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Martin


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Trips:

India 2010/2011

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Trip nach Mamallapuram

Mamallapuram, India


Dieses Wochenende ging es in eine kleine Stadt ca. 60km südlich von Chennai, Mamallapuram. Ein kleines entspanntes Städtchen, dessen Tempelruninen zum Weltkulturerbe gehören. Los gings ab Chennai mit Moritz aus Karlsruhe. Einen passenden Bus zufinden war schon schwierig genug, so dass ca. eine 3/4h warten mussten. Das war dann auch gleich ein teuerer A/C Bus. Dennoch total heruntergekommen, scheinbar war das Dach undicht und die Ablage voller Wasser gelaufen. Einige Sitze waren auf jeden Fall komplett nass.

Nach ca. 90min waren wir dann da. Wie gesagt wesentlich weniger hektisch als Chennai und bekannt für seine Steinmetz arbeiten. Ein sehr schönes Beispiel dafür ist der Shore Tempel (links). Er gehört zu den ältesten Steintempeln der Welt. Etwas weiter von der Küste weg, auf einem kleinen hügligen Areal, findet man dann eine ganze Reihe von Tempeln und Höllen, die zum Teil aus einem kompletten Felsbrocken herausgemeiselt wurden, so auch der Elephant, der zu den Fünf Rathas gehört.





Nach dem Mittagessen genossen wir erstmal die Sonne am Strand und relaxten und schlussendlich gab es noch einen Kaffee auf einer der unzähligen Dachterassen mit Palmendach und Bambus (das hatte schon wirklich Karibik Flair). Es gibt ziemlich viele Franzosen dort und überhaupt laufen einem sehr viele Weiße über den Weg. Ist halt schon ein wenig Hippi-like und Gras gibts auch fast überall zukaufen :D


Am frühen Abend verabschiedete sich Moritz dann und ich suchte mir eine Bleibe für die Nacht. Ich wollte mal eine Nacht weg vom IIT Campus und ein wenig Ruhe und anderes Flair genießen. Mein Reiseführer erweist sich da beid er Suche auch als echt nützlich, so dass ich kurze Zeit später ein Zimmer mit kalter Dusche, aber einem ordentlichen Bett mit ordentlichem Moskitonetz für 4 Euro die Nacht hatte.

Abendessen gabs dann wieder auf einer der unzähligen Dachterrassen und hier leistete ich mir ein Bier (2 Euro) und einen Chefsalat (1,50 Euro). Was alles auch sehr lecker war und mit Blick auf den Leuchtturm bei leichten Regen ein angenehmer Ausklang des Abends. Lustig war auch die Toilette: Sie befand sich auf dem Nachbardach. Es gab ringsherum ums Dach nur eine kniehohe Mauer und mitten auf dem Dach war ein kleines Häuschen und in dessen Mitte gabs logischerweise nur ein Loch.

Am nächsten morgen habe ich mir für 60cent ein Fahrrad geliehen und bin ca. 14km die ECR (East Coast Road) nach Norden zur Crocodile Bank, einem Zuchtzentrum für gefärdete Krokodile, gefahren. Auf dem Weg dahin gabs natürlich wieder Tempel und auch das ein oder andere skurille (s.u.). Die Krokodilsfarm war auch ganz interessant. Ich habe noch nie soviel Bewegung in diesen Tieren gesehen, wie dort. In Dtl. liegen die immer nur faul rum. Das Highlight war natürlich die Fütterung von so nem 3m Teil.




Schlussendlich gings dann abends wieder mit einem anderen Bus zurück. Aber da ich nicht genau wusste wo ich raus muss und die Haltestellen selten beschriftet sind, habe ich meinen Ausstieg verpasst. Ich hatte dann den Inder neben mir gefragt und der meinte wir sind schon 10min vorbei, aber ich solle den Schaffner (ja in Indien fährt in jedem Bus, auch Stadtverkehr einer mit) fragen, der würde mir sicher helfen. Der Wollte von mir 50 Rs. Strafe haben (ca. 90cent). Als ich bettelte, dass ich mich ja nicht auskenne etc. hat er kurzer Hand den Bus angehalten und mich rausgeschmissen. Da war ich nun un keine Ahnung wo :D Also einen Rikschafahrer gefragt. Der wollte aber viel zu viel Geld haben. Und meinte dann nur: "Dann fahr doch halt Bus". Aber welchen nur? Das Bussystem habsch hier noch nicht geschnallt. Aber der Rikschafahrer nannte mir sogar eine Buslinie: 21L und die hat mich dann doch tatsächlich zum IIT gebracht.

