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MaxTheDay


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MaTi in Südostasien

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http://blogabond.com/MaTi




Im Suedosten nichts Neues

Sipalay, Philippines


Freunde, ich weiss nicht, wie viele Blogeintraege so begonnen haben, aber: wir leben immernoch! Unkraut vergeht bekanntlich nicht. Nach langer Zeit des Schweigens auf Bali und Lombok sind wir nach ein paar Tagen Singapur auf den Philippinen. Und siehe da, es ist mal wieder ganz anders als alles vorher.

Der Reisefuehrer beschreibt philippinische Kueche als Mischung aus spanischer und chinesischer Kueche. Und weil das eventuell so komisch schmeckt, wie es klingt, essen die Leute hier hauptsaechlich Fastfood. Das macht das Leben einfach einfacher. Lustigerweise wollte ich eigentlich wieder mehr auf die Vegetarierschiene, aber das bedeutet hier nackten Reis mit nix. Und das ist auf Dauer unbefriedigend. Deswegen steht der Kochkurs hier auch noch etwas in den Sternen. Vielleicht machen wir bei "die 100 besten Grilltips fuer Huehnerinnereien" mit. Ansonsten hoffen wir auf Besserung. Denn trotz Inselstaat war hier noch weit und breit kein Fisch in Sicht.

Ein paar Funfacts ueber die Philippinen:
- es ist alles guenstig, bis auf Zimmer. Die sind verdammt teuer, also im Vergleich. Also eine Erleichterung nach Singapur. Hurra!
- ein sehr beliebter Geschmack fuer Doughnuts ist hier bayrisch Creme. Sachen gibts
- Wenn der Filipino kein Fastfood isst, dann gibts eben gegrilltes Fleisch und Bier. Manchmal mit Reis, aber nicht immer (so wie heute). Ein echtes Maennerleben
- Der Einfluss chinesischer Kueche bedeutet, dass man auf einmal alles vom Tier essen kann. Da grinst einem aus seinem Chopsuey schon mal ein Stueck Schweinedarm entgegen. Froehliches Fruehstueck!
- Als Snack bevorzugt der Filipino Sisig. Das ist frittiertes Schweineohr. Schorsch wuerds freuen, ich nehme eher Abstand.
- Es gibt viele schlanke Maedels und viele dicke alte Frauen. Scheinbar nimmt der McDondals-Konsum nach der Heirat stark zu. Das hat zur Folge, dass die Filipina an sich zwar gut einen Kopf kleiner ist als ich, aber nicht bedeutend weniger wiegt (siehe Vietnam)
- Wir sind in Asien. Also gibts auch bei McDondals Reis. Und Spaghetti. Und etwas, zu dem mich Max ueberredet hat. Es nennt sich "McFloat" und besteht aus Cola mit Softeis und Schokosirup. Das ist einfach zu krass.
- Wenn man Bus faehrt, bekommt man fuer sein Geld echt was geboten. Zehn Stunden Busfahren (so wie heute, aber nun sind wir da!) kosten fuer zwei knapp 13 Euro. Inklusive 130 Dezibel Musik aus dem Lautsprecher. Da nimmt man sich noch was fuer Zuhause mit.
- Die Philippinen sind christlich. Und das Christentum huepft einem mit seinen beiden Backen direkt ins Gesicht. Was uns auf Bali als Hinduismus und in Malaysia als Islam um die Ohren gehaut wurde, ist nun vertraut und doch nicht. Hier ist es naemlich doch wie Lateinamerika, es wird geglaubt. Man verabschiedet sich mit "God bless", es gibt mehr Kirchen und christliche Schulen, als man zaehlen kann und es winkt einem von jeder groesseren Plakatwand der Messias entgegen. Verwirrend.

Ansonsten sind wir hier eine kleine Sensation. Vielleicht liegt es an unsrer Art des Urlaubmachens, wir haben jeden Tag bisher zwischen 0 und 3 Europaeern gesehen. Deswegen werden wir ueberall von grossen Blicken verfolgt. Und von Verkaeufern, aber ich wage zu behaupten, dass uns das nach Kambodscha und vor allem nicht nach Bali nicht mehr schockt. Ich weiss gar nicht, auf wie vielen Sprachen wir schon "Nein, danke!" sagen koennen. Ich hab mir ein kleines Filipino-Sprachbuch gekauft und lerne fleissig. Mein naechstes Ziel ist "Lass mich endlich in Ruhe". Man muss ja die kleinen grauen Zellen fit halten.

Was tun wir jetzt? Eine schwierige Frage, vor allem freue ich mich grade auf Fleischsalat. Und Laugensemmeln. Und selber Kochen. Und kein Fastfood. Und wenn wir fertig sind mit Vorfreude, dann werden wir ein paar Tage hier am Strand verbringen, dann Walhai-Schnorcheln und Vulkan-Besteigen einplanen und dazwischen hoechstwahrscheinlich verdammt viel Busfahren. Momentan haben wir etwas Angst, dass der naechste ATM in Bacalod sitzt, laessige 5 Stunden entfernt. Wir hoffen, dass nicht. Bitte Daumendruecken :)

In diesem Sinne, es gibt hoffentlich bald wieder neue Nachrichten. Aber - keine Neuigkeiten sind auch gute Neuigkeiten.

Gruesse von den Philippinen - die trotz allem uebrigens echt gut sind!

permalink written by  MaxTheDay on March 7, 2013 from Sipalay, Philippines
from the travel blog: MaTi in Südostasien
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Surfin' Cherating

Kampong Baharu Cherating, Malaysia


Hallo ihr Nasen, hier sind wir wieder. Ja, es ist schon ne ganze Weile seit dem letzten Eintrag vergangen, zugegeben. Aber auch wir werden aelter und haben es entweder vergessen oder verdraengt.

Aber jetzt seit ihr wieder voll dabei, denn: es wurde nass. Und naesser. Max (und auch Tati) sind endlich am erklaerten Ziel angelagt: sich auf ein Brett zu stellen und der Natur zu trotzen. Und den Wellen. Die bisher noch kraeftig zuruecktrotzen, aber daran wird gearbeitet. Denn, liebe Freunde, es wird gesurft! Das darf Oma uebrigens auch nicht wissen, also vertrau ich da auf euch. Und weil es wir sind und nicht irgendwer, der hier durch die Welt zieht, haben wir uns dafuer den einzigen Flecken in Malaysia ausgesucht, den man zum Surfen finden kann. Alle andren gehen naemlich nach Indonesien. Und Himmel, sind wir froh darum!

