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India 2010/2011

a travel blog by Martin


Dem deutschen Winter entfliehen und drei Monate in Indien arbeiten. Das ist der Plan für das restliche Jahr :)

Sommerliches Wetter, ein Zimmer im Studentenwohnheim und indische Hektik erwarten mich. Hier im Blog werde ich versuchen ein paar Eindrücke von diesem doch so anderen Land zu vermitteln.
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Dresden, Germany




permalink written by  Martin on November 8, 2010 from Dresden, Germany
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Munich, Germany




permalink written by  Martin on November 9, 2010 from Munich, Germany
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Dubai, United Arab Emirates




permalink written by  Martin on November 10, 2010 from Dubai, United Arab Emirates
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Angekommen

Chennai, India


So da bin ich nun in Indien. Wie ist es mir ergangen den ersten Tag? Ein paar Stichpunkte:

Los gings in München mit Emirates:




Irgendwann hieß es dann in Chennai: Schlange stehen und Stempel abholen:

Gefolgt von einiger ewigen Suche nach dem Kollegen, der mich abholen sollt. Hinter Ausgang direkt standen nur 3 Leute mit Zettel und keiner mit meinem Namen. Irgendwann wieß mich ein Sicherheitsmann darauf hin, dass der eigentliche "Pick-up point" vorn um die Ecke sei. Um die Ecke rum: Lärmende Menge und 100te Zettel mit Namen. Aber Kollege gefunden, ab ins Taxi:

Das war schon sehr kinoreif. Wo es 3 Spuren gibt werden auch mal schnell 7 aufgemacht und immer schön auf die Hupe. Im Wohnheim angekommen, ein einigermaßen passables Zimmer bezogen :)


Ich werd berichten, wie es sich schläft. Dann Mittagessen: Eimer mit diversen Curry und Reis auf dem Tisch, jeder Student ein Edelstahltablett. Reis drauf, Curry drauf mit der rechten Hand ordentlich durchmengen und essen. Hier hab ich auch gleich gelernt wie man mit der Hand isst ohne sich total zum Affen zu machen. Dann zum Prof. Der mir gleichmal sein altes Fahrrad gegeben (man kommt so einfach besser von A nach B aufn Campus). Mit dem Fahrrad den Orgakram geklärt. Mit reichlich Unterstützung meines Kollegens. Dann wurden noch Passbilder gebraucht. Also auf zum Fotografen. 18:00 Uhr mit dem Fahrrad in die Stadt. Logischerweise ohne Licht ... Alter Schwede :))

Handy zwischendurch auch noch besorgt und überhaupt. Ich bin ganz schön Tod und hau mich erstma hin. Obwohls um mich rundrum noch ganz schön lärmt.

Alles a bissel verwirrend? Ja so hängts gerad in meinem Kopf ;)

permalink written by  Martin on November 11, 2010 from Chennai, India
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Tour zum Strand

Chennai, India


Das wird jetzt kein richtig ausführlicher Blogeintrag. Ich bin gerad (21:00 los) 2h zum Strand hin und zurück gelaufen. Ich will nur mal kurz festzuhalten was ich da erlebt hab, vermutlich mehr um mich selber zu erinnern. Wer zu einem Stichwort dann die Story hören will kann gern fragen.
- lass dich von nix anhupen was größer als ein Taxi ist, das tut weh
- Straßen sind oftmals nur festgefahrener Dreck
- wenn man mal einen Straßennamen auf ne Mauer gemalt findet, kann man sich freuen
- Ampeln werden vom Polizisten im Häuschen per Hand gestellt
- Rennen an einer großen Kreuzung ist definitiv von Vorteil
- wenn man laut genug hupt kann man auch von der mittleren Spur rechts abbiegen
- Zelte aus Planen am Strand sind auch ein Zuhause
- es gibt auch Leute die schlafen auf der Jacke im Sand
- oder an wahnsinnig befahrenen (behupten) Straßen auf dem Bürgersteig
- am Tempel rechts ist ne doofe Eselsbrück, die Frage is an welchem
- Armierstahl wird wie im Tante Emma Laden verkauft, während neben an ein Mann auf nem großen Haufen Kokosnüssen in der Garage sitz und davor ein Transporter Ziegen entladen wird
- Rückfahrwarner bei Autos haben keinen genormten Ton wie in Dtl. (man denke an Apu und eine Melodie ... so klingts wenn ein Auto rückwärts fährt)
- Müll kommt auf die Straße, hauptsache der Sand ist von der Veranda weg

