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Chrizzy


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Trips:

Kroatien in 7 Tagen (per Anhalter)
Australien und Neuseeland
From Japan to Austria Island
Europa: Deutschöstungita per Anhalter

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http://blogabond.com/laguna




Kursänderung: Opatija

Opatija, Croatia


Noch hatten wir ein bis zwei Tage Zeit, doch wollten wir die Rückfahrt nicht unterschätzen. Gerne hätten wir noch etwas anderes gesehen. Einen spontanen Entschluss brachte uns unsere erste von 3 Tramp-Gelegenheiten. Ein echt cooler Typ, mit dessen Ansichten wir sympathisierten. Er erinnerte uns daran, dass eine einfache Welt doch so viel schöner sein kann als zusammengesetztes Fastfoodessen, das geldbringende Luxusreisepaket oder sonstiger Bullshit, um den Leuten, das Geld aus der Tasche zu kratzen. Mit viel Energie hat er uns seine Lebensstory erzählt und uns Opatija empfohlen, wenn wir zum Strand wollen. Spontan entschieden wir uns also dazu, vorerst nicht nach Hause zu trampen und machten den Umweg über Kroatien's Nordwesten. 2 weitere Fahrer brachten uns in das Herz der touristischen Küstenstadt, wo Pflaumen und Feigen wuchsen.

Kurz bevor es dunkel wurde fanden wir eine kleine abgelegene Bucht in Icici 3-4 km vom Opatija entfernt. Ein perfektes Ende für unseren Kurztrip!

Am nächsten Tag brachten uns nur 5 Autofahrer von Icici nach Kaarst. 1140 Km zwischen 9 Uhr morgens und 0.30 nachts. Das ist eine reife Leistung und mein jetziger Rekord. Mit einem eigenen Auto hätte es fast nicht schneller sein können - und mit Bus oder Bahn schon mal gar nicht!



permalink written by  Chrizzy on July 18, 2014 from Opatija, Croatia
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Zagreb

Zagreb, Croatia


Morgens aufgestanden ging es von der Hosteltür zur Innenstadt. Unsere Ruckäcke ließen wir natürlich im Hostel und mit nur einer Kamera ausgerüstet fingen wir kunterbunte Eindrücke.



permalink written by  Chrizzy on July 16, 2014 from Zagreb, Croatia
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Im Land der fallenden Seen

Plitvica, Croatia


Voller Aufregung ging es per Anhalter zu den Plitvicer Seen. 2 Fahrten brachten uns dorthin. Der erste war ein lustiger Pole, der während der ganzen Autofahrt bis Karlovac (ein kroatisches Bier trägt den gleichen Namen) Spaß mit uns hatte. Danach ein trüber LKW Fahrer, aber auch er war lustig und gab uns eine gefüllte Plastikflasche mit alkoholischem Gebräu von gefühlten 75% Alkohol. Igitt!

Die erste Nacht blieben wir im Campingpark. Ein Unwetter machte sich über unserem Zelt breit und trieb mir Angst in die Sinne, doch Hannah beruhigte mich und fütterte mich mit Müsliriegeln und Orangen. Ich konnte einen Bären in der Ferne rülpsen hören und vernahm ein leichtes Rauschen der tosenden Wasserfälle.

Am nächsten Morgen ging es dann mit einer weiteren Mitfahrgelegenheit in den 11 Km entfernten Nationalpark. Wir kauften 2 Studenteneintrittskarten und verbrachten da bis zum späten Abend unsere Zeit.

Angefangen von der Schönheit der Seen, welche wir von unserem Boot aus betrachten konnten bis zu dem sich überall entlangschlängelnden Wasser über Felsen, durch Büsche und Holzplanken, gingen wir die ausgeschilderten Wege entlang und schossen Fotos.