permalink written by  Martin on November 20, 2010 from Mamallapuram, India
from the travel blog: India 2010/2011
tagged Mamallapuram

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Der Campus

Chennai, India


So hey, da ja viele von euch mal wieder auf die neuesten Infos warten, hier mal wieder ein neuer Blogeintrag. Langsam komme ich hier mit Indien klar und fnge an mich in der Stadt auszukennen. Aber zu Chennai gibts später nochmal einen Eintrag. Hier solls jetzt um den Campus gehen. Später gibts mal noch eine Karte.

Der Campus liegt etwas südlich vom Stadtzentrum und liegt in einem Nationalpark. Das bedeutet, dass es im Vergleich zur Stadt sehr grün, teilweise ruhig und vorallem nicht so hektisch ist. Am IIT studieren 5000 Leute. Dazu kommen dann nochmal ca. 10000 angestellte. Nein, das sind natürlich nicht alles Profs und HiWis. Der Großteil sind Leute der Verwaltung und Leute die in der Mess (Mensa) hier arbeiten. Alle 15000 Leute leben auf dem Campus inkl. Familien. Das bedeutet es gibt hier extra Schulen für die Kinder, Supermärkte, Sportplätze soundso. Der Campus teilt sich daher in 3 Teile:

Residenzarea - von der schicken Prof Villa bis hin zur Platte für die niedrigeren Angestellten
Hostelarea - hier stehen die Wohnheime
Scientificarea - die Institute

Da es vom Haupteingang bis zum Wohnheim ca. 3km sind fährt auch innerhalb des Campus ein Shuttlebus. Aber natürlich wartet man auch mal schnell ne halbe h auf den Bus. Besser ist es man nutzt ein Fahrrad. Ich habe ein uraltes gestellt bekommen. Nach zwei Tagen war eine Pedale abgebrochen, die konnte ich aber realtiv schnell für 30cent tauschen im "Fahrradladen" (Bilder mit indischen "Geschäften" folgen die Tage) lassen. Weitere 2 Tage später wars aber wieder vorbei --> Rahmen gebrochen (mal sehn was der Prof am Montag dazu sagt, es ist sein Fahrrad).

Wohnheim

Hier sind ein paar Bilder von meinem, mittlerweile eingerichteten und mit Moskitonetzen ausgestatteten Zimmer. Es ist ein wenig heruntergekommen, aber einigermaßen sauber. Die Fenster sind vergittert, was aber ganz gut so ist --> Es hält die Affen davon ab in Zimmern ihr Unwesen zu treiben (s.u.). Das Zimmer hat einen Deckenventialtor, was verdammt angenehm ist (unter 25 grad wars hier definitiv noch nicht). Internet gibts in der Woche zeitbeschränkt im Wohnheim (6-8 und 14-24). Angeblich weil sonst die Inder nicht zu den Vorlesungen gehen würden.

Das Wohnheim nennt sich im Übrigen Pampa-Hostel ist 6 Stockwerke hoch und jedes Stockwerk besteht aus 4 Einheiten a 10 Zimmer. Jeder Einheit hat dann ein Sanitärbereich zur Verfügung. Es gibt sogar europäische Toiletten. Die meisten Austauschstudis sind auf den ersten zwei Etagen untergebracht und im EG gibts sogar eine europäische Waschmaschine, weiter oben dann nur noch indische Modelle. Außerdem gibts einen Leseraum und einen Fernsehraum, die aber sehr eigenartig riechen und ganz oben gibts sogar ein arg ramponiertes Schlagzeug.