Achja und ich war völlig durchgeschwitzt zurück, sind ja immernoch locker feuchte 25°C. So ich habe defintiv die Hälfte vergessen, aber es ist einfach zuviel was da auf einen einprasselt.

permalink written by  Martin on November 12, 2010 from Chennai, India
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Der Campus

Chennai, India


So hey, da ja viele von euch mal wieder auf die neuesten Infos warten, hier mal wieder ein neuer Blogeintrag. Langsam komme ich hier mit Indien klar und fnge an mich in der Stadt auszukennen. Aber zu Chennai gibts später nochmal einen Eintrag. Hier solls jetzt um den Campus gehen. Später gibts mal noch eine Karte.

Der Campus liegt etwas südlich vom Stadtzentrum und liegt in einem Nationalpark. Das bedeutet, dass es im Vergleich zur Stadt sehr grün, teilweise ruhig und vorallem nicht so hektisch ist. Am IIT studieren 5000 Leute. Dazu kommen dann nochmal ca. 10000 angestellte. Nein, das sind natürlich nicht alles Profs und HiWis. Der Großteil sind Leute der Verwaltung und Leute die in der Mess (Mensa) hier arbeiten. Alle 15000 Leute leben auf dem Campus inkl. Familien. Das bedeutet es gibt hier extra Schulen für die Kinder, Supermärkte, Sportplätze soundso. Der Campus teilt sich daher in 3 Teile:

Residenzarea - von der schicken Prof Villa bis hin zur Platte für die niedrigeren Angestellten
Hostelarea - hier stehen die Wohnheime
Scientificarea - die Institute

Da es vom Haupteingang bis zum Wohnheim ca. 3km sind fährt auch innerhalb des Campus ein Shuttlebus. Aber natürlich wartet man auch mal schnell ne halbe h auf den Bus. Besser ist es man nutzt ein Fahrrad. Ich habe ein uraltes gestellt bekommen. Nach zwei Tagen war eine Pedale abgebrochen, die konnte ich aber realtiv schnell für 30cent tauschen im "Fahrradladen" (Bilder mit indischen "Geschäften" folgen die Tage) lassen. Weitere 2 Tage später wars aber wieder vorbei --> Rahmen gebrochen (mal sehn was der Prof am Montag dazu sagt, es ist sein Fahrrad).

Wohnheim

Hier sind ein paar Bilder von meinem, mittlerweile eingerichteten und mit Moskitonetzen ausgestatteten Zimmer. Es ist ein wenig heruntergekommen, aber einigermaßen sauber. Die Fenster sind vergittert, was aber ganz gut so ist --> Es hält die Affen davon ab in Zimmern ihr Unwesen zu treiben (s.u.). Das Zimmer hat einen Deckenventialtor, was verdammt angenehm ist (unter 25 grad wars hier definitiv noch nicht). Internet gibts in der Woche zeitbeschränkt im Wohnheim (6-8 und 14-24). Angeblich weil sonst die Inder nicht zu den Vorlesungen gehen würden.