Leider war das Schwimmen in den Seen verboten, was man bei einem Weltkulturerbe, den Machern dieses Verbots nicht verübeln kann bei den Menschenmassen, die jeden Tag in den Park strömen, doch wir bekamen doch noch ein anderes Gefühl von Freiheit als wir den 9 Km langen educational Trail entlangwanderten. Dies gab uns ein anderes Bild vom Park, dawir die einzigen Wanderer dort Waren. Auf eigene Gefahr natürlich - eine nach einem Bären aussehende Tatze im Matsch ließ uns kurz zögern - Neugier und Respekt vor diesem Wesen Waren zumindest gleich groß, bei mir.

...leider sahen wir nicht, dieses Tier.

Abends brachte uns ein asiatisches Pärchen zu unserem Camp zurück. Vielen Dank! Wenn ich später ein Auto habe, möchte ich jeden Tramper mitnehmen, um diese Art zu reisen aufrecht zu erhalten.

permalink written by  Chrizzy on July 16, 2014 from Plitvica, Croatia
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Von Berlin nach Zagreb in 48 Stunden

Berlin, Germany


1:0 für Deutschland - Die Menge war begeistert auf der Fanmeile in Berlin. Spontan haben Hannah und ich uns dazu entschlossen nachdem 70. Geburstag meiner Oma, das Finalspiel WM 2014 in Berlin anzuschauen.


Fast genauso spontan Waren wir bei unserer Entscheidung nach Kroatien zu trampen. Unser Hauptziel dort: Plitvicka Jezera National Park. Die Dokumentation auf Youtube: https://www.youtube.com/watch?v=R6sutgsN92g , hatte uns dazu verleitet. In den Bann gezogen von den Bildern, sagten wir, dass wir in zwei Wochen nach Kroatien trampen werden, weil wir Bären sehen und dieses unvorstellbare Blau der kristallklaren Seen dort entdecken wollten. Die Reise kostete uns insgesamt pro Person 140 Euro.

Also zurück nach Berlin. Von dort aus trampten wir nach Zagreb, da wir Kroatien's Hauptstadt natürlich auch mitnehmen wollten. Der Weg war wie immer Teil des Abenteuers. 7 Fahrer nahmen uns mit. Von der schüchternen Frau, der fast ein anderes Auto hineingefahren wäre über den mit alten Frauen vollbesetzten Kleinbus, der uns über die kroatische Grenze nahm bis zum netten Local, der uns noch kurz vor knapp wichtige Insidertipps gab, gestaltete sich unsere Reise. Nach ca. 600 Km mussten wir eine Schlafpause auf einem Rasthof hinter München einlegen, doch das stellte sich als äußerst laut heraus und immer wieder wurden wir durch helle heranfahrende Autos aufgeschreckt. Am Dienstag dann nochmal 600 Km und wir Waren in Zagreb, wo wir in ein Hostel eincheckten und schönen Schlaf bekamen.

...ja ja! So einfach ist das mit dem Trampen. Zu viele bekommen ein falsches Bild durch die Medien oder irgendwelche Horrorfilme. Die Leute freuen sich, dass es so etwas noch gibt.

permalink written by  Chrizzy on July 14, 2014 from Berlin, Germany
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Napoli

Napoli, Italy


Am nächsten Morgen trampte ich direkt aus Portici. An der Mautstelle wartend bekam ich irgendwann Besuch von der Polizei, die mich zuerst ausfragten und dann zu einer anderen Stelle schickten. Zum Glück verboten sie es mir nicht. Ich hatte schon Sorge, ich würde nicht mehr nach Hause kommen.

Mit 8 Euro trampte ich in ca. 32 Stunden ca. 1600 Km zurück über die Schweiz nach Düsseldorf vor meine Haustür. Das war aufregend. Ich hatte nochmal 8 Mitfahrgelegenheiten - Insgesamt Waren es 39 Fahrer die uns mitnahmen. Vielen Dank dafür!

