hause erklنren kِnnen. 9 Uhr 45 starte und quنlte mich zunنchst urch den Berufsverkehr von Cairo. Dazu kam, dass ich von einem Ende ans andere musste. 3 Mal verfuhr ich mich insgesamt, bemerkte dies aber rechtzeitig durch das GPS.<p style='clear:both;'/>ـber eine Hochstraكe kam ich auf die Hauptstraكe Gizehs, welche an en Pyramiden endete. Entgegen meiner Erwatung, nun in der Wüste zu sein, quنlte ich mich noch ca. 20 Kilometer in dichtem Verkehr bis endlich aus der Autobahn eine Landstraكe wurde und die Anzahl der Autos deutlich abnahm. Nun gab es endlich auch keine Betonneubauten mehr, sonder nur noch Sand.<p style='clear:both;'/>Ansonsten war der Tag aber mit einigen guten Begegnungen gesegnet. Als ich z. B. einen Bahnschrankenwنrter um Wasser bat, wurde ich direkt zu Tee eingeladen, stنndig grüكten mich die passierenden Autos und in der Krankenstation KM 88 durfte ich mein Zelt aufbauen. Hier ist es Wind- und Hundgeschützt. Gerade letztes ist wichtig, da ich heute schon ein Mal von 2 Zنhne fletschenden Kِtern verfolgt wurde. Bei 30 km/h konnte ich sie gerade so noch abhنngen - ich wage mir nicht auszumalen, was sonst passiert wنre.<p style='clear:both;'/>Diese Krankenstationen sind über die gesamte Strecke verteilt und somit eine gute Mِglichkeit Wasser oder Schlaf zu tanken. Das Wasser bekommen sie selbst per Zug mit riesigen Wagons. Doch trotzdem mِchte ich es lieber nicht riskieren, hier krank zu werden - von meinem Sonnenbrand mal abgesehen - , da der Krankenwagen erstmal angeschoben werden muss bevor er anspringt.<br>]]></description>
					<author><![CDATA[derAaron]]></author>
					<category><![CDATA[Al Qasr, Egypt]]></category>
					<pubDate>Sun, 26 Apr 2009 00:00:00 GMT</pubDate> 
					<link>http://www.blogabond.com/TripView.aspx?tripID=6710</link>
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					<title><![CDATA[Tag 0]]></title>
					<description><![CDATA[Der erste Tag in Kairo war sehr anstrengend aber schِn. Am wichtigsten war es noch die fehlenden Dinge zu besogen. Darunter waren nicht zuletzt die Lebensmittel für die nنchsten vier Tage, in denen ich keinen Ort passiergen werde, sondern auch einen Kocher, da mich Dennis Kocher per Post nicht mehr rechtzeigt vor dem Abflug erreichte. Ein paar neue Sandalen waren auch mit dabei.<p style='clear:both;'/>Glücklicherweise nahm sich Massimo Zeit mit mir die Dinge zu besorgen. Er ist ebenfalls hier bei den Salesianern Don Boscos zu Gast, die ich noch von meiner letzten Tour (Kapstadt - Kairo) kannte. Damals hatte ich mit Dennis auf verschiedene Hilfsprojekte in Afrika aufmerksam gemacht. Darunter auch das der Salesianer. Mit einer Schule für Flüchtlingskinder aus Darfur helfen sie hier den Vertriebenen aus dem Sudan.<p style='clear:both;'/>Massimo ist Arabistikstudent aus Catalania/Italien und konnte mich daher sehr gut bei der Verstنndigung unterstützen. Auch mein arabischer Wortschatz ist durch um einiges gewachsen.<p style='clear:both;'/>Am Abend kehrte ich noch in einer Gasse ein, wo man mit Shisha und Tee reichte. In Gesallschaft vieler ؤgypter die ebenso ihren tag ausklingen lieكen oder sich bei Brettspielen vergnügten, genoك ich den letzten Abend, bevor es ernst wird. Als ich schon entschlossen war zu gehen kamen ein paar freche kleine Jungs vorbei die mich mit groكen Augen anschauten. Dann ergriff einer mein Wasserglas, von dem ich sowieso nicht getrunken hatte um mich vor "Pharaohs Rache" zu bewahren, trank einen Schluck und spuckte ihn mir zielsicher ins Gesicht. Damit hatte ich sofort die Aufmerksamkei aller Anwesenden, die sich sofort dafür entschuldigten, wنhrend die Jungs schon lنngst die Flucht ergriffen hatten.<p style='clear:both;'/>Einer reichte mir mir soft ein Taschentuch und entschuldigte sich nochmals herzlich. Als ich aufbrach und bezahlen wollte, bestand er sogar darauf, meine Pfeife und meinen Tee mit zu zahlen. Das lieك die Enttنuschung schnell verfliegen und mich mit einem guten Gefühl zu Bett gehen.]]></description>
					<author><![CDATA[derAaron]]></author>
					<category><![CDATA[Cairo, Egypt]]></category>
					<pubDate>Sat, 25 Apr 2009 00:00:00 GMT</pubDate> 
					<link>http://www.blogabond.com/TripView.aspx?tripID=6710</link>
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