Das Wohnheim nennt sich im Übrigen Pampa-Hostel ist 6 Stockwerke hoch und jedes Stockwerk besteht aus 4 Einheiten a 10 Zimmer. Jeder Einheit hat dann ein Sanitärbereich zur Verfügung. Es gibt sogar europäische Toiletten. Die meisten Austauschstudis sind auf den ersten zwei Etagen untergebracht und im EG gibts sogar eine europäische Waschmaschine, weiter oben dann nur noch indische Modelle. Außerdem gibts einen Leseraum und einen Fernsehraum, die aber sehr eigenartig riechen und ganz oben gibts sogar ein arg ramponiertes Schlagzeug.

Die Fenster stehen ja immer offen und dementsprechend laut ist es hier auch. Vor um 1 ist kaum an Schlafen zu denken. Nur der Sicherheitsmann unten am Eingang schläft immer ab um 10 und ihn interessiert es reichlich wenig was über ihm passiert.

Außerdem gibt es eine strikte Trennung zwischen Jungs und Mädels Wohnheim, inkl. Mess. Man darf nicht ins Mädelswohnheim bzw. Mess und umgedreht auch nicht so ohne weiteres. Das gilt ab um 10 sogar für Familienmitglieder und Besuch. Theoretisch muss man sich auch nach um 10 in ein Buch eintragen wenn man rausgeht, was ich mir aber verkneife.

Mess
Essen ist hier ein Erlebnis für sich. Dazu gibts im Moment auch noch keine Bilder, aber im Prinzip läuft es so ab: Man nimmt sich ein rundes Edelstahl-Tablett (ähnlich den Dingern mit dem bei uns Gläser serviert werden), dazu einen Edelstahl-Becher. Dann kann man sich Chiabati (Faldenbrote), Gurkenscheiben, Möhrenscheiben nehmen und sucht sich nen Platz. Auf dem Tisch stehen dann Eimer mit verschiedenem Curry o.ä. und große Schüsseln Reis. Dort bedient man sich, mischt alles gut auf seinem Tablett mit der RECHTEN Hand durch und isst das ganze dann mit der RECHTEN Hand. Wenn man mal nen Blick in die Küche wirft, sieht man, dass es sich um einen halb überdachten Hinterhof handelt an dessen Seiten auf Propangas gekocht und gebacken wird. Sehr abendteurlich. Das Essen ist scharf aber an sich lecker. Bisher aber völlig vegetarisch. Das Personal kennt mich dort auch schon beim Namen, da ich der einzige Weiße bin, der dort isst. Sowas fällt auf. Die anderen Austauschleute essen alle in einem Mensa-Neubau, der aber schlussendlich nicht viel besser ist.

Sport
Auf dem Campus kann man jeden erdenklichen Sport machen, ähnlich wie in DD muss man auch a bissel was zahlen. Ich hab mich beim freien Schwimmen angemeldet. Der Pool hat ne 50m Bahn und einen 7m Turm. Macht alles in allem nen guten Eindruck und für 6 euro im semester ist das auch in Ordnung. Außerdem gibts noch zig Sportplätze (vorallem Cricket und Fußball) ne Sporthalle, Tennisplatz, Badmintonplatz ....

Natur

Wie schon gesagt liegt der Campus in nem Nationalpark und ist vom Grün her total schick. Aber es gibt auch unendlich viele Rehe, Blackbucks und kleine freche Affen. Das ist schon echt toll. Aber auch die ernähren sich zum Großteil von Mensaabfällen und Müll der rumliegen gelassen wird. Inder haben ein riesiges Müllproblem. Den findet man leider überall.

Institut

Vom Institut habe ich noch keine Bilder. Aber was in Dtl. nie denkbar wäre: Wenn man ein Labor betritt zieht man die Schuhe aus. Also hier wird schon schnell mal mit Chromschwefelsäure barfuß hantiert. Die Vakuumanlagen kommen von HinHiVac :D und überhaupt ist das alles ganz schön rustikal. Extra für mich wurde ein WLAN Router angeschafft, da nicht genügend Kabelanschlüsse im Labor zur Verfügung stehen. Arbeitsplätze sind meist nur ne Laptopbreite groß und teilweise arbeiten die Leute mit Brett auf den Knien. Da der Prof die letzte Woche nicht da war, hatte ich die Ehre mich in seinem Büro breit machen zu dürfen. Viel ist aber arbeitstechnisch noch nicht passiert. Die Inder sind zwar meist von 9-20 im Labor, aber in Deutschland bräuchte man wohl nur 3h für die Arbeit.