...und für's Lesen! :-)

Christoph



permalink written by  Chrizzy on September 1, 2013 from Napoli, Italy
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Ruinenstadt Pompeji und sein Schicksal

Pompei, Italy


Unser letztes Ziel war am 30.8.2013 Pompeji und der Vesuv. Mit der Bahn fuhren wir von unserem Hostel direkt vor den Eingang der Ruinenstadt. Ein Ticket kostete 11 Euro pro Person. Hier sind ein paar Eindrücke:




Laut einer ZDF Dokumentation ist folgendes der Grund, warum die Menschen 79 n. Chr. nach dem Vulkanausbruch versteinert erhalten bleiben konnten:

"Wie in Herculaneum waren auch die Menschen in Pompeji sofort tot. Doch es gibt einen entscheidenden Unterschied. Pompeji liegt rund 7 Km weiter entfernt vom Vesuv als Herculaneum. Bis der 4. pyroklastische Strom Pompeji erreichte, war er bereits stark abgekühlt. Noch immer heiß genug um die Menschen sofort zu töten, aber nicht mehr heiß genug, um ihr Körperfleisch zu verbrennen. Auf die intakten Leichname fiel Asche, die die Opfer einhüllte und den Abdruck ihrer Körper über die Jahrtausende bewahrte." (http://www.youtube.com/watch?v=muvphh2FDhc)

Als später Archäologen Pompeji wiederentdeckten, fanden sie bei ihren Ausgrabungen auch Löcher unter denen sich die Leichname versteckten. Sie gossen Gips hinein und ließen es auskühlen, weswegen wir heute die versteinerten Körper begutachten können. Auch dieAbrücke der Kleidung blieben erhalten, denn sie wurde durch den pyroklastischen Strom nicht verbrannt. Aber wer mehr wissen möchte, schaut sich die interessante Dokumentation an.

Zum Abschluss des Tages besuchten wir Pompejis Schicksal, den Vesuv. Dazu trampten wir bis an den Fuß des Vulkans und gingen von dir noch ein ganzes Stück weiter, bis wir zu einer Busstation kamen, von wo aus wir keine Möglichkeit hatten weiterzuwandern. Der Bus kostete 22 Euro pro Person inkl. der Kosten für den Rundgang oben auf der Spitze. Da wir gar nicht so viel Geld hatten, reduzierte das Personal netterweise unseren Preis und wir gaben ihnen was wir noch hatten. Leider haben wir den falschen Aufstieg gewählt, denn es gab einen anderen, den man komplett wandern konnte.



Dann fuhr uns der Bus wieder nach unten. Wir verbrachten eine weitere Nacht im Hostel, denn ich wollte nicht wieder im dunkeln trampen.


permalink written by  Chrizzy on August 31, 2013 from Pompei, Italy
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Napoli bei Nacht

Napoli, Italy


Da wir nicht mehr so viel Zeit hatten, besuchten wir Napoli direkt nach Capri, sind also mit der Fähre direkt dort ausgestiegen und nicht nach Sorrento zurück.

Wir entschieden uns für einen Weg, der an einigen Sehenswürdigkeiten vorbeiführte und schlossen diesen mit einer Pizza in der berüchtigten Pizzerien-Straße ab.







Das Essen in Italien ist generell wirklich gut, aber bei unserer Pizza verging mir der Hunger, nachdem ich auf ein großen Stück Holzkohle biss, dass sich unter dem Käse versteckt hatte.

Um ca. 0 Uhr wollten wir dann die Bahn zurück nach Portici nehmen. Das war jedoch nicht möglich, weil der Hauptbahnhof gerade zumachte... Wir konnten es nicht glauben, als die Security Leute gerade den HBF in Napoli schlossen. Wie wir erfuhren hat Napoli wenig Geld um die öffentlich Verkehrsmittel zu finanzieren. Ein paar Taxifahrer wollten uns daraufhin eine teure Rückfahrt für 35 € anbieten. Zum Glück fragten wir nochmal herum und fanden heraus, dass die Busse auch nachts fahren. Bei unserer Suche sind wir Emanule begegnet, der uns durch den Stadt-Dschungel zur richtigen Linie führte. Auch war Reisender und nahm den gleichen Bus wie wir. Ich hatte ein sehr interessantes Gespräch mit ihm über Meditationen und luzides Träumen.


permalink written by  Chrizzy on August 30, 2013 from Napoli, Italy
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Capri

Capri, Italy


Gegen Mittag machten wir uns auf nach Capri. Dazu mussten wir erst von Portici mit der Bahn nach Sorrento
um von dort aus die Fähre nach Capri zu nehmen. Dort wollten wir die "Azurblauen Grotten" sehen.