Wir wollten eigentlich nur drei Tage bleiben oder so. Heute sind es fuenf Tage und es wurde damit begonnen, Rabatte fuer den Surfbrett-Verleih der naechsten Woche zu verhandeln. Wir koennten hier also noch ein bisschen bleiben. Aber es ergibt sich auch leider ganz wunderbar, wir koennen gar nicht anders: Zum ersten Mal in Malaysia (nach Kuala Lumpur und Penang) ist die Unterkunft wieder bezahlbar - 25 Ringgit, knapp 6 Euro zu zweit. Dafuer gewinnen wir zwar kein eigenes Bad, aber eine eigene kleine Huette mit Moskitonetz und ueberdachter Veranda, auf die zwei Stuehle und Max Haengematte aus Siem Reap passen. Und auf der laesst sich super Zeit verbringen, da sie ebenfalls mit einem grandiosen Blick auf den hauseigenen Hasenstall ausgestattet ist und sich zusaetzlich aus bisher ungeklaerten Gruenden jeden Abend puenktlich um halb Sieben zwei Eichhoernchen hinter unsrer Huette zanken.

Neben kiloweise Eichhoernchen gibt es ausserdem Katzen in jeder Farbe, Groesse und Geschmacksrichtung und mit ein bisschen Glueck sieht man morgens beim Fruehstueck einen Nashornvogel auf der Palme sitzen. Fast schon kitschig hier. Da es hier genug Backpacker und Surfer gibt, damit sichs rentiert, gibt es einen Laden mit super selbstgemachter Pizza und einen (die Don't tell Mama-Bar) mit klasse Burgern. Ansonsten gibts viel einheimische Kueche fuer wenig Geld, meist Reis oder Nudeln mit irgendwas. Oder pfannkuchenartiger Roti, der in Currysauce gedippt wird. Oder Obst. Oder - der Klassiker - Fertignudeln, sehr asiatisch und gut, wenn man nicht wirklich aus der Haengematte will.

Der Tag sieht ungefaehr folgendermassen aus: aufgestanden wird um 08:00, dann gibts Fruehstueck (Muesli aus dem Supermarkt oder Roti mit Chilisauce - roti canai - oder Reis und Fisch - nasi lemak) und dann wird sich aufs Bord geworfen und gegen die Natur gekaempft bis ungefaehr Mittag. Das ist massiv anstrengend, man ist nachher voellig fertig, wund und - wie in meinem Fall heute - hat so viel Meerwasser in der Nase, dass es einem in den Mund laeuft. Muhaha. Irgendwie wird das Bord zurueckgeschleppt, man wirft sich in die Dusche, versorgt Wunden mit Calendula-Creme und geht Mittagessen (Nudeln oder Reis, meist gebraten mit irgendwas, dazu gibts frische Kokosnuss, weil Kokoswasser hilft gegen alles und schmeckt auch noch). Dann kommt der anstrengende Teil - Max davon ueberzeugen, dass eine Rolle Oreo-Kekse am Tag genug ist, und dann gehts auch schon in die Haengematte. Dort wird der feste Vorsatz gefasst, um 16:00 nochmal ins Wasser zu gehen (das uebrigens mollig warm ist), was aber meistens irgendwie dann doch ignoriert wird. Der restliche Tag wird mit Buechern und der neusten 30-Spiele-Spielesammlung fuer den Nintendo DS durchgestanden, die ich mir in Penang geleistet habe. Wenn es dunkel wird und sich die Eichhoernchen fertig gezofft haben, gehts Abendessen - dann eher westlich. Oder eben nicht, heut gabs gegrillten Fisch aus dem Fluss um die Ecke. Dann wird in der Haengematte gezockt bis in die Puppen (Max) oder sich mit dem Buch nach ner Weile ins Bett verkruemelt (ich) - schon lustig, vielleicht ist das genetisch. Die Keksrolle ist zu diesem Zeitpunkt uebrigens schon lang Geschichte.

Auch die hier getroffenen Leute sind recht nett. Auf Blutsbruederschaft wurde zwar noch nicht getrunken, aber ein paar Reisegeschichten geteilt und lustigerweise hat unser Surflehrer eine Deutsche geheiratet. Im Maerz gehts fuer die beiden wieder zurueck nach Nuernberg, um dann im Oktober wieder nach Malaysia zu kommen. Ja, die Welt ist klein. Und wir haben eine ostdeutsche Familie getroffen, deren eine Haelfte in Kuala Lumpur wohnt und die andere in Dresden. Sollten wir also mal Tina in Leipzig heimsuchen, wird Dresden gleich mitbesucht.

Soweit, so gut. Wir moegen, wo wir sind und die Seele kann hier prima baumeln. Ausserdem ist Surfen dermassen anstrengend, dass wir mit gestaehlten Astralkoerpern zurueckkommen werden, wenn das so weitergeht. Ich hab zumindest immer brav Muskelkater und muss ab morgen Kraulen ueben, weil ich beim auf-dem-Brett-liegen-und-Paddeln immer gnadenlos absauf, weil ich ungefaehr einen Armmuskel hab. Der reicht lustigerweise zum Marmeladenglasaufmachen, ist aber fuer im Meer Kraulen gaenzlich ungeeignet. Ab morgen gibts da Bootcamp. Oh hurra.

Ah ja, ganz vergessen: wir haben die ersten zwei Tage Surfstunden genommen und sind dann ohne Stunden nur mit Brett weitergezogen, um Gelerntes anzubringen. Alles zum Glueck hauseigen. Hier gibts Bilder!
--> http://cheratingpoint.com/2013/01/11/10th-january-2013-lesson-postcard-day-in-cherating/

Die naechsten Stopps werden uebrigens Malaka, Singapur und dann Bali, weil man da gut weitersurfen kann. Der Rest von Indonesien ist zu krass fuer Anfaenger. Schade. Von Bali dann wahrscheinlich nach Lombok und dann..keine Ahnung. Ich geh jetzt wieder in die Haengematte :)

permalink written by  MaxTheDay on January 9, 2013 from Kampong Baharu Cherating, Malaysia
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tagged Surfing

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George Town

George Town, Malaysia


Tja, George Town.