Die Fenster stehen ja immer offen und dementsprechend laut ist es hier auch. Vor um 1 ist kaum an Schlafen zu denken. Nur der Sicherheitsmann unten am Eingang schläft immer ab um 10 und ihn interessiert es reichlich wenig was über ihm passiert.

Außerdem gibt es eine strikte Trennung zwischen Jungs und Mädels Wohnheim, inkl. Mess. Man darf nicht ins Mädelswohnheim bzw. Mess und umgedreht auch nicht so ohne weiteres. Das gilt ab um 10 sogar für Familienmitglieder und Besuch. Theoretisch muss man sich auch nach um 10 in ein Buch eintragen wenn man rausgeht, was ich mir aber verkneife.

Mess
Essen ist hier ein Erlebnis für sich. Dazu gibts im Moment auch noch keine Bilder, aber im Prinzip läuft es so ab: Man nimmt sich ein rundes Edelstahl-Tablett (ähnlich den Dingern mit dem bei uns Gläser serviert werden), dazu einen Edelstahl-Becher. Dann kann man sich Chiabati (Faldenbrote), Gurkenscheiben, Möhrenscheiben nehmen und sucht sich nen Platz. Auf dem Tisch stehen dann Eimer mit verschiedenem Curry o.ä. und große Schüsseln Reis. Dort bedient man sich, mischt alles gut auf seinem Tablett mit der RECHTEN Hand durch und isst das ganze dann mit der RECHTEN Hand. Wenn man mal nen Blick in die Küche wirft, sieht man, dass es sich um einen halb überdachten Hinterhof handelt an dessen Seiten auf Propangas gekocht und gebacken wird. Sehr abendteurlich. Das Essen ist scharf aber an sich lecker. Bisher aber völlig vegetarisch. Das Personal kennt mich dort auch schon beim Namen, da ich der einzige Weiße bin, der dort isst. Sowas fällt auf. Die anderen Austauschleute essen alle in einem Mensa-Neubau, der aber schlussendlich nicht viel besser ist.

Sport
Auf dem Campus kann man jeden erdenklichen Sport machen, ähnlich wie in DD muss man auch a bissel was zahlen. Ich hab mich beim freien Schwimmen angemeldet. Der Pool hat ne 50m Bahn und einen 7m Turm. Macht alles in allem nen guten Eindruck und für 6 euro im semester ist das auch in Ordnung. Außerdem gibts noch zig Sportplätze (vorallem Cricket und Fußball) ne Sporthalle, Tennisplatz, Badmintonplatz ....

Natur

Wie schon gesagt liegt der Campus in nem Nationalpark und ist vom Grün her total schick. Aber es gibt auch unendlich viele Rehe, Blackbucks und kleine freche Affen. Das ist schon echt toll. Aber auch die ernähren sich zum Großteil von Mensaabfällen und Müll der rumliegen gelassen wird. Inder haben ein riesiges Müllproblem. Den findet man leider überall.

Institut

Vom Institut habe ich noch keine Bilder. Aber was in Dtl. nie denkbar wäre: Wenn man ein Labor betritt zieht man die Schuhe aus. Also hier wird schon schnell mal mit Chromschwefelsäure barfuß hantiert. Die Vakuumanlagen kommen von HinHiVac :D und überhaupt ist das alles ganz schön rustikal. Extra für mich wurde ein WLAN Router angeschafft, da nicht genügend Kabelanschlüsse im Labor zur Verfügung stehen. Arbeitsplätze sind meist nur ne Laptopbreite groß und teilweise arbeiten die Leute mit Brett auf den Knien. Da der Prof die letzte Woche nicht da war, hatte ich die Ehre mich in seinem Büro breit machen zu dürfen. Viel ist aber arbeitstechnisch noch nicht passiert. Die Inder sind zwar meist von 9-20 im Labor, aber in Deutschland bräuchte man wohl nur 3h für die Arbeit.