Also auf zur Bahnstation.

In Sorrento kauften wir im Supermarkt ein, da wir vor Capri's Preisen gewarnt worden sind. Viele Reiche leben auf der Insel und führen ein luxuriöses Leben.


Auch war in Sorrento gerade eine Ausstellung über Dali war im Gange. Dali's berühmte Uhr war da zu sehen.


Spatzen schienen uns zu verfolgen. Eine Frau auf der Straße entdeckte diesen, der wohl aus seinem Nest fiel. Da machte ich eine Nahaufnahme. Capri war das Endziel. Ein Spatzenprofil zeigte sich als Route in der Blogabond Karte. Wenn ihr oben mal auf die Karte schaut, sieht man, dass der Schnabel nach rechts ausgerichtet ist. Spatzenbeine gibt es auch. Dazu müsst ihr nur Napoli anzoomen und ihr erkennt 3 Spatzenzehen :-).


Und auf nach Capri:


Wir Waren sehr sehr enttäuscht, als man uns sagte, dass die "Blauen Grotten" aufgrund des schlechten Wetters und dem Wellengang verschlossen seien. Wir buchten trotzdem ein Inselrundfahrt für 15 Euro und sahen die orangene, grüne und weiße Grotte.



Capri von oben:



Nachdem wir die Insel auch etwas zu Fuß erkundeten, gingen wir an einem verlassenen Kiesstrand schwimmen. Dabei entdeckten wir zwei Angler.


Capri abends:



permalink written by  Chrizzy on August 29, 2013 from Capri, Italy
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Fabric Hostel und Co

Portici, Italy


In Portici, einer Stadt nahe gelegen an Napoli, gingen wir in unser Hostel.

Später a.ßen wir Spaghetti und diverse andere inländische Speisen in einem Imbiss.

Der Müll stand an viele Straßenecken herum.

Die Stadt ist sicherer als Napoli, auch wenn es vielleicht nicht danach aussieht.





permalink written by  Chrizzy on August 28, 2013 from Portici, Italy
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Pizza Siciliana in Bologna

Bologna, Italy


Von Venedig nahmen wir erst den Zug nach Mestre im Glauben dort schneller mitgenommen zu werden. Dem war auch so. Zügig kamen wir auf den ersten RH. In der knalligen Sonne "warteten [wir danach] Stunden auf die nächste MFG. Ein Truck hielt an, nachdem wir zwei Mal unsere Stelle auf dem Rasthof wechselten. Ein Türke nahm uns bis nach Bologna mit. 20 Km entfernt von der Stadt waren wir am Ende [unserer Strecke]. Er gab uns Bier, Kekse und Türkischunterricht und es war auf der Fahrt echt lustig. Jedoch später, als wir in Bologna Interporte ankamen, bestand er darauf, dass wir in seinem Truck schlafen und morgens um 8 wollte er uns dann wieder zurückfahren. Saki sollte unten, ich oben schlafen. Als wir uns hinlegten, gesellte er sich, wie ich es schon erwartet hatte, zu Saki und legte sich neben sie. Ich hatte ihr es sogar vorher noch gesagt und dass sie in diesem Falle mich rufen soll. Das machte sie auch und darüber hinaus sagte sie ihm, dass sie bei mir schlafen will und zur Toilette muss, versuchte also Wege zu finden, dem Typen zu entkommen. Als ich merkte wie er darauf bestand, dass sie dort liegen bleibt, ging mein Puls sehr krass nach oben. Ich wurde zum Tier..." (Tagebucheintrag 26.8.2013)