Keine Ahnung woher das kommt, aber ich verbinde den Namen mit Reiseberichten aus der Kolonialzeit der Engländer. Und dabei lese ich eingentlich nicht solche Bücher. Aber tatsächlich, sie ist von der East India Trading Company gegründet worden: Sie war der StopOver für alle, die weiter nach Westen oder Süden wollten und daher einer der großen Hubs - sowohl für Händler als auch für Reisende.

Nun, das sieht man noch heute. Die Altstadt besteht noch aus Prachtbauten aus dieser Zeit und auch die Handelshäuser und Wohnhäuser reicher Händler sind zum Teil noch erhalten. Besonders auffallend ist aber der extrem hohe Anteil an chinesisch- oder indisch-stämmigen Einwohnern, die sich damals hier ansiedelten. So gibt es little India, ein Viertel, in dem Bollywood-Mucke aus jedem Laden tönt und Besteck nicht zu finden ist.

Mit ein bisschen mehr Zeit und der richtigen Stimmung könnte man glaube ich mit Hilfe eines Fahrrads noch viel erkunden, aber hier holten uns/mich ein Ereignis aus der Heimat ein, das mich sehr beschäftigte.
Dadurch wurde es leider nichts mit einem Strand-Tag an der Westseite der Insel Pinang (hier liegt ja die Stadt), in der Nähe von einem 2-Schichten-See: Unten Meerwasser, das irgendwie den Weg ins Inselinnere gefunden hat, und darüber Süßwasser aus einem Fluss. Das muss ein super Ökosystem sein, das ich gerne mit Schnorchel und Maske erkundet hätte, aber das hat nicht sollen sein.

Hiernach geht es nach Cherating zum Surfen. Per Bus. Da ich den Eintrag in Cherating schreibe, kann ich verraten, dass die Busfahrt über Nacht mit einem auf 10 Grad heruntergekühlten, dafür sonst sehr gemütlichen Bus gemacht wurde. Ein bisschen schwierig da zu schlafen. Wenigstens hörte das Schlottern und Zittern auf, als wir an dem nächsten Stopp Socken, lange Hosen und Fleece-Jacke aus dem Gepäckraum organisieren konnten...

permalink written by  MaxTheDay on January 7, 2013 from George Town, Malaysia
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Familientreffen

Bangkok, Thailand


Es ging ja nicht gerade gut los: ich war böse Magenverstimmt, und wir waren einen Tag zu Früh in Bangkok für unsere Unterkunft, die wir im Voraus gebucht hatten (ausnahmsweise, aber es geht hier ja um den Jahreswechsel, an dem der typische Thai gerne auf Reisen geht und die Familie besucht).

Aber dann gings los. Wir hatten uns bei einer Familie angemeldet, die wir garnicht kennen: Tatis Großeltern haben Freunde, die eine thailändische Familie kennen. Und wie das so ist, dürfen wir uns dort vorstellen und vielleicht auch besuchen.
Also, wie gesagt, wir teilten mit, dass wir kommen und auf die Frage nach der Unterkunft sagten wir, dass uns die erste Nacht fehle. Jom sagte, sie kümmere sich darum.
Wir bekamen also den Namen des Hotels, wir ließen uns von einem Taxi anliefern. Wir stiegen aus und waren platt. Wir hatten für die Nacht einen Raum im neunten Stock eines Nobelhotels, mit Flussblick. Wahnsinnig gut. Wir ließen es uns gutgehen, frühstückten nach einer angenehm ruhigen Nacht und trafen die Familie für einen Bootstrip. Tja, wir dachten, wir treffen das Ehepaar und die zugehörigen Kinder, aber nichts da, von der Oma bis zu den Neffen, alle da. Schließlich geht es auf einen Floating Market, und zur Feier des Tages mit dem Boot - wohl nicht die Standard-Art. Hatte aber den Vorteil, dass alle die Fische füttern konnten. Und die Fische werden immer am selben Platz gefüttert - an der Bootsanlegestelle vor dem Tempel. Da man als gläubiger Buddhist auf Tempelgrund oder direkt davor nicht töten darf, sind die Fische sicher. Das Resultat: es ist mehr Fisch im Wasser als Wasser. Was ein Getümmel. Hier kann ein kleines Stückchen Brot wirklich Krieg auslösen. So viele hungrige Mäuler und nur ein Stück Brot...

Der Markt selbst war sehr schön, wie man sichs halt vorstellt - viel zu essen, und was man so für den Kühlschrankt braucht, gibts auch. Auf dem Rückweg kamen wir noch an einem anderem kleinern Markt vorbei, wo wir noch Haarschmuck für Tati erstanden und die Großmutter, die mit von der Partie war, für ihren Enkel gefangene Kleintiere, die dann in die Freiheit entlassen werden. Für diesen (zugegebenermaßen komerzialisierten) Dienst bessert man sein Karma auf und ja nachdem welches Tier (Kröte, Schildkröte, Fische) man freilässt, ist die Belohnung ein längeres Leben, mehr Geld oder die Wiedergutmachung von früheren Taten.

Danach wurden wir noch zu einem erstklassigen Spa geführt. Uns wurde angeboten, das beste in Bangkok kennen zu lernen, und da wir am Wat Pho uns schon hatten massieren lassen, dachten wir es geht um etwas ähnliches. Weit gefehlt.
Zuerst gings in die Central World, ein großes und exklusives Einkaufszentrum (aber das sind sie ja alle), einmal quer durch und in den 23ten Stock. Dann ist nämlich der Fahrstuhl zuende. Wir müssen wechseln, um zum 26ten Stock zu kommen. Wir denken so langsam da ist doch was faul, spätestens als wir in der Lobbby eines x-Sterne Hotels stehen. Da wir unsere lieben Gastgeber nach dem Spa-Treatment nicht mehr sehen werden, verabschieden wir uns und werden in 2,5 Stunden auf luxoriöste Weise Body-gescrubbt, Massiert, in den Whirlpool gesetzt und Aroma-Beduftet. Der absolute Hammer, man fühlt sich ungelogen wie neu geboren.