So das wars erstmal. Achja kleine Ameisen hatten sich in meinem Laptop eingeniestet, aber die binsch wieder los :D



permalink written by  Martin on November 19, 2010 from Chennai, India
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tagged Campus

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Trip nach Mamallapuram

Mamallapuram, India


Dieses Wochenende ging es in eine kleine Stadt ca. 60km südlich von Chennai, Mamallapuram. Ein kleines entspanntes Städtchen, dessen Tempelruninen zum Weltkulturerbe gehören. Los gings ab Chennai mit Moritz aus Karlsruhe. Einen passenden Bus zufinden war schon schwierig genug, so dass ca. eine 3/4h warten mussten. Das war dann auch gleich ein teuerer A/C Bus. Dennoch total heruntergekommen, scheinbar war das Dach undicht und die Ablage voller Wasser gelaufen. Einige Sitze waren auf jeden Fall komplett nass.

Nach ca. 90min waren wir dann da. Wie gesagt wesentlich weniger hektisch als Chennai und bekannt für seine Steinmetz arbeiten. Ein sehr schönes Beispiel dafür ist der Shore Tempel (links). Er gehört zu den ältesten Steintempeln der Welt. Etwas weiter von der Küste weg, auf einem kleinen hügligen Areal, findet man dann eine ganze Reihe von Tempeln und Höllen, die zum Teil aus einem kompletten Felsbrocken herausgemeiselt wurden, so auch der Elephant, der zu den Fünf Rathas gehört.





Nach dem Mittagessen genossen wir erstmal die Sonne am Strand und relaxten und schlussendlich gab es noch einen Kaffee auf einer der unzähligen Dachterassen mit Palmendach und Bambus (das hatte schon wirklich Karibik Flair). Es gibt ziemlich viele Franzosen dort und überhaupt laufen einem sehr viele Weiße über den Weg. Ist halt schon ein wenig Hippi-like und Gras gibts auch fast überall zukaufen :D


Am frühen Abend verabschiedete sich Moritz dann und ich suchte mir eine Bleibe für die Nacht. Ich wollte mal eine Nacht weg vom IIT Campus und ein wenig Ruhe und anderes Flair genießen. Mein Reiseführer erweist sich da beid er Suche auch als echt nützlich, so dass ich kurze Zeit später ein Zimmer mit kalter Dusche, aber einem ordentlichen Bett mit ordentlichem Moskitonetz für 4 Euro die Nacht hatte.

Abendessen gabs dann wieder auf einer der unzähligen Dachterrassen und hier leistete ich mir ein Bier (2 Euro) und einen Chefsalat (1,50 Euro). Was alles auch sehr lecker war und mit Blick auf den Leuchtturm bei leichten Regen ein angenehmer Ausklang des Abends. Lustig war auch die Toilette: Sie befand sich auf dem Nachbardach. Es gab ringsherum ums Dach nur eine kniehohe Mauer und mitten auf dem Dach war ein kleines Häuschen und in dessen Mitte gabs logischerweise nur ein Loch.

Am nächsten morgen habe ich mir für 60cent ein Fahrrad geliehen und bin ca. 14km die ECR (East Coast Road) nach Norden zur Crocodile Bank, einem Zuchtzentrum für gefärdete Krokodile, gefahren. Auf dem Weg dahin gabs natürlich wieder Tempel und auch das ein oder andere skurille (s.u.). Die Krokodilsfarm war auch ganz interessant. Ich habe noch nie soviel Bewegung in diesen Tieren gesehen, wie dort. In Dtl. liegen die immer nur faul rum. Das Highlight war natürlich die Fütterung von so nem 3m Teil.