Ich malte mir schon ein Szenario aus, dass mir Angst machte. In meiner Fantasie prügelte ich mich mit dem Typen. Ein Gefühl von Angst stieg in mir hoch. Seine mehrmaliges "No" zu Saki und dieses unangenehme Rascheln, dass ich entzifferte als "Saki wird gerade gezwungen liegen zu bleiben" ließen mein Adrenalinspiegel in die Höhe schießen. Er ließ sie gehen. Sie kam zu mir und versteckte sich hinter mir. Das war zumindest das Gefühl, dass ich dabei hatte. Nach ca. 5 Minuten verließ der Türke seinen Truck, sprach mit einem anderen Truckkollegen der noch wach war und vereinbarte mit ihm, dass er uns in die Stadt fährt. Dabei hatte er doch vorher so darauf bestanden, dass wir bei ihm im Truck übernachten sollen. Er hatte wohl sein Ziel nicht erreicht...

Sein Kollege wollte zuerst 40 Euro von mir haben, dafür, dass er uns mit seinem Auto in die Stadt bringt. Ich schaute ihn ungläubig an und lehnte ab. Dies veranlasste ihn dazu sofort auf 20 Euro herunterzugehen, worauf ich mich dann einließ. Ich wollte einfach nur von diesem Platz weg. Während der Autofahrt entwickelte sich ein nettes Gespräch zwischen uns und als er uns absetzte wollte er die 20 Euro nicht mehr haben.

Nachts fanden wir dann noch ein relativ günstiges Hotelzimmer für 45 Euro. Hätten wir gewusst, dass wir aufgrund der komplizierten Autobahnstrecken um Bologna herum nicht weiterkommen würden, hätten wir eine weitere Nacht gebucht.

Am nächsten Tag schauten wir uns Bologna an. Hier und da ein paar alte Gebäude. Eine Pizza Siciliana waren wir essen, in einem Restaurant. Der Kellner wollte, dass wir eine Flasche Wasser für 6 Euro bezahlen, obwohl wir diese nicht geöffnet haben. Es kam zu einem Streit, der sich erst beruhigte, als der Chef heraus kam. Dieser legte uns eine neue Rechnung vor mit zusätzlichen Kosten von 4 Euro für die "Serviette" aber ohne Getränk.

Ich hätte es besser wissen müssen. Nie wieder geh ich als Backpacker in ein Restaurant. Aber so ganz freiwillig war es auch nicht. Ständig locken sie einen und tun auf nett. Ganz abgesehen davon war Bologna keine sehr touristische Stadt.


Bevor wir weiter nach Napoli wollten, gingen wir zwei Km auf eine Erhöhung, wo eine Basilica stand, von der man keinen schönen Ausblick hatte.

Wir holten unser Gepäck noch aus dem Hotel und machten uns dann auf den Weg zur nächsten Trampstelle. Keiner konnte uns von dort mitnehmen. Erstmal wollten wir Richtung Firenze, das auf dem Weg zu unserem Endziel Napoli lag. Ursprünglich war eigentlich Rom ein vorletztes Ziel, dies übersprangen wir aber aus Zeitgründen.

Endlich nahm uns ein in Bologna lebender Franzose mit, der uns zu einer besseren Stelle bringen wollte. Direkt vor die Mautstelle der Autobahn. Da versuchten wir es noch eine Stunde bis es dunkel wurde. Danach zogen wir frustriert ab. Auf der Suche zurück in die Innenstadt wo unser Hotel lag, entdeckten wir noch eine Camping Area, zu der wir weitere ca. 3 Km gingen. Als wir dort ankamen wollte man uns einen Zeltplatz für 34 Euro anbieten. Wir waren zu dem Zeitpunkt, nach all dem Umherwandern kaputt und müde und gönnten uns eine weitere Pizza Margharita. 34 Euro waren uns zu viel und wir wollten die 3 Km wieder zurück gehen in der Hoffnung, dass wir zwischendurch einen MFG bekommen. Ein junger Typ nahm uns dann tatsächlich bis zum Anfang des CityCenters mit. Er ließ uns bei McDonalds raus.