Nochmals: Vielen lieben Dank!!!

permalink written by  MaxTheDay on December 29, 2012 from Bangkok, Thailand
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Stadtpark, Klimaanlage und AK

Ubon Ratchathani, Thailand


Wir kennen hier leider nur ein Cafe mit Klimaanlage, weil ich einen Hitzschlag hatte - die Kombination aus zu viel Kaffee, schlechtem Platz im Bus hinter dem warmen Ende der Klimaanlage und dem 15 Grad wärmeren Thailand war eben nicht soo dolle.

Aber am Nachmittags gings dann, wir fanden raus, dass heute ein großer Rummel mit Fahrgeschäften und Verkaufsständen und Musik neben dem Park war, man konnte auch schießen: Korken und Luftdruckgewehre, kleine Plastikkugelgewehre und Pistolen und die Thailändische Armee hatte einen echten Schießstand aufgebaut.
Am Nachmittag organisierten wir uns dann Essen und verzogen uns in den schattigen Stadtpark. Das war dann der Zeitpunkt, als ich mir die Nahrungsmittelvergiftung zuzog: Mit Nudelsalat und Tomaten. Eigentlich nich so schlimm, aber durch den Nachtzug gut durchgeschüttelt und verschlimmert nur durch Antibiotika weg zu bekommen. Aber wir Waren ja grad auf dem Weg nach Bangkok... :)

permalink written by  MaxTheDay on December 27, 2012 from Ubon Ratchathani, Thailand
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Weihnachten, Klappe die Zweite

Pakse, Laos


Nach unserem gestrigen Reisetag (25. Dezember) sind wir nun in Pakse und haben für den zweiten Weihnachtsfeiertag die Treetop-Explorer Tour fertig gebucht. Wir sind mit einem netten Japanisch-Spanischem Pärchen auf der zwei-Tages-Tour und ich muss noch topfit werden, da mich fast meine laufende Nase einholt.

Wir werden frühmorgens vom Hostel abgeholt und der Weg führt über eine unglaubliche SChotterpiste, eine von der ich glaubte sie stellt den Standard in Laos dar. Ein Glück sind diese Tage vorbei: wir hätten wirklich einfach Milkshakes machen können, man braucht manchmal die ganze fünf Meter breite Straße um den Schlaglöchern auszuweichen. Wahnsinn. Kein Wunder, dass hier die Busse früher so oft kaputt gegangen sind.

Jedenfalls kommen wir schlussendlich an: wir sind mittem im Bolaven-Kaffee-Plateau, vor dem kleinen Shop eines einheimischen Kaffee-Bauerns. Wir bekommen alle unsere Klettergurte, ein absolutes Muss. Unser bester Freund für die nächsten zwei Tage, ohne ihn kommen wir nichtmal ins Baumhaus mit den Betten...

Da man in Kaffee-Plantagen noch nicht zippen kann (die Pflanzen sind zu kostbar, und Arabica ist ein kleiner Busch, Robusta geht als kleiner Baum durch und Excelsa ist die am Kaffee-Sorte, die am höchsten hinaus geht), ist erstmal ein Marsch angesagt: aus der Plantage raus (die Ähnlichkeit mit einem wilden Wald ist schon krass, aber so mögens die Pflanzen, oder die Farmer...) und in den Urwald. Dort gibt es dann auch eine Rast - das Essen wird auf Bananenblättern ausgebreitet, Besteck gibts nicht. Wahnsinnig lecker!

Nach der Stärkung sind wir schon fast an der ersten Zipline. Wahnsinn. Es folgen weitere. Es ist der Hammer. Wir bewegen uns stetig abwärts: wir hangeln uns ein Tal entlang - aber nicht auf dessen Sohle, sondern wir zippen im Zick-Zack über den kleinen Fluss unter uns. Die Zip-Leinen sind nämlich von Urwald-Riese zu Urwald-Riese gespannt, quer über das Tal. Man hängt sich dann per Karabinerhaken und Rollenschlitten in das Seil ein und dann gehts los. Am Anfang sind es 60 Meter Strecke, und man fliegt nur knapp über die Baumwipfel, am Ende knappe 500 Meter und man hängt 50 Meter über der Talsohle, direkt vor einem Wasserfall und kann den Mekong in der Ferne funkeln sehen.

Da ich für in 10 Minuten fürs abendliche Pizza-Essen noch Bier besorgen muss, geht es bald (hoffentlich dann auch mit Fotos) weiter mit dem Bericht. Quasi nach der Werbung - für Kaffee!

http://www.bolavenfarms.com/index.html

Und da bin ich wieder. Es ist einen Tag später, und laut meinem Magen schon wieder Zeit fürs Abendessen. Aber versprochen ist versprochen.


Gegen Abend geht es dann an den Fuß des Wasserfalls: Dort erwartet uns das Dorf, eine Ansammlung von Hütten für Unterkunft, gemeinsamen Aufenthaltsplatz und Küche. Es brodelt ein Wasserkocher ohne Unterlass, und nachdem wir die Gurte abgelegt haben, stellen wir fest, dass erkein Wasser sondern köstlichen laotischen Kaffee beinhaltet. Wahnsinnig lecker. Und nur echt mit Unmengen an gesüßter Kondensmilch.

Kurz später müssen wir uns nach einem vollen Tag und nun auch vollem Bauch nochmal in die Gurte zwängen: man kommt nur per zip-Line in das Baumhaus mit unseren Betten. Hier sind wir sicher, wird uns versichert. Wovor nur? Naja egal, wir sind 15m über dem Boden, das einzige das uns was klauen könnte sind Affen. Dennoch hänge ich vorsichtshalber Rucksack und Oreo-Kekse an einem meiner Spanngurte auf. Und tatsächlich - ich werde von einem Geräusch wach, das mir sagt, meine Kekse sind in Gefahr: ein Rascheln von Plastikverpackung. Der Schein der Taschenlampe entlarvt eine sehr große Maus oder gar nicht so kleine Ratte als den Übeltäter. Was machen? Die Lösung ist einfach: ich esse die Kekse selbst. Danach ist Ruhe - ha, denkste. Die Maus/Ratte lutscht raschelnderweise am Papier, bis wirklich kein knuspriges Körnchen mehr da ist, aber ich kann zum Glück davor wieder einschlafen.