Schlussendlich gings dann abends wieder mit einem anderen Bus zurück. Aber da ich nicht genau wusste wo ich raus muss und die Haltestellen selten beschriftet sind, habe ich meinen Ausstieg verpasst. Ich hatte dann den Inder neben mir gefragt und der meinte wir sind schon 10min vorbei, aber ich solle den Schaffner (ja in Indien fährt in jedem Bus, auch Stadtverkehr einer mit) fragen, der würde mir sicher helfen. Der Wollte von mir 50 Rs. Strafe haben (ca. 90cent). Als ich bettelte, dass ich mich ja nicht auskenne etc. hat er kurzer Hand den Bus angehalten und mich rausgeschmissen. Da war ich nun un keine Ahnung wo :D Also einen Rikschafahrer gefragt. Der wollte aber viel zu viel Geld haben. Und meinte dann nur: "Dann fahr doch halt Bus". Aber welchen nur? Das Bussystem habsch hier noch nicht geschnallt. Aber der Rikschafahrer nannte mir sogar eine Buslinie: 21L und die hat mich dann doch tatsächlich zum IIT gebracht.

permalink written by  Martin on November 20, 2010 from Mamallapuram, India
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tagged Mamallapuram

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Shops und Skurilles in Indien

Chennai, India


In Indien gibt es keine großen Supermärkte und Baumärkte, es spielt sich alles in kleinen speziellen Läden ab. In George Town soll der Baumarkt der Stadt sein: eine Straße Rohre, eine Straße Schrauben, eine Straße Kugellager. Da werd ich wohl mal am WE hinfahren, aber sonst erstmal hier ein paar Eindrücke:



permalink written by  Martin on November 25, 2010 from Chennai, India
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Chennai ... typische indische Großstadt

Chennai, India


So hier gibt's mal wieder einen neuen Bericht aus Indien. Aber bevor wir zum eigentlichen Thema kommen, mal noch ein paar Infos, was so passiert ist. Mir geht's blendend, keine großen Probleme mehr mit dem Essen etc. Ansonsten ist die Monsunzeit scheinbar vorbei. Es regnet nicht mehr und Wolken sieht man auch kaum noch. Arbeitsmäßig geht es leider immer noch nicht voran. Die Maschine zum Probenherstellen war defekt und wurde Ende letzter Woche repariert. Jetzt muss sie natürlich erstmal wieder zum Laufen gebracht werden. Eigentlich sollte das mit dem Probenherstellen etc. schon im September, lange vor meiner Ankunft, gegessen sein. Naja kann man nicht ändern. Ich arbeite derweile für mein Projekt in Deutschland weiter.

Die meisten Internationalen hauen jetzt die Woche ab, da ja im Dez. Semesterferien hier sind. Daher war am vergangenen Wochenende nochmal gut was los. Wir waren in einem totalen Edelhotel essen gewesen und dann noch in einer anderen Edelhotel-Disco tanzen. Der Eintritt in die Disco, war dann auch gleich 16 Euro. Dafür gabs dann all incl. Aber feiern kann man hier eh nur 2-3h, denn in Indien machen die Läden alle spätestens 24Uhr dicht. Und das läuft dann wirklich so ab, das Punkt Mitternacht die Musik mitten im Lied abgedreht wird und das Licht angeschaltet wird. Lustig war's aber der Kopf tat ein wenig weh am nächsten Morgen ;)

So nun aber zu Chennai. Chennai (oder Madras) ist die 4. größte Stadt Indiens mit rund 7 Mio. Einwohnern und gleichzeitig die Hauptstadt des Bundesstaats Tamil Nadu. Hier spricht man kein Hindi, sondern Tamil. Aber die meisten Leute sprechen einen ganz widerlichen Mix aus Hindi, Tamil und Englisch. Aber irgendwie verständigen ist schon drin.