Mittlerweile war es schätzungsweise schon 22 Uhr. Nochmal versuchten wir von einer hinter dem McDonalds gelegene Tankstelle weiterzutrampen, gaben aber recht schnell wieder auf. Also verbrachten wir eine weitere Nacht im Hotel.

Am nächsten Morgen fragte ich bei unserer Rezeption nach einer geeignete Busverbindung zu der letzten Stelle von gestern. Die waren zwar hilfsbereit, gaben uns aber keine klare Anweisungen und wir gingen in der heißen Sonne bis zum gestrigen Plätzchen. Wir glaubten hier wesentlich besser aufgehoben zu sein und hofften auf eine schnelle Weiterfahrt.

Meine Klamotten, die ich vorher noch in der Wäscherei gewaschen hatte, ließ ich nun im Sonnigen trocknen.

Nach ca. 2 Stunden nahm uns endlich jemand mit. Vorher spielte ich schon mit dem Gedanken, hier nie wegzukommen und fürchtete, dass Bologna eine Endstation hätte sein können. Doch der Fahrer Daniel brachte uns zu einer deutlich besseren Stelle: Eine Schnellstraße. Dort fuhren die Autos um die 100 KmH. Da er ein Stück zu weit fuhr mussten wir ein paar Hundert Meter wieder zurück um auf die Abfahrt Richtung Firenze zu gelangen. Daniel war nett und gab uns seine Handynummer, denn er bot uns an uns wieder abzuholen, falls wir wieder nicht weiter kommen sollten. Doch diesmal gelang uns den nächste Schritt. Viele der Autofahrer die uns da im Vorbeifahren sahen, sahen uns fassungslos an, schüttelten die Köpfe oder hoben böse ihren Zeigefinger und wedelten damit. Nach einer Weile hielt ein kleiner Lastwagen. Heraus kam ein sympathischer Mann der schnell unsere Rucksäcke hinten einlud. In diesem Moment waren wir einfach glücklich. Endlich raus zu sein, aus dieser verfluchten Stadt. Wie schon erwähnt, schließ Saki ständig im Auto ein. Dieses Mal jedoch saß sie auf der vorderen Bank neben mir, als das passierte. Langsam griff ich nach einem kleinen Gummischwein, das Fahrer Martino als Mitbringsel für seinen Hund gekauft hatte. Es lag vorne auf dem Amaturenbrett und wenn man es zusammendrückte, grunzte es. Martino erkannte mein Vorhaben und fing schon an zu grinsen. Einen kurzen Moment sah ich Saki an, während sie da so unschuldig schlummerte. Das Schwein kam näher. *GRUNZ*. Saki öffnete ungläubig die Augen und konnte es nicht fassen. Was zum Teufel, hatte sie da grad angegrunzt? Martino und ich konnten uns vor Lachen nicht halten.
Der dritte Fahrer war ein Angestellter einer Taschentuchfirma. Softies auf italienisch heißen also Regina, erfuhren wir. Durch uns bekam er die Möglichkeit sein Englisch zu üben und 50 Km vor Rom ließ er uns wieder raus.


"Nur 20 Minuten später nahm uns von dort ein weitere Fahrer mit nach Napoli in eine Nachbarstadt (Portici): Antonio. Als er stehen blieb, um zu fragen, wo es hinginge, waren Saki und ich sehr misstrauisch. Er war sehr ruhig, sprach langsam und es sah danach aus, als wenn meine Antwort "Napoli" auch jede andere Stadt hätte sein können - Er hätte uns überall mitgenommen. Er trug Ringe und Armbänder und wirkte wie ein Mafiosi. Später erzählte er von seiner Familie und ich schloss, dass es anfangs bestimmt Misstrauen seinerseits gewesen sein muss. Er kümmerte sich um unser Hostel, das einem Freund von ihm gehörte oder in dem er arbeitete und fuhr uns bis vor die Tür. Wir tauschen Kontaktdaten aus." (Tagebucheintrag 28.8.2013)

Antonio, Antonio....vielleicht doch ein Mafiosi?

permalink written by  Chrizzy on August 26, 2013 from Bologna, Italy
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