Der nächste Tag gestaltet sich ähnlich wie der erste, wir haben aber diesmal auch ein Video davon. Wenn ich einen Weg gefunden habe, das online verfügbar zu machen, wird dies wohl ein gelungenes Ende für diesen Post sein, aber bis dahin, ...

Ha, ich hab doch noch ein Ende: Das obige Foto wurde nach einer Via Ferrata aufgenommen - wir sind ganz oben am Wasserfall, da vorne schaut einer locker 80m in die Tiefe. Wie gesagt, das ist ein bisschen mehr als die Höhe, in der wir über die Schlucht gezipt sind...

Jetzt aber: Ende!

permalink written by  MaxTheDay on December 25, 2012 from Pakse, Laos
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Stop and Go in Laos - Weihnachten in Savannakhet

Savannakhet, Laos


Wir sind da. Nach erstaunlich kurzer Fahrt. Allerdings haben wir so ziemlich jedes Verkehrsmittel, das in Laos zur Verfügung steht, dazu verwendet.

Während des Frühstücks hat ein Songtaew unsere Rucksäcke erspickt und prompt angehalten - da gibts was zu verdienen an den Touris. Das Songtaew sollte uns eigentlich nur bis zur Route 13 bringen, also 41 km quer durch den Nationalparkt (= Regenwald). Da viele Einheimische vor uns auf die Idee kamen, musste ich auf einer Stahlrohrkonstruktion außerhalb der Ladefläche stehen...

Da wir auf einen Bus hätten warten müssen, der uns bis nach Savannakhet bringen konnte, entschieden wir uns so weit wie möglich mit dem Songtaew zu zockeln. Das ging noch ca. 30 Minuten (= 15 km), dann hat der Fahrer einen Fahrbahnbelag-Wechsel und den damit verbundenen Höhenunterschied von 15 cm übersehen und irgendwas an der Vorderradachse kaputt gemacht. Als er dann so unter seinem Honda Porter Pickup lag und versuchte, das Ding irgendwie wieder zum Laufen zu bringen, kam unser Bus in Sichtweite. Dieser wurde kurzerhand angehalten und mit unserem Gepäck beladen. Das war ungefähr der Zeitpunkt, an dem uns aufging, dass unsere Barschaft wohl nicht reichen würde... Aber das wurde problemlos hingenommen - ein ATM (Geldautomat) lag auf der Strecke. Nochmal Glück gehabt...

Es stellte sich heraus, dass der ATM auf einem Busbahnhof zu finden war. Hier mussten wir dann nicht nur Geld ziehen, sondern auch den Bus wechseln. Wir bekamen einen riesigen 79sitzer, der mit ca 50 Leuten besetzt war. Sollte eigentlich genug Platz sein, denkt man so als europäischer Reisender. Der Laote weiß: man sitzt zu dritt auf den Pärchensitzen, und auf dem Gang werden Hocker aufgestellt. Grund: Eigentlich war der Bus ein Transporter für Laotische Zigaretten. Diese waren kartonweise bis etwa zur Hälfte des Busses gestapelt - und somit war auf einmal der Platz für Personen sehr eng (selbst nach Laotischen Maßstäben bemessen, und dieses Völkchen ist zwei Köpfe kleiner als unsereins...).

Aber nach zwei Stunden als Sardine kamen wir auch endlich an. Und nahmen ein schon wartendes, kostenfreies Tuktuk. Moment - kostenlos? Da ist doch was komisch. Ja genau, wir waren nämlich noch immer 20 km von Savannakhet weg - und dank des Services kamen wir an die stadteigene Busstation. Doch auf diesem Weg erlebten wir ein Novum: normalerweise ist (zumindest theoretisch) der Platz auf einem Tuktuk auf 6 Passagiere beschränkt. In der Praxis dachte ich, das Limit liegt bei unendlich vielen Mitfahrern. Doch nachdem sich das Tuktuk mit 12 Personen + Gepäck + Fahrer nur langsam in Schwung bringen ließ, überlegte es sich der Fahrer besser und auf der gegenüberliegenden Straßenseite wurden wir in ein Songtaew umgeladen.

Damit sind wir fast daheim, aber die interessanten Episoden sind erzählt. Nur noch so viel: wir haben uns zur Feier des Die-Welt-ist-nicht-untergeganen-Tags und des Max-und-Tati-sind-drei-!-Jahre-zusammen-Tags ein Zimmer mit echten Glasfenstern geleistet und sind richtig französchisch essen gegangen.

Und morgen gehts neben dem Dinosaurier-Museum in ein UXO-Museum. Apropos, wusstet ihr, dass Laos das am meisten bombardierte Land der Welt ist? Und dass man deswegen beim Bettpfosten-Einschlagen ausversehen eine nicht explodierte "Bombi" treffen kann? Aber das ist einen eigenen Blogeintrag wert und ja, wir sind hier wahnsinnig vorsichtig und verlassen die Wege nicht...

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Es ist Weihnachten. Also, eigentlich noch nicht, es ist der 24. Dezember. Wir haben gestern alle Karten verschickt, aber dann wird klar dass keine rechtzeitig ankommen wird. Heute ist nämlich Montag. Keine Chance.

Nu ja, wird sich schon geben. Heute wissen wir, dass Karten länger brauchen, da die Handy-App die letzte Adress-Zeile wegschneidet (also Postleihzahl und Ort). Ganz super...

Aber hier ist zumindest hübsch geschmückt.


Allerdings ist das nicht überall in der Stadt so. Der hübscheste Platz mit dem "eindrucksvollen" französischem Vermächtnis aus der Kolonialzeit stellt sich nämlich wie folgt dar:

Außerdem hat nichts offen. Wir werden wohl zu Weihnachten wieder in dem französisch Restaurant frühstücken und dann mal schauen. Wir kommen auf eine super Idee, die wir auch in Zukunft fortsetzen werden: Wir gehen zur Massage. Eine Stunde durchkneten lassen. Das geht zwar nur hier für umgerechnet 3Euro 50, aber so entspannt in den Weihnachtsstress starten - super!