Viel zu sehen gibt es in der Stadt leider nicht. Sie ist groß, hektisch und dreckig. Zum Glück lebe ich im Nationalpark hier. Der Nahverkehr besteht überwiegend aus Busen. Wie diese fahren kann man aber nur durch Erfahrung rausfinden. Meistens sind Haltestellen nicht bezeichnet und die Buslinien nennen sich dann zum Bsp.: D70 M70, M70A, M70B, M70C, M70D, M70F, M70K, M70V, M70S, M70DLX, M70EXP. Um nur mal ein paar mit der Nummer 70 zu nennen. DIe Buchstaben stehen für unterschiedliche Endstationen. DLX für Deluxe und EXP für Express. ABER wenn man jetzt denkt, dass sie alle ne Kernstrecke fahren täuscht man sich. Die Busse fahren zwar in nem ähnlichen Stadteil, aber gaaaaaanz andere Routen. Mal sehn ob ich es bis Februar schaffe besser zu verstehen. Einfacher ist das die S-Bahn. Diese haben feste Haltestellen. Eine Fahrt kostet in den normalen Bussen/Bahnen ca. 10cent. Wenn man A/C Bus fährt bezahlt man schnell das 4-fache.


Die alten Gebäude konzentrieren sich auf George Town im Norden. Dort findet man die alte Hauptpost und das Gericht, so wie das alte Fort St. Georg. Alles aus Kolonialzeiten von den Briten errichtet. Außerdem besitzt Chennai den längsten Stadtstrand der Welt: Marina Beach. Leider ist der Strand aufgrund des nördlich liegenden Hafens und allg. indischer Umweltverschmutzung ziemlich dreckig. Aber am Wasser entlanglaufen geht super und man wird alle paar Meter angesprochen, wie es einem geht, wie man heißt, wo man herkommt, wie einem Indien gefällt. Und eigentlich wollen sie alle dir noch die Hand geben, um 1x einen Weißen angefasst zu haben.


Eine andere Tour führte mich zum weiter südlicher gelegenen Elliot's Beach. Der ist um einiges ruhiger und auch etwas sauberer. Auf dem Weg dorthin kommt man am Hauptsitz der Theosophical Society vorbei. Diese Gemeinschaft basiert auf der Annahme der Gleichheit aller Religionen. Aber ist wohl mehr eine Art des modernen Hinduismus. Auf jeden Fall haben sie einen wunderschönen ruhigen Park und eine Bibliothek in der man auch eine Ausgabe der Luther Bibel findet. Leider habe ich niemanden gefunden, der mir die Bibliothek aufschließt.
Weiter führte der Weg am Strand entlang, durch ein ziemliches Slum hindurch (ähnlich dem unten), die wohl scheinbar über keinerlei Sanitäre einrichtungen verfügen und somit den Strand nutzen, zumal ja Wasser sofort "griffbereit" ist.
Weiter nördlich kommt man zur Broken Bridge und wohl zum saubersten Strandabschnitt von Chennai. Zum Baden ist mir dort leider trotzdem nicht gewesen. Die Brücke verband den Marina Beach mit dem Elliot's Beach für Fußgänger, die durch den Adyar River getrennt sind. Aber ich vermute Sie wurde 2004 bei dem verheerenden Tsunami zerstört.



Was sich aber durch die ganze Stadt zieht und verdammt schockierend ist sind die Slums. Hier folgend einfach mal ein paar Bilder.



permalink written by  Martin on November 26, 2010 from Chennai, India
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Trip in die Stadt der 1000 Tempel - Kanchipuram

Kanchipuram, India


So hier gibt's mal wieder einen neuen Bericht aus Indien. Bevor ich zu meinem Bericht über Kanchipuram komme mal wieder ein paar Infos, was allgemein so abgeht. Arbeitsmäßig geht's leider immer noch nicht voran, aber die ersten Testsamples sind gemacht und Montag sollen die ersten Proben vorliegen, die ich dann auch wirklich vermessen kann. Sonst gibt es hin und wieder doch einiges skurilles zu beobachten, wie eine Horde Affen, die das Laborgebäude stürmt. Da muss man zu sehen, dass man alle Fenster und Türen dicht bekommt.

