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Weihnachten, Klappe die Zweite

Pakse, Laos


Nach unserem gestrigen Reisetag (25. Dezember) sind wir nun in Pakse und haben für den zweiten Weihnachtsfeiertag die Treetop-Explorer Tour fertig gebucht. Wir sind mit einem netten Japanisch-Spanischem Pärchen auf der zwei-Tages-Tour und ich muss noch topfit werden, da mich fast meine laufende Nase einholt.

Wir werden frühmorgens vom Hostel abgeholt und der Weg führt über eine unglaubliche SChotterpiste, eine von der ich glaubte sie stellt den Standard in Laos dar. Ein Glück sind diese Tage vorbei: wir hätten wirklich einfach Milkshakes machen können, man braucht manchmal die ganze fünf Meter breite Straße um den Schlaglöchern auszuweichen. Wahnsinn. Kein Wunder, dass hier die Busse früher so oft kaputt gegangen sind.

Jedenfalls kommen wir schlussendlich an: wir sind mittem im Bolaven-Kaffee-Plateau, vor dem kleinen Shop eines einheimischen Kaffee-Bauerns. Wir bekommen alle unsere Klettergurte, ein absolutes Muss. Unser bester Freund für die nächsten zwei Tage, ohne ihn kommen wir nichtmal ins Baumhaus mit den Betten...

Da man in Kaffee-Plantagen noch nicht zippen kann (die Pflanzen sind zu kostbar, und Arabica ist ein kleiner Busch, Robusta geht als kleiner Baum durch und Excelsa ist die am Kaffee-Sorte, die am höchsten hinaus geht), ist erstmal ein Marsch angesagt: aus der Plantage raus (die Ähnlichkeit mit einem wilden Wald ist schon krass, aber so mögens die Pflanzen, oder die Farmer...) und in den Urwald. Dort gibt es dann auch eine Rast - das Essen wird auf Bananenblättern ausgebreitet, Besteck gibts nicht. Wahnsinnig lecker!

Nach der Stärkung sind wir schon fast an der ersten Zipline. Wahnsinn. Es folgen weitere. Es ist der Hammer. Wir bewegen uns stetig abwärts: wir hangeln uns ein Tal entlang - aber nicht auf dessen Sohle, sondern wir zippen im Zick-Zack über den kleinen Fluss unter uns. Die Zip-Leinen sind nämlich von Urwald-Riese zu Urwald-Riese gespannt, quer über das Tal. Man hängt sich dann per Karabinerhaken und Rollenschlitten in das Seil ein und dann gehts los. Am Anfang sind es 60 Meter Strecke, und man fliegt nur knapp über die Baumwipfel, am Ende knappe 500 Meter und man hängt 50 Meter über der Talsohle, direkt vor einem Wasserfall und kann den Mekong in der Ferne funkeln sehen.

Da ich für in 10 Minuten fürs abendliche Pizza-Essen noch Bier besorgen muss, geht es bald (hoffentlich dann auch mit Fotos) weiter mit dem Bericht. Quasi nach der Werbung - für Kaffee!

http://www.bolavenfarms.com/index.html

Und da bin ich wieder. Es ist einen Tag später, und laut meinem Magen schon wieder Zeit fürs Abendessen. Aber versprochen ist versprochen.


Gegen Abend geht es dann an den Fuß des Wasserfalls: Dort erwartet uns das Dorf, eine Ansammlung von Hütten für Unterkunft, gemeinsamen Aufenthaltsplatz und Küche. Es brodelt ein Wasserkocher ohne Unterlass, und nachdem wir die Gurte abgelegt haben, stellen wir fest, dass erkein Wasser sondern köstlichen laotischen Kaffee beinhaltet. Wahnsinnig lecker. Und nur echt mit Unmengen an gesüßter Kondensmilch.

Kurz später müssen wir uns nach einem vollen Tag und nun auch vollem Bauch nochmal in die Gurte zwängen: man kommt nur per zip-Line in das Baumhaus mit unseren Betten. Hier sind wir sicher, wird uns versichert. Wovor nur? Naja egal, wir sind 15m über dem Boden, das einzige das uns was klauen könnte sind Affen. Dennoch hänge ich vorsichtshalber Rucksack und Oreo-Kekse an einem meiner Spanngurte auf. Und tatsächlich - ich werde von einem Geräusch wach, das mir sagt, meine Kekse sind in Gefahr: ein Rascheln von Plastikverpackung. Der Schein der Taschenlampe entlarvt eine sehr große Maus oder gar nicht so kleine Ratte als den Übeltäter. Was machen? Die Lösung ist einfach: ich esse die Kekse selbst. Danach ist Ruhe - ha, denkste. Die Maus/Ratte lutscht raschelnderweise am Papier, bis wirklich kein knuspriges Körnchen mehr da ist, aber ich kann zum Glück davor wieder einschlafen.

Der nächste Tag gestaltet sich ähnlich wie der erste, wir haben aber diesmal auch ein Video davon. Wenn ich einen Weg gefunden habe, das online verfügbar zu machen, wird dies wohl ein gelungenes Ende für diesen Post sein, aber bis dahin, ...

Ha, ich hab doch noch ein Ende: Das obige Foto wurde nach einer Via Ferrata aufgenommen - wir sind ganz oben am Wasserfall, da vorne schaut einer locker 80m in die Tiefe. Wie gesagt, das ist ein bisschen mehr als die Höhe, in der wir über die Schlucht gezipt sind...

Jetzt aber: Ende!

permalink written by  MaxTheDay on December 25, 2012 from Pakse, Laos
from the travel blog: MaTi in Südostasien
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