Und dann hat doch etwas offen: Das Dinosaurier-Museum! Wir werden von einem super freundlichem Einheimischen herumgeführt, der die meisten Ausstellungsstücke in der Umgebung selbst freigelegt hat. Wahnsinnig stolz drückt er uns nen Knochen in die Hand und meint: "Und das da, das ist ein Knie von einem Tyrannosaurus Rex..." Ich hätte als kleiner Tyrannosaurus-Rex-faszinierter Junge sowas niemals träumen lassen.
Und nen halben Longneck hat er auch ausgegraben. Die Viecher sind wirklich groß, der Dino passt kaum in den Ausstellungsraum...

Wir finden das andere Japanische Restaurant geöffnet (uns ist gerade nicht nach Einheimischen) und dort erwerben wir auch eine Flasche mit der wir am Abend anstoßen können. LaoLao, Reiswein, den es nur schwarz gibt. Der ist nämlich eigentlich verboten. Da "Export-Qualität" draufsteht, ist uns das egal.

Am zentralen Platz, also genau gegenüber von dem Karusell mit dem Panzer (s.o.) steht eine katholische Kirche, die wir am Abend besuchen. In einem buddhistisch geprägten Land sieht der Gottesdienst dann auch anders aus. MAn begibt sich auf Pilgertour durch den Kircheneigenen Garten, vorneweg der Pfarrer mit Ministranten und Kerzen. Soweit so ungewöhnlich. Doch dahinter folgt die ganze Gemeinde dem Pfarrer dreimal entgegen des Uhrzeigersinns um das Zentrum des Gartens. So ehren nämlich auch Buddhisten heilige Bildnisse und Artefakte (aber im Uhrzeigersinn). Da wir leider den Gottesdienst nicht verstehn und auch keines der Lieder auch nur eine bekannte Melodie ist, überlassen wir die Plätze die wir danach in der Kirche eingenommen haben zwei Einheimischen, waren wir am Vormittag doch schon einmal für uns hier.

Nun geht es nach Hause, und der LaoLao wird mit Eis und Coke zu einem LaoLibre, mit dem wir zusammen mit einer anderen in Savannakhet gestrandeten Reisenden auf Weihnachten anstoßen.

permalink written by  MaxTheDay on December 23, 2012 from Savannakhet, Laos
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Mim Motorboot durch Kalksteinhöhlen

Kong Lor, Laos


Wir habens wieder geschafft. Mitten in der Nacht sind wir in Ba Na Hin angekommen. Und haben eine super Unterkunft gefunden. Und Essen. Das hat sich ergeben, da wir in Phonsavan uns fürs Weiterfahren entschieden haben. War ein bischen länger als erwartet, aber ok.

Am nächsten Morgen geht's mit einem geliehenen Moto zu den Kong Lor Caves, die 40km im Nationalpark liegen. Hört sich fast so schön an wie Coc Phoung, ist aber anders: überall kleine Dörfer, deren Einwohner Landwirte oder Tierzüchter sind. Und wir brettern mitten durch.

Als wir nach fast einer Stunde die Höhlen erreichen, steigen wir kurzerhand in kleine Motorboote um - sogenannte Longboats. Der Name kommt von der Schiffsschraube, die mit einer 2m langen Vorrichtung direkt aus dem Motorblock eines alten Autos/Mofas/Rasenmähers ragt.
Die Höhlen sind klasse, man kann sich große urzeitliche Reptilien hinter jeder Ecke vorstellen - denn außer den Lichtkegeln der Stirnlampen bleibt alles im Dunkeln.

Nach so starken zwei Stunden sind wir wieder zurück, hüpfen hungrig aufs Mofa und haben Angst, in der Dunkelheit heimzukommen - es ist schon fortgeschrittener Nachmittag. Ein kurzer Blick auf die Uhr sagt, dass wir mit Sicherheit durch die Dunkelheit fahren, und auch, dass unser Magen jedes Recht hat zu knurren. Wir parken also spontan vor einem Restaurant, das unter anderem mit westlicher Cuisine wirbt. Mehr als Fritten gibts allerdings nicht, eher schon PadThai oder Laotischer Sticky Rice. Nuja, der Platz ist schön, und außerdem habe ich das Laotische Essen auch ganz gerne.


Vom Heimweg ist eigentlich wenig mehr zu berichten. Außer die Kuh, die sich plötzlich aus dunkelster Dunkelheit direkt vor uns materialsierte. Sehr lustig gemacht, Kuh. Sehr lustig!


permalink written by  MaxTheDay on December 21, 2012 from Kong Lor, Laos
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Enttaeuschung

Vieng Thong, Laos


Liebe Freunde, es ist passiert, was schon lange eigentlich haette passieren muessen. Ich hatte gedacht, dass wir vielleicht ganz darum herumkommen, aber dem war leider nicht so. Wie dem auch sei: wir sind hier zum ersten Mal richtig tief enttaeuscht und auch genervt worden.

Angefangen hatte alles damit, dass Max im Reisefuehrer von einer Night Safari voellig in der Pampa gelesen hatte, in einem Gebiet, in dem es noch Tiger gibt - soweit dem einzigen hier in Laos. Kostet zwar ne schoene Stange Geld fuer uns, macht aber sonst fast keiner und ueberhaupt...wow. Das waer doch was. Gesagt, getan, wir fahren von Nong Kiew aus in die Pampa. Waehrend wir also an der Busstation warten, ziehen Heerscharen an Touristen an uns vorbei zurueck nach Luang Prabang - nur wir zwei sitzen und warten unerschrocken und harren der Dinge, die da kommen moegen. Zunaechst kommt aber mal gar nichts. Uns wurde gesagt, wir sollten ja um 12.00 Uhr da sein, damit wir den Bus um 12.30 Uhr kriegen und dann 7 Stunden Fahrt. Na, wenns sein muss. Als es irgendwann 14.20 Uhr war und vom Bus immernoch keine Spur war, sind wir langsam ein bisschen nervoes geworden. Aber siehe da... er kommt. Es geschehen doch noch Wunder. Und dann die naechste Ueberraschung: der Kleinbus ist zum Bersten voll mit Locals. Sitzplaetze werden hier wohl in Busvolumen angegeben. Es folgt Verwunderung: wie, die Falangs (das sind alle Westlichen) wollen auch mit? Fuer einen Moment fuerchten wir, dass die Warterei vergebens ist und wir nicht mehr mitkommen. Aber siehe da: wir werden auch noch reingebazt. Irgendwie. Dann wird die Tuer zugemacht, damit niemand waehrend der Fahrt rausfaellt. Max muss stehen und stoesst mit dem Kopf an der Decke an. Wieder was, was Oma nicht erfahren darf. So geht es dann erstmal eine Zeit, ich bin irgendwo untergebracht worden, wo ich die Knie an den Ohren hab. Aber..es geht voran! Und das ist doch was! Eine gute halbe Stunde spaeter steigen ein paar locals aus und wir sichern uns zwei Plaetze im hinteren Teil des Busses. So kann der Rest der Reise fortgesetzt werden. Und die Landschaft aussenrum ist der Hammer! Gruene Huegel, soweit das Auge traent. Nette locals, manche mit Tracht. Laos ist schoen.