Gestern abend hat mein Chef die ganze Gruppe zum Essen eingeladen. Er hat mich mit seinem Auto mitgenommen und es war verdammt ungewöhnlich vorn links zu sitzen und kein Lenkrad in der Hand zu haben. Als Location hatte er ein ganz spezielles Restauarant ausgesucht. Es handelt sich dabei um eine non-profit Einrichtung. Die meisten Mitarbeiter gehören der oberen Schicht Indiens an, sind also Ärzte, Ingenieure, Richter etc. Sie arbeiten dort ein paar mal im Monat ehrenamtlich und das erwirtschaftete Geld fließt in Hilfsprojekte für Chennai. Das Essen war wieder vom feinsten, obwohl es vegetarisch war. Beispielsweise gab es marinierten und frittierten Blumenkohl. Den hätte ich locker als frittiertes Hähnchen gegessen. Und das ganze Buffet hat wieder mal nur 5 Euro p.P. gekostet.

Aber nun zu Kanchi.

Dort war ich am vergangenen Sonntag. Los ging's früh um 6 mit dem Stadtbus bis zum Busbahnhof. Der ist ein bisschen außerhalb, aber einfach wahsinnig groß. Sobald man dort aussteigt wird man von einem Rikschafahrer nach dem anderen angequatscht, wo man hin will und ob er einen fahren kann. Sehr nervend. Nachdem ich dann nach einiger Zeit auch den richtigen Bussteig gefunden hatte gings los. Knapp 2h indische Musik in tierischer Lautstärke. Ein Traum :) Der Bus hatt 2+3 Sitze je Reihe und der Gang war schlussendlich auch noch vollgestellt. Türen haben diese Buse im übrigen nicht.


In Kanchi angekommen musste ich erstma wieder all die Rikschafahrer abschütteln und mich orientieren. Kanchipuram ist eines der Pilgerzentren Indiens und wird auch die "Stadt der 1000 Tempel" genannt. Man findet auch an jeder Ecke einen. Beeindruckend war der Ekambareshvara-Tempel mit seinem 60m hohen gopura (Eingangstor). Aber im Prinzip ist jeder Tempel ähnlich (zumindest für einen Nicht-Hindu) und ich war relativ schnell erschöpft vom Tempel anschauen. Als ich ein wenig abseits der Hauptstr. durch Wohnviertel lief, erlebte ich wieder mir schon vom Marina Beach bekannte Schauspiel. Kinder rennen hinter einem her, fassen einen an, sprechen einen an und so weiter. "Germany? Good country!" :D Aber ich wurde auch im vorbeigehen Zeuge einer Trauerfeier. Von weitem sah ich schon die Menschenmenge und als ich sie passierte erkannte ich einen Mann in Bunte Tücher gehüllt und z.T. mit Blumen bedeckt. Rundherum die trauernde Familie.

Nach ca. 5h in Kanchi hatte ich genug und bin zurück nach Chennai. Im Bus bekam ich einen Platz in der letzten Reihe und der Fahrer heizte wie eine angesenkte Sau. Auf den Straßen findet man öfter solche Schwellen, um die Leute zum Langsamfahren zu zwingen. Er ist da gnaden los drübergeheizt, was mir hin und wieder das Gefühl von Schwerelosigkeit bescherrte. Die Frau neben mit hielt ihr Kind auf dem Arm auch besonders gut fest, sonst hätte es wohl an der Decke geklebt. Man Bedenke: Die Buse haben keine Türen und auch im Gang standen Leute.

So genug getippt. Anbei noch ein paar Bilder.



permalink written by  Martin on November 28, 2010 from Kanchipuram, India
from the travel blog: India 2010/2011
tagged Kanchipuram

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