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Stop and Go in Laos - Weihnachten in Savannakhet

Savannakhet, Laos


Wir sind da. Nach erstaunlich kurzer Fahrt. Allerdings haben wir so ziemlich jedes Verkehrsmittel, das in Laos zur Verfügung steht, dazu verwendet.

Während des Frühstücks hat ein Songtaew unsere Rucksäcke erspickt und prompt angehalten - da gibts was zu verdienen an den Touris. Das Songtaew sollte uns eigentlich nur bis zur Route 13 bringen, also 41 km quer durch den Nationalparkt (= Regenwald). Da viele Einheimische vor uns auf die Idee kamen, musste ich auf einer Stahlrohrkonstruktion außerhalb der Ladefläche stehen...

Da wir auf einen Bus hätten warten müssen, der uns bis nach Savannakhet bringen konnte, entschieden wir uns so weit wie möglich mit dem Songtaew zu zockeln. Das ging noch ca. 30 Minuten (= 15 km), dann hat der Fahrer einen Fahrbahnbelag-Wechsel und den damit verbundenen Höhenunterschied von 15 cm übersehen und irgendwas an der Vorderradachse kaputt gemacht. Als er dann so unter seinem Honda Porter Pickup lag und versuchte, das Ding irgendwie wieder zum Laufen zu bringen, kam unser Bus in Sichtweite. Dieser wurde kurzerhand angehalten und mit unserem Gepäck beladen. Das war ungefähr der Zeitpunkt, an dem uns aufging, dass unsere Barschaft wohl nicht reichen würde... Aber das wurde problemlos hingenommen - ein ATM (Geldautomat) lag auf der Strecke. Nochmal Glück gehabt...

Es stellte sich heraus, dass der ATM auf einem Busbahnhof zu finden war. Hier mussten wir dann nicht nur Geld ziehen, sondern auch den Bus wechseln. Wir bekamen einen riesigen 79sitzer, der mit ca 50 Leuten besetzt war. Sollte eigentlich genug Platz sein, denkt man so als europäischer Reisender. Der Laote weiß: man sitzt zu dritt auf den Pärchensitzen, und auf dem Gang werden Hocker aufgestellt. Grund: Eigentlich war der Bus ein Transporter für Laotische Zigaretten. Diese waren kartonweise bis etwa zur Hälfte des Busses gestapelt - und somit war auf einmal der Platz für Personen sehr eng (selbst nach Laotischen Maßstäben bemessen, und dieses Völkchen ist zwei Köpfe kleiner als unsereins...).

Aber nach zwei Stunden als Sardine kamen wir auch endlich an. Und nahmen ein schon wartendes, kostenfreies Tuktuk. Moment - kostenlos? Da ist doch was komisch. Ja genau, wir waren nämlich noch immer 20 km von Savannakhet weg - und dank des Services kamen wir an die stadteigene Busstation. Doch auf diesem Weg erlebten wir ein Novum: normalerweise ist (zumindest theoretisch) der Platz auf einem Tuktuk auf 6 Passagiere beschränkt. In der Praxis dachte ich, das Limit liegt bei unendlich vielen Mitfahrern. Doch nachdem sich das Tuktuk mit 12 Personen + Gepäck + Fahrer nur langsam in Schwung bringen ließ, überlegte es sich der Fahrer besser und auf der gegenüberliegenden Straßenseite wurden wir in ein Songtaew umgeladen.

Damit sind wir fast daheim, aber die interessanten Episoden sind erzählt. Nur noch so viel: wir haben uns zur Feier des Die-Welt-ist-nicht-untergeganen-Tags und des Max-und-Tati-sind-drei-!-Jahre-zusammen-Tags ein Zimmer mit echten Glasfenstern geleistet und sind richtig französchisch essen gegangen.

Und morgen gehts neben dem Dinosaurier-Museum in ein UXO-Museum. Apropos, wusstet ihr, dass Laos das am meisten bombardierte Land der Welt ist? Und dass man deswegen beim Bettpfosten-Einschlagen ausversehen eine nicht explodierte "Bombi" treffen kann? Aber das ist einen eigenen Blogeintrag wert und ja, wir sind hier wahnsinnig vorsichtig und verlassen die Wege nicht...

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Es ist Weihnachten. Also, eigentlich noch nicht, es ist der 24. Dezember. Wir haben gestern alle Karten verschickt, aber dann wird klar dass keine rechtzeitig ankommen wird. Heute ist nämlich Montag. Keine Chance.

Nu ja, wird sich schon geben. Heute wissen wir, dass Karten länger brauchen, da die Handy-App die letzte Adress-Zeile wegschneidet (also Postleihzahl und Ort). Ganz super...

Aber hier ist zumindest hübsch geschmückt.


Allerdings ist das nicht überall in der Stadt so. Der hübscheste Platz mit dem "eindrucksvollen" französischem Vermächtnis aus der Kolonialzeit stellt sich nämlich wie folgt dar:

Außerdem hat nichts offen. Wir werden wohl zu Weihnachten wieder in dem französisch Restaurant frühstücken und dann mal schauen. Wir kommen auf eine super Idee, die wir auch in Zukunft fortsetzen werden: Wir gehen zur Massage. Eine Stunde durchkneten lassen. Das geht zwar nur hier für umgerechnet 3Euro 50, aber so entspannt in den Weihnachtsstress starten - super!

Und dann hat doch etwas offen: Das Dinosaurier-Museum! Wir werden von einem super freundlichem Einheimischen herumgeführt, der die meisten Ausstellungsstücke in der Umgebung selbst freigelegt hat. Wahnsinnig stolz drückt er uns nen Knochen in die Hand und meint: "Und das da, das ist ein Knie von einem Tyrannosaurus Rex..." Ich hätte als kleiner Tyrannosaurus-Rex-faszinierter Junge sowas niemals träumen lassen.
Und nen halben Longneck hat er auch ausgegraben. Die Viecher sind wirklich groß, der Dino passt kaum in den Ausstellungsraum...

Wir finden das andere Japanische Restaurant geöffnet (uns ist gerade nicht nach Einheimischen) und dort erwerben wir auch eine Flasche mit der wir am Abend anstoßen können. LaoLao, Reiswein, den es nur schwarz gibt. Der ist nämlich eigentlich verboten. Da "Export-Qualität" draufsteht, ist uns das egal.

Am zentralen Platz, also genau gegenüber von dem Karusell mit dem Panzer (s.o.) steht eine katholische Kirche, die wir am Abend besuchen. In einem buddhistisch geprägten Land sieht der Gottesdienst dann auch anders aus. MAn begibt sich auf Pilgertour durch den Kircheneigenen Garten, vorneweg der Pfarrer mit Ministranten und Kerzen. Soweit so ungewöhnlich. Doch dahinter folgt die ganze Gemeinde dem Pfarrer dreimal entgegen des Uhrzeigersinns um das Zentrum des Gartens. So ehren nämlich auch Buddhisten heilige Bildnisse und Artefakte (aber im Uhrzeigersinn). Da wir leider den Gottesdienst nicht verstehn und auch keines der Lieder auch nur eine bekannte Melodie ist, überlassen wir die Plätze die wir danach in der Kirche eingenommen haben zwei Einheimischen, waren wir am Vormittag doch schon einmal für uns hier.

Nun geht es nach Hause, und der LaoLao wird mit Eis und Coke zu einem LaoLibre, mit dem wir zusammen mit einer anderen in Savannakhet gestrandeten Reisenden auf Weihnachten anstoßen.

permalink written by  MaxTheDay on December 23, 2012 from Savannakhet, Laos
from the travel blog: MaTi in Südostasien
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