Wir hatten die Night Safari-Tour bereits per Mail gebucht, dann aber nochmal angefragt, ob wir das Datum verschieben koennen. Daraufhin kam keine Antwort mehr zurueck, bis der Bus gefahren ist. Aber gut, dann eben Abenteuer. Wir fahren trotzdem, das wird schon.

Und dann passierten drei unverhoffte Dinge:
zum ersten: wir kamen viel frueher als befuerchtet an. Das ist gut. Statt so gegen Mitternacht durchs verlassene Dorf zu duempeln, schlagen wir gegen 20.00 Uhr auf und finden auf Anhieb ein schoenes und guenstiges Guesthouse. Jawoll! Auch Abendessen findet sich leicht, man ordert zweimal gebratene Nudeln und fuer jeden ein Beerlao - also einheimisches Bier.

zum zweiten: waehrend wir noch auf unser Essen warten, erscheint ein Einheimischer und fragt, ob wir die Deutschen sind. Das war erstmal gruselig - ein bisschen wie Drogenkurier - bis sich rausgestellt hat, dass er der Mensch war, mit dem wir unsre Tour gebucht und unsren E-Mail-Kontakt hatten. Er war schon recht fertig, weil er auf uns gewartet hat und nicht wusste, ob wir denn wirklich kommen (ich habe ehrlicherweise auch wirklich mit dem Gedanken gespielt, erst zu kommen, wenn er zurueckschreibt, da Nong Kiew ne super Stadt war und ich da gerne noch wandern gewesen waere). Aber da waren wir! Und die Tour sollte am naechsten Tag losgehen! Perfekt!

zum dritten: nix ist mit Tour, denn: ob wir das Geld dabeihaben? Wir sagen: Nein, wir wollten es hier ziehen oder mit Visa-Karte zahlen. Das sollte bei 240 Euro fuer zwei Leute doch moeglich sein. Es stellt sich raus: nix ist mit Visa-Karte, nur bares ist wahres. Dann fragen wir nach einem ATM - ja, einen gibts. Gut, also auf dahin - wohl gemerkt laeuft alles ab, waehrend wir auf unser Abendessen warten. Und da er fertig aussieht und Max ein guter Mensch ist, schlingt Max, sobald das Essen kommt, das Pfund Bratnudeln runter, das er auf dem Teller hat und macht sich auf zum ATM. Frustriert kommt er wieder, ATM funktioniert nicht. Waehrenddessen versuche ich, meine Nudeln auch schneller zu futtern und mache unterdessen Smalltalk - ob man denn viele Tiere sieht zur Zeit auf der Safari - deswegen sind wir ja da. Die Antwort: ne, eigentlich nicht. Manchmal nen Hirsch. Wir haben zwar nicht damit gerechnet, dass wir nen Tiger sehen, aber das klingt nicht trotzdem sehr gut. Denn dafuer bin ich eigentlich nicht bereit, so viel Geld hinzulegen. Aber wer weiss, vielleicht haben wir ja Glueck und sehen mehr. Es stellt sich raus - der ATM ist nicht fuer internationale Karten zugelassen - das geht vielleicht in 2 bis 3 Monaten. Das hilft uns auch nicht viel. Auf die Frage, wo denn der naechste ATM ist: in Sam Neua - also grade mal laeppische 4 Stunden mit dem Bus. Einfach. Darauf haben wir nicht wirklich Lust. Der Guide ist erstaunt, wie es sein kann, dass wir nicht generell so viel Geld bei uns haben. Ich weiss ja nicht, wer sonst die Tour macht, aber ich bin noch nie mit so viel Geld in der Tasche rumgelaufen - zufaellig. Vor allem nicht als Backpacker. Wir haben langsam ein Problem.

Dann weisst der Guide daraufhin, dass ja auf der Webseite gestanden haette, dass es nur in Cash geht. Wir muessen das scheinbar ueberlesen haben. Mittlerweile hab auch ich meine Nudeln runtergeschlungen. Der Guide schlaegt vor, sich morgen im Buero zu treffen, damit man sich was ueberlegen kann. Die Tour machen wir dann einfach nen Tag spaeter. Da wir schon ein bisschen weiter geplant haben, fragen wir, ob wir nicht noch heute ins Buero gehen koennen - immerhin ist es 20.45 Uhr und damit nicht so furchtbar spaet. Widerstrebend werden wir dorthingefahren - 4 Minuten mit dem Mofa. Wir haben ihm noch waehrend des Essens erklaert, dass wir das Geld auch gerne per Onlinebanking ueberweisen koennen - wenn wir Internet haben und von ihnen die IBAN und BIC-Nummer bekommen. Kein Problem. Guide sagt im Restaurant, alles moeglich. Wir erreichen das Buero. Guide sagt, IBAN und BIC hat er nicht. Wir fuehlen uns verarscht. Guide sagt uns, dass wir morgen kommen sollen, da ist ein Australier, mit dem kann man sich unterhalten. Und ja, ob es uns was ausmacht, wenn wir zu Fuss heimlaufen.