So das wars erstmal. Achja kleine Ameisen hatten sich in meinem Laptop eingeniestet, aber die binsch wieder los :D



permalink written by  Martin on November 19, 2010 from Chennai, India
from the travel blog: India 2010/2011
tagged Campus

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Tour zum Strand

Chennai, India


Das wird jetzt kein richtig ausführlicher Blogeintrag. Ich bin gerad (21:00 los) 2h zum Strand hin und zurück gelaufen. Ich will nur mal kurz festzuhalten was ich da erlebt hab, vermutlich mehr um mich selber zu erinnern. Wer zu einem Stichwort dann die Story hören will kann gern fragen.
- lass dich von nix anhupen was größer als ein Taxi ist, das tut weh
- Straßen sind oftmals nur festgefahrener Dreck
- wenn man mal einen Straßennamen auf ne Mauer gemalt findet, kann man sich freuen
- Ampeln werden vom Polizisten im Häuschen per Hand gestellt
- Rennen an einer großen Kreuzung ist definitiv von Vorteil
- wenn man laut genug hupt kann man auch von der mittleren Spur rechts abbiegen
- Zelte aus Planen am Strand sind auch ein Zuhause
- es gibt auch Leute die schlafen auf der Jacke im Sand
- oder an wahnsinnig befahrenen (behupten) Straßen auf dem Bürgersteig
- am Tempel rechts ist ne doofe Eselsbrück, die Frage is an welchem
- Armierstahl wird wie im Tante Emma Laden verkauft, während neben an ein Mann auf nem großen Haufen Kokosnüssen in der Garage sitz und davor ein Transporter Ziegen entladen wird
- Rückfahrwarner bei Autos haben keinen genormten Ton wie in Dtl. (man denke an Apu und eine Melodie ... so klingts wenn ein Auto rückwärts fährt)
- Müll kommt auf die Straße, hauptsache der Sand ist von der Veranda weg

Achja und ich war völlig durchgeschwitzt zurück, sind ja immernoch locker feuchte 25°C. So ich habe defintiv die Hälfte vergessen, aber es ist einfach zuviel was da auf einen einprasselt.

permalink written by  Martin on November 12, 2010 from Chennai, India
from the travel blog: India 2010/2011
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Angekommen

Chennai, India


So da bin ich nun in Indien. Wie ist es mir ergangen den ersten Tag? Ein paar Stichpunkte:

Los gings in München mit Emirates:




Irgendwann hieß es dann in Chennai: Schlange stehen und Stempel abholen:

Gefolgt von einiger ewigen Suche nach dem Kollegen, der mich abholen sollt. Hinter Ausgang direkt standen nur 3 Leute mit Zettel und keiner mit meinem Namen. Irgendwann wieß mich ein Sicherheitsmann darauf hin, dass der eigentliche "Pick-up point" vorn um die Ecke sei. Um die Ecke rum: Lärmende Menge und 100te Zettel mit Namen. Aber Kollege gefunden, ab ins Taxi:

Das war schon sehr kinoreif. Wo es 3 Spuren gibt werden auch mal schnell 7 aufgemacht und immer schön auf die Hupe. Im Wohnheim angekommen, ein einigermaßen passables Zimmer bezogen :)


Ich werd berichten, wie es sich schläft. Dann Mittagessen: Eimer mit diversen Curry und Reis auf dem Tisch, jeder Student ein Edelstahltablett. Reis drauf, Curry drauf mit der rechten Hand ordentlich durchmengen und essen. Hier hab ich auch gleich gelernt wie man mit der Hand isst ohne sich total zum Affen zu machen. Dann zum Prof. Der mir gleichmal sein altes Fahrrad gegeben (man kommt so einfach besser von A nach B aufn Campus). Mit dem Fahrrad den Orgakram geklärt. Mit reichlich Unterstützung meines Kollegens. Dann wurden noch Passbilder gebraucht. Also auf zum Fotografen. 18:00 Uhr mit dem Fahrrad in die Stadt. Logischerweise ohne Licht ... Alter Schwede :))

Handy zwischendurch auch noch besorgt und überhaupt. Ich bin ganz schön Tod und hau mich erstma hin. Obwohls um mich rundrum noch ganz schön lärmt.

Alles a bissel verwirrend? Ja so hängts gerad in meinem Kopf ;)

permalink written by  Martin on November 11, 2010 from Chennai, India
from the travel blog: India 2010/2011
tagged Angekommen

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