Schwer genervt erreichen wir unser Guesthouse. Laos ist doof. Uns ist schlecht von der Schlingerei und nach 7 Stunden gequetscht Bus fahren war das nicht das, was wir uns fuer den Abend vorgestellt hatten. Es wird ins Bett gefallen und ueberlegt, ob das denn das alles ueberhaupt wert ist - dafuer, dass man manchmal nen Hirsch sieht. Wir entscheiden uns fuer ja, es ist es wert. Also soll es am naechsten Tag nochmal ins Buero gehen. Aber zuerst wird ausgeschlafen. Dann wird die Bank aufgesucht, ob die was tun koennen. Bank kann aber nur Geld wechseln und Ueberraschung - wir haben immernoch keine 240 Euro dabei, egal, in welcher Waehrung. Beim Fruehstuecken stossen wir auf einen Westlichen, den wir Tags zuvor schon in dem Restaurant gesehen haben und fragen ihn, was er hier denn so tut. Es stellt sich raus, dass das der Australier aus dem Buero ist, in das wir spaeter wollten. Wir beratschlagen, was zu tun ist. Es gibt hier kein Konto, sondern eine Box, in die das Geld kommt. Also nix mit IBAN und BIC. Die letzte Moeglichkeit: Western Union, Geld schicken. Ob wir denn nicht jetzt jemandem Bescheid sagen koennen, damit er das Geld herschickt. Und sie holen es dann ab und packen es in die Box. Das klingt uns ein bisschen zu dubios. Fuer eventuell mal nen Hirsch. Ausserdem ist die Geduld am Ende. Aber sowas von. Plus wir haben hier keine Moeglichkeit, irgendjemanden anzurufen in Deutschland.

Das Ende vom Lied ist das, dass sie uns alle mal gernhaben koennen. Wenn sie was von uns wollen, muessen sie uns auch Moeglichkeiten geben. Wir verwenden ganz sicher keine 10 Stunden Busfahrt, um den naechsten ATM aufsuchen zu koennen. Vor allem, weil das in einer ganz anderen Richtung liegt. Wir hatten noch nie das Problem mit ATMs, nicht mal im Kambodschanischen Hinterland oder in Thong Pha Phum in Thailand, wos sonst keine Europaeer gibt. Ausserdem haben wir auf der Webseite gecheckt: da steht nichts von wegen nur in bar und dass der ATM bis zum St. Nimmerleinstag wahrscheinlich ausser Betrieb sein wird. Auch kein Wort davon in der Bestaetigungsmail fuer die Tour.
So viel Aerger dafuer, dass wir vielleicht nicht mal ein einziges Viech gesehen haben. Wir beschliessen, das Geld in den Tree-Top-Explorer in Pakse anzulegen - Ziplining durch den Regenwald. Da wissen wir wenigstens, was wir kriegen.

Heute wird noch Wandern gegangen und morgen wird dann der Bus genommen nach Phonsavan. Aergerlich ist es immernoch.

permalink written by  MaxTheDay on December 16, 2012 from Vieng Thong, Laos
from the travel blog: MaTi in Südostasien
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In Laos

Nong Khiaw, Laos


Wir sind in Laos. Also da, wo man so als Touri normalerweise ist: im Bus in Laos.

Laos ist bekannt dafuer, dass es aus kleinen Doerfern besteht, die nur durch wacklige Busse, die regelmaessig auseinanderfallen, verbunden sind. Wir haben bisher die schoenste Stadt und sonst wirklich nur kleine Kaffs gesehen - ein Anzeichen dafuer dass die Berichte also irgendwie wahr sind.
Unser aktueller Bus ist allerdings anders als vorgestellt. Da wir in die Pampa fahren, wo wirklich keiner sonst hin will, gibts nur ein Songtaew. Das bedeutet zwei Reihen und bezieht sich auf die zwei Baenke auf der Ladeflaeche eines Pickups. Aber da es ueber Stock und Stein auf dieser Strecke geht, hatten wir diesmal einen nicht ganz soo kleinen Pickup. In einen kleinen passen 20 Leute wenn ich richtig gezaehlt habe, aber offiziell Platz haben nur 15, die vom Staat erlaubte Maximalmenge an Personen.

Die Fahrt geht morgens los, und ich glaube das Wetter laesst sich fuer Laos am Besten so beschreiben:
Stellt euch einen Altweiber-Herbst vor. So einen richtig schoenen mit Drachen steigen und in der kuehlen Sonne braeunen lassen. Das ist das Basiswetter.
Abhaengig von der Hoehe gibt es dann verschiedene Ausrutscher: wenn man noch in der Gegend von Luang Prabang ist, also so ungefaehr auf 350 m.ue.N.N., hat man den Einschlag von Sommer und es kann ordentlich heiss werden. Ist man jedoch weiter oben im Gebirge, so auf 750m schlaegt das Wetter eher in Richtung Winter aus. Und es wird vor allem nachts empfindlich kalt (also so 13 Grad).

Die Landschaft ist wunderwunderwunder schoen. Aber man sieht, wie hier der Regenwald immer weniger wird, und man kann sich wirklich gut vorstellen, wie es hier mal ausgesehen hat. Nun schaut fast jede Kuppe rechts und links der Strasse ein bisschen kahl aus, fast als ob ein Wirbelsturm einen kahlen Strich ueber den Berg gezogen haette.
Weiter weg von der Zivilation kommt er allerdings wieder: die Felsen und Berge werden schroffer, es wurzeln hohe Baeume und anderes Gruenzeug. es wird nicht gruener, denn das ist es ueberall, aber hoeher: es stehen noch alte Baeume.


Nur ueberall wo die senkrechte Wand kahl ist, sieht man, dass Schlammlawinen abgegangen sind. Das ist aber nur 2m links und rechts der Strasse, wo versucht wird ebendiese frei von Vegetation zu halten...
Aber die schoenste Stimmung kommt auf, wenn die harten Schatten von der senkrechten Sonne weichen und die Sonne langsam untergeht. Sie versinkt ueber einen langen Zeitraum hinter den Bergen, die zum Teil die letzten roten Sonnenstrahlen abhalten. Die ersten Sterne funkeln.

Wenn es wirklich dunkel ist, stehen wirklich unzaehlig viele Sterne am Himmel. Eine Handy-App ermoeglicht mir, die einzelnen Sterne den Sternzeichen zuzuordnen, und die fast voellige Abwesenheit von Lichtverschmutzung alle Sterne eines Sternbildes mit blosem Auge zu sehen. Morgen wieder!!


permalink written by  MaxTheDay on December 15, 2012 from Nong Khiaw, Laos
from the travel blog: MaTi in Südostasien
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